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Energie sparen mit intelligenter Technik

Wenn Häuser denken lernen

Das Licht geht automatisch aus, wenn niemand mehr im Raum ist. Die Heizung senkt die Temperatur, sobald ein Fenster geöffnet wird. Und auf dem Handy lässt sich jederzeit prüfen, ob zu Hause unnötig Strom verbraucht wird. Knapp jeder zweite Deutsche (48%) nutzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung, ergab die jüngste Umfrage des Digitalverbands Bitkom. 59 % von ihnen greifen sogar auf mehr als fünf smarte Lösungen zurück. Wir geben einen Überblick, wie sich das Zuhause schlau vernetzten lässt!

Grafik: KI-Generiert/ChatGPT

„Smart-Home-Technologien erhöhen nicht nur den Wohnkomfort, sondern helfen auch, Energie und damit Kosten zu sparen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Eine Studie vom Öko-Institut im Auftrag der Verbraucherzentrale hatte Einsparungen im Energieverbrauch von 9 Prozent (Wohnung) bis 14 Prozent (im Haus) errechnet. Kein Wunder: Die Heizung ist der größte Energieverbraucher im Haushalt. Laut Umweltbundesamt entfallen etwa 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs von Gebäuden auf das Heizen.

Bei einem Smart Home werden Haushaltsgeräte oder Haustechnik digital vernetzt und automatisch gesteuert. Meist geschieht das per App auf dem Smartphone, Sprachassistenten oder ganz von allein nach vorher festgelegten Regeln.

Unterm Strich gilt: Smart Home ersetzt kein bewusstes Verhalten, unterstützt es aber wirkungsvoll.

Quelle: Bitcom e.V.

Intelligente Wärme

Smarte digitale Thermostate regeln die Temperatur zeit- und bedarfsgerecht. So bleibt unter der Woche die Wohnung tagsüber kühler, kurz vor Feierabend wird automatisch wieder aufgeheizt. Wird ein Fenster geöffnet, schaltet die Heizung ab. So geht keine Wärme verloren – ganz ohne manuelles Nachregeln.

Smarte Steckdosen

Sie trennen Fernseher, Kaffeemaschine oder Router vollständig vom Strom, wenn sie nicht genutzt werden. Das reduziert den oft unterschätzten Standby-Verbrauch. Praktisch: Viele Steckdosen zeigen an, wie viel Strom ein Gerät tatsächlich verbraucht. Das macht echte Stromfresser sichtbar – und hilft auch beim Umstellen auf sparsamere Gewohnheiten.

Automatische Rollläden

Sie bieten mit richtigen Sensoren und automatischer Steuerung Schutz vor Sonne, neugierigen Blicken und verhindern, dass Innenwärme z.B. in kalten Nächten nach außen dringt.

Strom sparen mit vernetzter Beleuchtung

Lampen schalten sich nur dann ein, wenn sie wirklich gebraucht werden, etwa per Bewegungsmelder im Flur oder Keller. Noch smarter: Herkömmliche gegen digitale Leuchtmittel tauschen. Gibt’s für alle gängigen Fassungen. Per Sprachassistent oder App lässt sich das Licht dimmen und steuern.

Haushaltsgeräte

Die alltäglichen Helfer werden immer schlauer und erleichtern das Leben: Mit programmierten Reinigungsplänen halten Saugroboter das Zuhause mühelos sauber, ohne dass Sie selbst einen Finger rühren müssen. Dank automatisierter Routinen steht der Kaffee frisch gebrüht bereit, sobald der Wecker klingelt.

Sicherheit und Einbruchsschutz

Alarmsysteme mit intelligenten Sensoren und mit vernetzten Sirenen informieren per Smartphone. Überwachungskameras behalten das Zuhause im Blick – auch wenn man nicht vor Ort ist.

Energiemangement

Wird die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach in das Smart Home eingebunden, können Stromerzeugung und Stromverbrauch aufeinander abgestimmt werden. Ziel: Den gewonnenen Solarstrom vorrangig im eigenen Haushalt zu nutzen und so Stromkosten zu senken.

BUCHTIPP & VERLOSUNG

Energieverbrauch verstehen

20 Euro
Bertelsmann
ISBN 978-3-570-10617-4

Wie viel Energie benötigen wir täglich und wofür?  Wie wirken sich neue Technologien aus? Im Buch „Unser Energieverbrauch zum Verstehen und Mitreden“ (erscheint 18. März) bekommt man nicht nur Energiewissen an die Hand. Es wird auch am Beispiel einer vierköpfigen Familie der Energieverbrauch veranschaulicht. 

Wir verlosen ein Buch: Einfach eine Mail bis 6. April 2026 an swz@spree-pr.com senden.

Stichwort: „Mitreden“.

Smart Home sicher einrichten: 3 Tipps*

➊ Updates aktivieren: Geräte und Router aktuell halten, automatische Updates aktivieren.

➋ Router absichern: Firewall des Routers aktivieren, voreingestelltesPasswort ändern.

➌ Starke Passwörter verwenden, keine Werkseinstellungen, jedes Gerät individuell absichern.

*Quelle: Bundesamt für Sicherheit und Informationsschutz (BSI)

Nachrüstung, geht das?

Die meisten Geräte sind zur Nachrüstung geeignet, schnell installiert und benötigen keine Umbauten. Der Einstieg ins Smart Home gelingt am besten Schritt für Schritt mit der Frage: Wo möchte ich Energie sparen oder Komfort gewinnen? Für viele sind das die Heizung und Beleuchtung. Smarte Thermostate lassen sich z.B. meist einfach gegen vorhandene Regler austauschen und sofort per App steuern.

EU-Datenschutz­regeln für smarte Geräte

Fast alle elektronischen Geräte sammeln Daten: Auch im Smart Home ist das nicht anders. Seit 12. September 2025 müssen Hersteller praktisch aller internetfähigen Alltagsgeräte in der EU transparent machen, welche Daten ihre Geräte sammeln. Das neue EU-Datengesetz gibt Verbrauchern so mehr Kontrolle über ihre persönlichen Informationen, wenn sie vernetzte Geräte verwenden. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, gespeicherte Daten jederzeit einsehen und löschen lassen zu können.