PVU reicht Machbarkeitsstudie für das Quartier StepenitzWärme beim BAFA ein
Wärme aus dem Fluss
Die Kaiserlichen Kasernen stehen seit über 30 Jahren leer. Das soll sich ändern. Und PVU versucht mit einem innovativen Wärmekonzept nachhaltige und bezahlbare Preise zu realisieren.

Das Stabsgebäude der Kaiserlichen Kasernen, das nun von der GWG saniert wird. PVU hat für das neue Stadtquartier ein innovatives Wärmekonzept erstellt.
Foto: GWG
Sie wurden zwischen 1903 und 1909 gebaut, prägten das Bild der Stadt und standen jahrzehntelang leer. Die denkmalgeschützten Kaiserlichen Kasernen in Perleberg blieben seit dem Abzug der sowjetischen Truppen nach der Wiedervereinigung verwaist. Jetzt sollen sie zu neuem Leben erweckt werden: als gemischtes Stadtquartier mit Wohnen, Arbeiten und Grünflächen. Und PVU sorgt dafür, dass es dort auch warm wird. Bis zu 90 % aus erneuerbarer Energie sind möglich, die restlichen 10 % kommen aus Biomethan.
Das Projekt heißt StepenitzWärme, benannt nach dem Fluss, der die Energiequelle liefern soll. Das Konzept: Wärme aus dem Flusswasser der Stepenitz wird per Wärmepumpe nutzbar gemacht und über ein modernes Nahwärmenetz zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. Rund 90 % der benötigten Wärme sollen so aus erneuerbaren Quellen stammen. Die Machbarkeitsstudie, die PVU gemeinsam mit dem Ingenieurbüro tetra aus Neuruppin erarbeitet hat, bestätigt: Das Konzept kann funktionieren. Die minimale Wassertemperatur der Stepenitz liegt ganzjährig bei mindestens 2,8 Grad Celsius – genug, um über Wärmepumpentechnologie jährlich bis zu 5.000 Megawattstunden Wärme zu erzeugen.
Für den Start 2026 sichert PVU der GWG Wohnungsgesellschaft zunächst die Wärmeversorgung für das Stabs- und Kammergebäude auf rund 4.000 Quadratmetern zu. Parallel läuft der Förderantrag für die vollständige Umsetzung des Nahwärmenetzes – mit dem Ziel, bis zu 40 % der Investitionskosten gefördert zu bekommen. Insgesamt könnten rund 300 Wohn- und Gewerbeeinheiten in der Umgebung angeschlossen werden.
Für PVU ist StepenitzWärme mehr als ein Bauprojekt: Es ist ein Beitrag, einem einzigartigen Stück Perleberg eine neue Zukunft zu geben.