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Energie im Blick

Was bedeutet der Nahost-Konflikt in der Golfregion für die Gasversorgung in Deutschland?

Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) sind direkte Auswirkungen der Gasversorgung in Deutschland nicht zu erwarten. Norwegen ist der größte und wichtigste Lieferant. LNG-Importe aus einer Reihe weiterer Länder sowie Gasspeicher und heimische Förderung tragen ebenfalls zur Versorgungssicherheit bei. Deutschland bezieht zurzeit kein Flüssigerdgas (LNG) direkt aus Katar.

So haben sich die Gaspreise für Haushalte entwickelt.
Grafik: BDEW

Aber: Durch die Sperrung der Straße von Hormus ist das Angebot von Gas und Öl auf den Weltmärkten reduziert worden. An den Großhandelsmärkten kam es in den vergangenen Wochen zu starken Preisschwankungen, mit einem deutlichen Preisanstieg zu Beginn des Konflikts. Verbraucher haben das ganz deutlich an den Tankstellen zu spüren bekommen. Aber wie sieht das bei den Endpreisen für Gas aus?

„Die meisten Energieversorger verfolgen eine langfristige Beschaffungsstrategie, um kurzfristige Preisschwankungen abzufedern“, so die Einschätzung vom BDEW. „Das bedeutet: Steigende Börsenpreise werden nicht sofort und nicht in vollem Umfang an die Endkunden weitergegeben.“ Konkrete Auswirkungen hingen immer von den individuellen Beschaffungs- und Absicherungsstrategien der Energieversorger und natürlich auch vom jeweiligen Liefervertrag ab. Im Allgemeinen seien die (privaten) Endkundenpreise für Strom und Gas bei den meisten Lieferanten auf längere Zeit im Voraus fixiert und an den Terminmärkten abgesichert.