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Größte Floating-PV-Anlage

STADTWERKE ZEITUNG


Die Floating-PV-Montage auf dem Ostsee ist abgeschlossen.
Foto: Andreas Franke – www.lausitzbilder.de

Auf dem Cottbuser Ostsee

Größte Floating-PV-Anlage

Am Ostufer des Cottbuser Ostsees ist Deutschlands größte schwimmende Solaranlage entstanden. Sie soll bis zum Sommer an den Start gehen und dann jährlich 29.000 MWh Strom erzeugen.

Das Leuchtturm-Projekt der LEAG nimmt mit 16 Hektar etwa ein Prozent der Seefläche auf dem Bergbaufolgesee ein. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Montage abgeschlossen. Mehr als 51.000 Solarmodule auf rund 1.800 Schwimmkörpern, den sogenannten Solarbooten, sind auf dem Cottbuser Ostsee schwimmend an 34 im Ostseeboden eingebauten Dalben montiert worden. Hinzu kamen 88 Wechselrichter, acht Trafostationen und zwei Mittelspannungssysteme.

In der letzten Bauphase sollten unter anderem mittels Spülbohrung auf einer Länge von 420 Metern zwei Rohre in einer Tiefe von bis zu sechs Metern unter dem Seeboden zwischen PV-Anlage und Seeufer verlegt werden – für die 30-kV-Mittelspannungs- und das Glasfaserkabel als Kommunikationsverbindung.

„Unser Ziel ist eine planmäßige Inbetriebnahme im 1. Halbjahr“, erklärt LEAG-Sprecherin Kathi Gerstner gegenüber der SWZ. Die sei vor allem abhängig von der Umsetzung des Solarpakets 1. „Für das seit Mai 2024 geltende Gesetz fehlen für einige wesentliche Änderungen nach wie vor die erforderlichen Genehmigungen der EU-Kommission. Das betrifft unter anderem die Vergütung und das Ausschreibungssegment für besondere Solaranlagen wie Floating-PV.“

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Wenn Solarparks baden gehen

STADTWERKE ZEITUNG


Deutschlands größte Floating-PV-Anlage auf dem Cottbuser Ostsee soll in der 1. Jahreshälfte ans Netz gehen. Im Foto sieht man die finale Kontur, alle Solarmodule sind montiert.
Foto: Andreas Franke – www.lausitzbilder.de

Trend Floating-PV

Wenn Solarparks baden gehen

Nanu, was schwimmt denn da? Auf Deutschlands größtem Bergbaufolgesee, dem Cottbuser Ostsee, sind auf etwa 16 Hektar (entspricht 22 Fußballfeldern) 51.000 Solarmodule montiert. Deutschlands größte Floating-Photovoltaik-Anlage des Energiekonzerns LEAG soll noch im 1. Halbjahr 2025 an den Start gehen, jährlich 29.000 MWh Strom erzeugen und somit den Jahresverbrauch von rund 8.250 Haushalten abdecken. Die schwimmende Photovoltaik, ein Trend mit Zukunft?

Von Brita Friedel,

Projektleiterin Energie

Das Fraunhofer-Institut hat jüngst in einer Studie mit RWE die Möglichkeiten der schwimmenden Solaranlagen auf künstlichen Seen ausgelotet. Das Ergebnis: Deutschland hat ein erhebliches Potenzial. Wir sprachen darüber mit Dr. Karolina Baltins, der Studienautorin und Leiterin Themenfeld Schwimmende Photovoltaik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.

Floating-PV-Expertin Dr. Karolina Baltins vom Fraunhofer SE.

Foto: Fraunhofer SE

Zunächst einmal, was erklärt den Trend Floating-PV? Spielen Verfügbarkeit von Freiflächen und Landnutzungskonflikte in der Landwirtschaft eine Rolle?

