Skip to main content

Abwärme wird zur Energiequelle

Neue Fernwärmeleitung zum ZOWA

Am Firmensitz der Stadtwerke Schwedt wird derzeit eine neue Fernwärmetrasse verlegt.

Die etwa 800 Meter lange Leitung verbindet das Fernwärmenetz mit dem Zweckverband Ostuckermärkische Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (ZOWA), der künftig als wichtiger Wärmeabnehmer und -lieferant eingebunden wird.

Ziel des Projekts ist es, bislang ungenutzte Abwärme aus der Abwasserbehandlung nutzbar zu machen. Dazu planen die Stadtwerke auf dem Gelände des ZOWA eine 1-Megawatt-Großwärmepumpe, die Ende 2028 in Betrieb gehen soll. Sie wird Wärme aus gereinigtem Abwasser in das Fernwärmenetz einspeisen.

„Außerdem wollen wir den ZOWA als Wärmekunden ans Netz anschließen, sodass im Winter der Erdgasverbrauch für die Beheizung des Klärprozesses durch erneuerbare Wärme ersetzt werden kann“, erläutert Projektleiter Reiner Buchholz auf der Baustelle der neuen Trasse.

Die Anlage soll jährlich rund 8 Gigawattstunden Wärme erzeugen – ausreichend für bis zu 1.000 Haushalte. „Es geht nicht darum, bestehende Versorgung zu ersetzen, sondern sie sinnvoll zu ergänzen“, so Buchholz weiter.

Auf dem Weg zum ZOWA werden zudem weitere Gewerbekunden an das Fernwärmenetz angeschlossen – erste bereits in diesem Jahr. Mit Inbetriebnahme der Wärmepumpe fließt dann klimafreundliche Wärme aus der Abwasserbehandlung direkt ins Schwedter Fernwärmenetz.

Projektleiter Reiner Buchholz.
Foto: SPREE-PR/Petsch