Berufe im Unternehmensverbund der Stadtwerke Schwedt
Was macht eigentlich ein … Strommonteur?
Es ist 7 Uhr. Auf dem Firmengelände der Stadtwerke Schwedt beginnt Christian Plepp seinen Arbeitstag. Der 42-Jährige ist gelernter Elektroinstallateur und arbeitet seit 2014 als einer von vier Strommonteuren bei dem Energieversorger.

Stromzählerwechsel stehen an: Strommonteur Christian Plepp auf dem Sprung zum Kunden.
Foto: SPREE-PR/Petsch
Er sorgt meist im Hintergrund dafür, dass der Strom im Schwedter Netzgebiet stets zuverlässig fließt. Ohne Strom ginge nichts, kein Kühlschrank, kein Computer, kein Licht! Auf 204 Quadratkilometern mit rund 30.000 Einwohnern kümmern sich Plepp und seine Kollegen um ein 681 Kilometer langes Stromnetz – jeden Tag, rund um die Uhr. Doch was machen Strommonteure genau?
Vielfältige Aufgabengebiete
Ein Blick in den Alltag zeigt: Routine gibt es kaum. „Im Moment tauschen wir turnusgemäß viele Stromzähler“, erklärt Christian Plepp. Der Tag beginnt mit kurzer Abstimmung im Team – und einem Kaffee. Danach geht es zu den Haushalten. In der nächsten Woche kann alles anders aussehen: Arbeiten an der Straßenbeleuchtung, Reparaturen an Ampeln, Betreuung von Ladesäulen oder Wartungen im Netz, etwa an Trafostationen, gehören auch zum Aufgabengebiet.
„Kommt es zum Störfall, wird auch mal die Mittagspause verschoben“, sagt er. Häufig seien Tiefbauarbeiten die Ursache, wenn ein Bagger ein Kabel beschädigt. Das Schwedter Stromnetzes verläuft unterirdisch, stürmisches Wetter macht ihm wenig aus. Kritischer wird es ab Frühjahr mit zunehmender Bautätigkeit. Dann zeigt sich die Stärke des Systems. Das Schwedter Stromnetz ist als Ring aufgebaut: Trafostationen sind miteinander verbunden. „Fällt ein Abschnitt aus, wird in der Netzleitwarte der Strom schnell umgeschaltet“, erklärt der Strommonteur. „Für viele Kunden bleibt das Licht daher nur kurz – oder gar nicht – aus.“
Manchmal Detektiv-Arbeit
Die eigentliche Herausforderung beginnt danach: die Fehlersuche. Über die Leitwarte wird der betroffene Bereich eingegrenzt. Vor Ort prüfen Monteure das Netz Schritt für Schritt, messen Spannungen und testen Kabel. Ist kein Schaden sichtbar, helfen spezielle Messgeräte, Fehler im Erdreich zu orten. „Manchmal sieht man es sofort – und manchmal muss man detektivisch arbeiten.“
Ein wöchentlicher Bereitschaftsdienst sichert in Schwedt stets schnelles Handeln rund um die Uhr. „Am Wochenende wird er oft zu Einfamilienhäusern gerufen“, sagt Plepp. Etwa wenn beim Bau eines neuen Gehwegs ein Hauskabel beschädigt wird. Sein Rat: Vor Bauprojekten eine Leitungsauskunft einholen, um den Verlauf seiner Leitungen zu kennen.
Ist die Schadstelle gefunden, wird das Kabel freigelegt und repariert. Erst dann wird der ursprüngliche Netzabschnitt oder Hausanschluss wieder zugeschaltet.
„Sicherheit hat bei uns im Alltag oberste Priorität“, betont der Strommonteur. Feste Regeln, Schutzkleidung und regelmäßige Schulungen etwa zur Kabelortung, Arbeiten unter Spannung sowie Bedienung von Hebebühnen und Lkw sind Pflicht.
Das Ziel ist klar: „Wir wollen abends alle gesund nach Hause.“ Was ihn antreibt? Die Abwechslung – und das Team. „Kein Tag ist wie der andere. Genau das macht den Job spannend.“
Störungen im Schwedter Stromnetz
2025 4,036 Ausfallminuten/Kunde
Die Ausfallzeiten im Stromnetz der Stadtwerke Schwedt liegen damit weiter unter dem Bundesdurchschnitt von 11,7 Ausfallminuten/Kunde*.