Dr. Karolina Baltins: Also das ist tatsächlich so. Die Ausbauziele hinsichtlich der Solarenergie sind ganz klar definiert. In Deutschland sollen bis 2030 etwa 215 Gigawatt Peak installiert werden. Das ist das Fünffache von dem, was bis Ende 2023 installiert wurde. Schauen wir bis 2040; bis dahin soll die PV-Leistung von 215 auf 400 Gigawatt-Peak steigen. Das sind beeindruckende Zahlen und Flächen. Wir werden nicht umhin kommen, weiterhin große Solarparks zu installieren, um unsere Ziele zu erreichen. Technologien wie Floating-PV (FPV) unterstützen letztendlich diese Pläne und können einen wichtigen Baustein im Gesamtkonzept für die Energiewende darstellen. Im Gegensatz zu Solaranlagen auf dem Festland beansprucht FPV keine Flächen, die für die Lebensmittelproduktion genutzt werden könnten. Zudem ermöglicht diese Technologie eine sinnvolle Nutzung der zahlreichen Seen, die durch den Kohleabbau oder die Kiesgewinnung entstanden sind und weiterhin entstehen.

In der Potenzialanalyse wurde untersucht, wo schwimmende Solarparks in Deutschland möglich seien. Wie sind Sie da herangegangen?

Die Potenzialabschätzung dient als Grundlage, um mögliche Einsatzgebiete für FPV-Systeme in Deutschland zu identifizieren und erste Einschätzungen zur Nutzbarkeit zu liefern. Wir haben für die GIS-Analyse die künstlichen Seen in Deutschland betrachtet. Zunächst haben wir aus den Geoportalen der verschiedenen Bundesländer sowie hauptsächlich aus OpenStreetMap die Informationen zu Gewässerflächen zusammengesucht und nur diese mit mindestens einem Hektar Größe für weitere Analysen betrachtet.

Das waren über 6.000 künstliche Gewässer in Deutschland mit einer Fläche von über 90.000 Hektar. Herausgerechnet wurden ebenfalls Wasserflächen mit Schutzgebieten wie Naturschutzgebieten und zur Wasserversorgung. Dann wurden die technischen Potenziale und technischen Einschränkungen betrachtet. Das sind die Mindesttiefverschattung oder der Abstand zum Ufer. Gesetzliche Vorgaben wie durch das Wasserhaushaltsgesetz schreiben eine maximale 15-prozentige Gewässerbelegung und 20 Meter Abstand zum Ufer vor. Anhand der Kriterien wurde die mögliche zu gewinnende Energie nach verschiedenen Ausrichtungen der Anlage berechnet. Dann sind wir einen Schritt weitergegangen als die bisherigen gesetzlichen Vorgaben und haben auch eine Gewässerbelegung von 25 % und 35 % angeschaut.

Was waren die Ergebnisse?

Deutschland hat ein großes Potenzial für schwimmende Photovoltaik. Von bisher 21 Megawatt Peak (MWp) installierter und 62 MWp in Genehmigung oder Konstruktion befindlicher PV-Leistung sind weitere 1,8 Gigawatt Peak (1 Gigawatt entspricht 1.000 Megawatt) in Südausrichtung möglich beziehungsweise 2,5 Gigawatt Peak (Ost-Westausrichtung) PV-Leistung, die auf Deutschlands künstlichen Seen installiert werden könnte. Um noch mehr Gewässerfläche für Solar zu nutzen, müsste die 15 -Prozent-Regelung gelockert werden.

Welches Potenzial hat denn Brandenburg?

Was die Anzahl der Gewässer (theoretisches Potenzial) betrifft, steht Brandenburg hinter Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen an fünfter Stelle bundesweit. In Brandenburg handelt es sich dabei überwiegend um viele kleinere Flächen. In Bezug auf die Anzahl der Wasserflächen belegt Brandenburg den 3. Platz. Hinsichtlich der Fläche in Hektar, den 5. Platz. Bezüglich einer zu erwartenden PV-Leistung rangieren Sachsen und Brandenburg unter den Bundesländern mit den höchsten Potenzialen.

Wie sieht es mit der Akzeptanz bei Floating-PV aus?

