Tipps für umweltfreundliches Waschen
Saubere Wäsche und Natur
Mit jedem Waschgang von Waschmaschine & Co. fließen Chemikalien und Plastik aus Kleidung und Waschmitteln in die Umwelt. Schon kleine Veränderungen im Waschverhalten können große Wirkung zeigen. Wir geben Tipps, die dem Wasser helfen, Ihren Geldbeutel schonen und die Wäsche sauber machen.


Zerkleinerte Kastanien in heißem Wasser einen Tag ziehen lassen – fertig ist der Sud. Auf die Schnelle reichen geviertelte Kastanien, besser für die Waschleistung ist es, die Baumfrüchte im Mixer zu zerkleinern.
Foto: SPREE-PR/Friedel
Welches Waschmittel?
Konzentrate sind umweltschonender als riesige Jumbo-Packungen, die voller zusätzlicher, aber funktionsloser Füllstoffe wie Salze sind. Flüssigwaschmittel enthalten mehr Chemikalien, belasten die Kläranlagen deshalb noch stärker und lassen sich, wenn sie in „Caps“ oder „Pods“ verpackt sind, nicht einmal dosieren. Enthärter und Fleckenentferner sollten nur bei Notwendigkeit verwendet werden. Also: Statt auf konventionelle Alles-in-einem-Waschpulver lieber auf einzelne Komponenten zurückgreifen.
30° reicht
Viel hilft nicht viel. Wäsche wird auch bei 30 Grad sauber, und das ist gerade bei hartem Wasser von Vorteil. Kalkstein fällt erst ab ca. 50 °C nennenswert aus. Wer also bei 20–40 °C wäscht, benötigt weniger Enthärter, schont Umwelt und Geldbeutel zusätzlich. Auch hier gilt: Waschmittelkonzentrat ohne Enthärter und Bleichmittel nutzen, je nach Wasserhärte dosieren und Enthärter gezielt anwenden und nicht nach dem Gießkannen-Prinzip. Die 60 °C-Wäsche für Handtücher verhindert zwischendurch Keime in der Waschmaschine.
Kastanien zum Waschen?
Ja, man kann auch ganz auf herkömmliche Waschmittel verzichten. Eine besonders umweltschonende Alternative bieten Kastanien – also die nicht essbaren Rosskastanien. Sie enthalten sogenannte Saponine, die wie Seife wirken. So geht‘s: Kastanien sammeln, vierteln oder im Mixer schreddern, das Granulat trocknen und in verschlossenen Gläsern lagern. Für die Maschinenwäsche ca. 70 g Granulat mit 200 ml heißem Wasser übergießen, einen Tag ziehen lassen und den abgegossenen milchigen Sud ins Waschfach geben. Sieben bis acht Kilo Rosskastanien reichen für das ganze Wäschejahr.
Lesestoff
Viele Menschen werden von den Veränderungen um die 50 überrascht, manche gar aus der Bahn geworfen. Midlife-Crises wird es gern bei Männern genannt, bei Frauen sind die Wechseljahre oft die Erklärung für alles. Die 1972 in Ost-Berlin geborene Autorin Doreen Mechsner hat ihre eigenen Erfahrungen mit solchen Überraschungen und die anderer Menschen aufgeschrieben: Acht Männer und acht Frauen erzählen von sich, ihren Gedanken, Gefühlen, Verwirrungen, Erkenntnissen und den Turbulenzen in der verrückten Zeit in der Mitte des Lebens.

Ausgewechselt
Gespräche über die Lebensmitte
17 Euro
Umland-Verlag
ISBN
978-3-9827367-9-2

Ein Schelm namens Hannes
Gespräche über die Lebensmitte
17 Euro
Umland-Verlag
ISBN 978-3-9827367-9-2
Hannes taumelt in „Blender“, dem Schelmenroman von Anke Engelmann, auf absurde Weise durch sein Leben in der DDR. Erst bespitzelt er im Auftrag der Stasi den Philosophen Ernst Bloch in Tübingen, dann fälscht er für das MfS Kunst und lernt so DDR-Starmaler Werner Tübke und dessen Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen kennen. Zwischendurch landet Hannes immer mal wieder im Gefängnis. Und auch nach der Wende wird das Leben des selbsternannten und drogenaffinen Aufschneiders nicht langweilig.
Unsere Glücksfee zog J. Klatte aus Bersteland OT Freiwalde als Gewinnerin des Buches „Die Farben des Universums“ von Florian Freistetter.