
Julia Kuwald, Mitarbeiterin StroamCamp und Unterstützerin des Fördervereins Nationalpark Unteres Odertal e. V.
Foto: SWS
Nationalpark-Ecke
Liebe Freunde des Nationalparks,
sobald es wärmer wird, erwachen sie wieder: die Frühblüher! Besonders beliebt sind neben bunten Blumen die Weidenkätzchen. Flauschig und zart künden sie den Lenz an – und auch Körbe aus deren Zweigen sind dann wieder beliebt.
Dafür werden die einjährigen Ruten im Januar und Februar vor dem Neuaustrieb geerntet, sortiert und Monate lang an einem luftigen Ort getrocknet. Zum Flechten werden die Zweige in Wasser eingeweicht, damit sie geschmeidig sind. Je nach Weidenart und Bodenfarbe ergeben sich unterschiedliche Rindentöne, die auch zum textilen Färben verwendet werden. Durch kurzes Kochen entsteht ein rötlicher bis brauner Farbton.
Übrigens: Die biegsamen und zugleich robusten Weidenzweige dienen nicht nur als Schmuck für Haus und Garten – seit jeher werden sie auch liebevoll für den Bau und die Auskleidung der Storchenhorste genutzt. Jedes Frühjahr werden vom Storchenbeauftragten unserer Region u. a. mit der Unterstützung des Fördervereins Nationalpark Unteres Odertal alte, abgenutzte Horste wieder herrlich „wohnlich“ gemacht, bevor die Adebare aus ihrem Winterquartier zurückkehren.
Ihre Julia Kuwald
Mitarbeiterin StroamCamp und
Unterstützerin des Fördervereins
Nationalpark Unteres Odertal e. V.