In Regionen, die sehr lange in der Historie schon ihre Ressourcen zur Energiegewinnung zur Verfügung gestellt haben, wird auf das Thema natürlich empfindlicher reagiert. Die größten Bedenken sind tatsächlich der Einfluss auf das Gewässer und auf die Gewässerökologie. Wasser ist unser wertvollstes Gut und Deutschland wählt bei der Regulierung neuer Technologien meist den vorsichtigeren Weg und lockert erst bei entsprechendem Wissensstand. Eine schwimmende Solaranlage schattet einerseits den darunterliegenden Teil des Sees ab und verändert andererseits die Windverhältnisse an der Oberfläche. Beides kann die Durchmischung des Gewässers beeinflussen, was wiederum die Nährstoffkonzentrationen im Wasser verändern kann. Bis jetzt konnte aber in diesem Bereich nicht nachgewiesen werden, dass es bei einer PV-Belegung auf Seen, die wir jetzt in Deutschland haben, einen negativen Impakt gibt. Es gibt auch positive Einflüsse von Floating-PV, wie der Schutz vor Wasserverdunstung. Oder Stichwort Algenwachstum, letztendlich kommt es zur Abschirmung von der direkten Sonneneinstrahlung des Gewässers. Das kann auch zum Beispiel helfen, dass das Gewässer sich nicht so stark aufwärmt. Positiv kann sein, dass die Anlage einen Schutz für die Fische im Gewässer bietet. Negativ, dass sich ein Kormoran auf die Anlage setzt. Aber deswegen sagen wir auch, dass in diesem Bereich noch jede Menge Forschung notwendig ist. Und da ist Deutschland wirklich sehr weit vorne.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Neues Ausbildungsjahr gestartet

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Die Durchstarter 2024/25: Die zehn Auszubildenden und Studenten der Stadtwerke Schwedt mit Geschäftführer Dirk Sasson (re.) und ihren Ausbildern.


Foto: SWS

Neues Ausbildungsjahr gestartet

„Das Beste an den Stadtwerken ist …?“

Das wollten wir von den „Neuen“ wissen. Das Ausbildungsjahr 2024/25 hat begonnen! Der Unternehmensverbund Stadtwerke Schwedt ermöglicht in diesem Jahr gleich zehn jungen Menschen aus der Region den Berufsstart.

  • Foto: SWS

    Maja Rußbült startete am 1. 9. eine Ausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing im Kundenzentrum bei den Stadtwerken Schwedt. „Zur Ausbildungsmesse sam im vergangenen Jahr habe ich mich am Stand der Stadtwerke über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten erkundigt“, sagt die 19-Jährige. „Ich wollte gern in der Region bleiben, einen Beruf erlernen, der auch später Bestand hat und vor allem in einem zukunftssicheren Unternehmen arbeiten, in dem man sich weiterentwickeln kann.“ Schon jetzt schätzt Maja Rußbült die gesundheitlichen Angebote, wie die „aktive Pause“, und das täglich frisch gekochte Mittagessen aus regionalen Produkten. Betriebseigene Kantine sei Dank

  • Foto: SWS

    Sinah-Michelle Wulff begann ihre Ausbildung zur Sport- und Fitness- kauffrau im AquariUM Schwedt. „Nach dem Abitur war für mich von Anfang klar, dass ich etwas Aktives machen und nicht den ganzen Tag rumsitzen möchte.“ Die Stadtwerke kannte die 20-Jährige bereits von ihrem Bruder und hat im Internet auf der Homepage gezielt nach Stellenanzeigen gesucht, die ihre In- teressen abbilden. „Mir war wichtig Kontakte zu haben, mit den Kunden und im Team zu arbeiten. Im Team kann ich mich austauschen und viel effizienter arbeiten. Wenn ich selbst etwas nicht weiß, hilft ein anderer weiter. So kommt jeder schneller voran.“

Zehn auf einen Streich

Der Stadtwerke-Nachwuchs in diesem Jahr ist rekordverdächtig! Und das hat seinen Grund. Ausbildungsleiterin Susanne Diesterweg: „Für die Wiedereröffnung des AquariUM werden neue Mitarbeitende benötigt. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bilden wir junge Talente zum Fachangestellten für Bäderbetriebe und Sport- und Fitnesskaufmann über 3 Jahre aus.“
Der Unternehmensverbund sieht zu- dem seine Verantwortung für die Region. „Wir sind eine treibende Kraft des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens in der Stadt Schwedt“, so Susanne Diesterweg. „Gerade junge Menschen möchten ihre Talente und Fähigkeiten sinnstiftend einbringen, sich neuen Herausforderungen stellen und Einfluss nehmen. Durch die Ausbildung bei uns wird ihnen die Gelegenheit gegeben, Verantwortung zu übernehmen, Dinge zu bewegen und zu verbessern.“
Auch für das kommende Jahr werden wieder engagierte Berufsanfänger in den Bereichen IT, Elektronik, Bäder und Freizeit gesucht.

Aktuellen Studien- und Ausbildungsangebote

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Fassadenkunst

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Industriemalerei am EEW-Kraftwerk in Premnitz (Havelland). Der „Havelspaziergang“ ist Brandenburgs größtes Gemälde und gleich prominent sichtbar, wenn man die Stadt mit Auto oder Bahn erreicht.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Fassadenkunst

Schöne Illusionen

Technische Bauwerke erfüllen eher funktionale Anforderungen, als dass sie durch ihr Design eine besondere Außenwirkung haben müssen. Aber es geht auch anders. Ein Fassadenkünstler aus dem Havelland hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Industriegebäude und kahlen Fassaden von Hauswänden nicht nur zu verschönern. Der Premnitzer Marco Brzozowski nutzt sie als überdimensionale Leinwände seiner Fantasien und schafft mal fotorealistische Gemälde, mal dreidimensionale Illusionen, die dem Betrachter völlig neue Wirklichkeiten schenken.

Auch das größte Gemälde Brandenburgs stammt von ihm. Es findet sich in seiner Heimatstadt Premnitz. Der „Havelspaziergang“ prangt seit 2020 auf 2.250 Quadratmetern am EEW-Kraftwerk Premnitz. Wer mit dem Zug anreist oder über die B 102 aus der Stadt Brandenburg kommend nach Premnitz fährt, kann schon von weitem die Industriemalerei nicht übersehen. Es ist ein echter Hingucker. Gänse und Schwäne sind abgebildet, man sieht Flora und Fauna. Die Müllverbrennungsanlage verschmilzt so fast mit der Umgebung. „Es ist eine Art Ode an das Westhavelland, an das Naturschutzgebiet und an die Havel“, erklärt der Fassadenkünstler Marco Brzozowski alias „306art“. In der Nachbarstadt Rathenow finden sich faszinierende Illusionen an Giebelwänden, unter anderen ein Prisma, in dem Licht bricht. Es soll an Johann Heinrich August Duncker, als Begründer der optischen Industrie in Deutschland erinnern.

Fassadenkünstler Marco Brzozowski.
Fotos: www.360art.de

Der gelernte Mediengestalter für Design hatte sich 2007 mit seiner Graffitti-Kunst selbstständig gemacht. Angefangen hatte alles in Schwedt. „Mein Grundgedanke war: Welche Stadt kann Farbe vertragen?“, erinnert er sich. Ihm fiel der Ausflug seines Handballvereins TSV Chemie Premnitz Anfang der 90er Jahre nach Schwedt ein. „Damals dachte ich, ,Oh Gott, alles so grau’.“ Er schrieb die Stadtwerke Schwedt an und traf auf Interesse. „Wir haben gleich losgelegt, Ideen entwickelt, Entwürfe umgesetzt.“ In Schwedt wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Insgesamt 8.000 m2 grauer Beton verwandelten sich über die Jahre in Kunstwerke. Wärmeübertragungsstationen (WÜST) wurden „Unterwasserwelten“, oder einem „Monument der Elektrizität“. Auch Wohnungsbaugesellschaften ließen hier kahle Fassaden und Giebel verschönern.

Die neue Fassade der Wärmeübertragungsstation in Schwedt soll Einblicke in die Wärmeversorgung geben: Ähnlichkeit der Gesichter der Tiere mit Stadtwerke-Mitarbeitern sind natürlich rein zufällig.
Fotos: www.360art.de

Gebäude optisch öffnen

„Mein größter Lohn ist, wenn Leute zu mir kommen und sich bedanken. Das ist meine Motivation“, sagt er. Auch in diesem Sommer konnten die Schwedter ihm über die Schulter schauen. Nach der energetischen Sanierung der WÜST neben der Talsand-Gesamtschule wurden auch die Fassadenbilder „Schwedter Tierpark“ erneuert (siehe Foto unten). Mit einem frischen Motiv. Dabei wurde das technische Gebäude vom Künstler visuell geöffnet. „Man guckt nun rein, da drinnen ist viel Grün, viel Pflanzen, viel Technik zur Wärmeversorgung und Erneuerbaren Energien zu sehen“, erklärt er. Die beliebten Tiere durften bleiben, nahezu am gleichen Platz, nur im anderen Gewand. Für solch ein Projekt „verschwindet“ schon mal der Inhalt von 1.000 Sprühdosen auf der Fassade.

Die eigentliche Arbeit beginnt aber schon viel früher – mit einer Idee, mit Bildern im Kopf, die am Computer zum Leben erweckt werden müssen. Die Übertragung eines Entwurfes auf die Fassade erfolgt dann immer in Schichten. Der Künstler sprüht sich von „hinten nach vorne“. Zuerst entstehen z.B. Horizont und Himmel, die Mimik von Gesichtern etwa ganz am Ende. Die Bilder sollen dabei immer einen Bezug zu den Menschen haben, die im Umfeld leben. Sie sollen sich wiederfinden.

Für die Darstellung des ganz normalen Lebens der Bewohner in einer „Platte“ bekam der Künstler von der Stadt Bernburg den Stadtverschönerungspreis 2021.
Fotos: www.360art.de

Besonders gut ist Marco Brzozowski das bei der Verschönerung eines sanierten 70er-Jahre-Wohnquartiers in der Stadt Bernburg (Sachsen-Anhalt) gelungen. Mit einem aufwändigen 3-D-Fassadenbild stülpte er das vielfältige Leben der Bewohner im Inneren der „Platte“ nach außen. Dafür gab es den Stadtverschönerungspreis 2021.

Alles nur eine Illusion: Eine Familie in Angermünde wünschte sich ein „Hundertwasserhaus“.
Fotos: www.360art.de

Heute schätzen deutschlandweit Industrie- und Wirtschaftsunternehmen, Energieversorger, Stadtwerke, Wohnungsbauunternehmen sowie Städte und Gemeinden die Kreativität des Premnitzers. Aber es kommt auch vor, dass sich Privatleute an ihn wenden. Und so steht nun in Angermünde (Uckermark) ein Hundertwasserhaus – zumindest die Illusion davon. Die Besitzer des Wohnhauses hatten sich eine Fassade in der Anmutung des österreichischen Künstlers gewünscht.

Mehr zur Kunst am Bau

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Spreewälder Weihnachtszauber

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Bei der Luckauer Altstadtweihnacht ist die Abholung des Weihnachtsmannes ein Höhepunkt.
Foto: Landesgartenschau Luckau 2000gGmbH

Die schönsten Adventsmärkte

Spreewälder Weihnachtszauber

Die Adventszeit steht fast vor der Tür. Mit ihr beginnt auch die lang ersehnte Weihnachtsmarktsaison. Für alle, die gern den Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein in der Nase haben, weihnachtliche Klänge inmitten von Lichterglanz mögen, haben wir eine Übersicht über die schönsten Märkte und Feste zur Vorweihnachtszeit in der Region zusammengestellt.

  • Spreewaldweihnacht Lehde und Lübbenau

    Foto: Willi Löben

    1. Adventswochenende: 30. 11./01. 12.
    2. Adventswochenende: 07. 12./08. 12.

    Von der Hafenweihnacht am Großen Hafen in Lübbenau kann man in warmen Wolldecken gehüllt zu einer winterlichen Kahnfahrt zum Weihnachtsmarkt „Weihnachten wie´s früher war“ im Freilandmuseum Lehde starten.

    Alle Infos und Kahntickets

  • Luckauer Altstadtweihnacht

    Logo: Landesgartenschau Luckau 2000gGmbH

    Freitag, 06. 12., 16 – 22 Uhr

    Glühweinmeile in der Altstadt: Nach der Eröffnung bei weihnachtlichen Klängen wird das Adventskalendertürchen (17 Uhr) mit dem Posaunenchor Gießmannsdorf geöffnet. Es folgt der Lampion-umzug (17.30 Uhr Treffpunkt Rathaus).

    2. Adventssamstag: 07. 12., 12 – 21 Uhr.

    Beim Weihnachtsmarkt vom Töpferbrunnen bis zum Marktplatz können sich Besucher wieder auf den Stollenanschnitt (14 Uhr) und die Abholung des Weihnachtsmannes (15 Uhr) sowie Bühnen-programm u. a. WEIHNACHTS-VARIETE (16. 15 Uhr) und Sternenzauber Puppentheater (17. 30 Uhr) freuen.

    Das ganze Programm

  • Kinderweihnachtsmarkt in Dahme/Mark

    2. Adventssamstag: 7. 12. ab 14. 30 – 19 Uhr.

    In der weihnachtlich geschmückten Sportwelt Dahme finden Kinder alles, was das Herz begehrt. Tolle Bastelangebote, Spiele und Bühnenprogramm – dazu gibt es Kaffee und Kuchen.

  • Spreewaldzauber – die weihnachtliche Theaterkahnfahrt

    Foto: Marko Schröter

    3. Adventswochenende:
    14. 12., 15 bis 17. 30 Uhr und 15. 12., 15.  – 17. 15 Uhr.

    Ab Kleiner Hafen „Am Spreeschlösschen“ in Lübbenau starten im 15-Minuten-Takt Kahnfahrten durch beleuchtete Spreewaldlandschaften mit Schauspiel, Musikeinlagen und Sagengestalten.

    Infos und Tickets

  • Lübbenauer Weihnachtsmarkt

    3. Adventswochenende:
    14. 12. ab 12 Uhr und 15. 12. ab 14 Uhr.

    Weihnachtlich geschmückte Holzhütten in der Lübbenauer Altstadt rund um den Kirchplatz, in der Spreestraße in Lübbenau und am „Kleinen Hafen am Spreeschlößchen“. Dazu Bühnenprogramm, kulinarische Köstlichkeiten, erzgebirgische Holzschnitzkunst.

  • Golßener Weihnachtsmarkt

    3. Adventssamstag: 14. 12. ab Nachmittag.

    Rund um das Golßener Schloß lädt wie jedes Jahr am Samstagnachmittag/-abend des 3. Adventswochenendes die Dorfgemeinschaft Altgolßen e.V. & Vereinsring Golßen zum Weihnachtsmarkt. Weihnachtliche Stände laden zum Beisammensein und Verweilen!

  • Weihnachtsmarkt Dahme/Mark

    Foto: THV Dahme/Mark e.V.

    3. Adventssamstag: 14. 12. ab 13 Uhr.

    Regionale Vereine und Verbände sorgen für weihnachtliches Flair auf dem Töpfermarkt und stimmen besinnlich auf die Adventszeit ein.

  • Großes Weihnachtssingen Lübbenau – Wotschofska

    Foto: Leon Kopsch

    4. Adventssamstag:
    21. 12., 12 – 17 Uhr.

    Harmonievolle Chormusik bei knisterndem Schwedenfeuer tief im Spreewald gelegenen Gasthaus Wotschofska (Foto re.) – erreichbar zu Fuß, Kahn oder Paddelboot.

    Mehr Infos

Herzlichen Glückwunsch!

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Das extra große Kreuzworträtsel zum Jahresende

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Gewinnspiel

Das extra große Kreuzworträtsel zum Jahresende

Liebe Leserinnen und Leser!
mit großen Schritten gehen wir auch schon auf die schöne Adventszeit zu. Die Vorweihnachtszeit, das sind duftende Plätzchen, Lichterglanz überall zur dunklen Jahreszeit und die große Sehnsucht nach Besinnlichkeit.

Bei unserem diesjährigen kniffligen Rätselspaß zum Jahresende ist eine unregelmäßige Lichterscheinung gesucht, die für Glanz, Gemütlichkeit und für romantische Stimmung beim langen Warten auf Weihnachten sorgt. Schreiben Sie uns das Lösungswort und gewinnen Sie 7 x 100 Euro!

  • Sie haben das Lösungswort erraten?

    Schicken Sie die Antwort bitte bis zum 6. Januar 2024 an:
    SPREE-PR
    Kennwort: Jahresrätsel
    Zehdenicker Str. 21, 10199 Berlin
    oder
    per Mail an: swz@spree-pr.com

    Viel Glück!

    Der gesuchte Begriff der vergangenen Ausgabe lautete „Libbenichen“. Gewonnen haben 20 Euro Tomas Beyer aus Lübbenau/Spreewald OT Ragow, 30 Euro S. Helfrich aus Guben und 50 Euro Bärbel Böse aus Schwedt (Oder).

    Herzlichen Glückwunsch!

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    So profitieren frisch gebackene Prignitzer Eltern bei der PVU

    STADTWERKE ZEITUNG


    Die gebürtige Prignitzerin Lena Pankow begrüßt ihren Sohn Mats. Familie Pankow ist seit Jahren PVU-Kunde und freut sich über den Baby-Bonus.

    Foto: Luisa Kanneberg

    Baby-Bonus auf Energie

    So profitieren frisch gebackene Prignitzer Eltern bei der PVU

    Für Mama Lena Pankow ist es der schönste Moment im Leben: die Geburt ihres Sohnes Mats. Babylachen steigert das Wohlbefinden. Und PVU versüßt frisch gebackenen Prignitzer Eltern wie Familie Pankow das Ereignis noch einmal mit dem Baby-Bonus.

    Die Geburtsurkunde Ihres Kindes ist bares Geld wert. Alle Kinder des Jahrganges 2024 bringen ihren Eltern eine 50-Euro-Ersparnis auf dem Energiekonto – und das gleich pro Sparte. Das heißt, wer spätestens seit diesem Jahr sowohl Strom als auch Erdgas von PVU bezieht, erhält für beide Medien den Nachlass. Dabei gilt der Baby-Bonus für Bestands- und Neukunden der PVU GmbH. Egal, wo in der Prignitz Ihr Zuhause ist.

    Das kommunale Unternehmen zahlte den Baby-Bonus insgesamt knapp 80-mal aus. Damit unterstützt der Versorger Neumamis und -papis. Denn gerade im ersten Lebensjahr steigt besonders der Energiebedarf. Da wollen Strampler blitzsauber gewaschen, das Badewasser auf Wohlfühltemperatur erhitzt und mehr Mahlzeiten als bisher auf den Tisch gebracht werden. Das kostet!

    Es lohnt sich also, vom Baby-Bonus zu profitieren. PVU überweist den Betrag als Gutschrift auf ein vom Antragsteller angegebenes Konto. Wann? Spätestens drei Monate nachdem der Antrag bewilligt bzw. der Sondervertrag zur Belieferung mit Strom und/oder Gas abgeschlossen wurde.

    Übrigens geht der Baby-Bonus der PVU bereits ins achte Jahr. „Wir freuen uns auch 2025 über jeden Antragssteller und jeden Nachwuchs in der Prignitz“, erklärt Geschäftsführer Holger Lossin.

    Der Baby-Bonus von PVU

     … gilt noch bis zum 31. Dezember 2024 für Bestandskunden und für Neukunden der PVU GmbH. Die Antragsunterlagen für den Baby-Bonus erhalten Sie direkt in einem der beiden Kundenzentren in Perleberg in der Feldstraße 27a. Sie können das Formular auch im Internet unter www.pvu-gmbh.de herunterladen. Einfach ausfüllen und zusammen mit einer Kopie der Geburtsurkunde des Kindes einreichen. Bitte haben Sie Verständnis, dass zum Zeitpunkt des Antrages keine offenen Forderungen bei PVU bestehen dürfen.

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    Neue Forschungsfabrik startet durch

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    Bei der offiziellen Eröffnung von chesco am 24. Mai bekamen Besucher in den Fertigungshallen einen Blick hinter die Kulissen.

    Foto: BTU/Sascha Thor

    Grüne Mobilität der Zukunft

    Neue Forschungsfabrik startet durch

    An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) ist ein einzigartiges Forschungsinstitut für den Mobilitätssektor entstanden: chesco. Das Center for Hybrid Electric Systems Cottbus forscht an alternativen Antrieben für eine branchenübergreifende Anwendung zunächst im Bereich Luftfahrt – später wird auf die Bereiche Automobil, Bahn und Schifffahrt erweitert.

    Ministerpräsident Woidke (SPD) durchschnitt symbolisch zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Land, Stadt und Universität das rote Band zur neuen Forschungsstätte für grüne Mobilität.

    Foto: BTU/Sascha Thor

    Das große Ziel: Eine CO2-freie Mobilität! Drei Fakultäten, mehr als 30 Lehrstühle und Fachgebiete der BTU sind involviert, ein neuer Masterstudiengang ab Semesterstart 2024/25 wurde ins Leben gerufen und im Mai die Forschungsfabrik mit eigenen Fertigungshallen eingeweiht. Rund 100 moderne Fertigungsmaschinen stehen den Wissenschaftlern zur Verfügung – das Neueste vom Neuesten. Das Projekt wird mit rund 238 Mio. Euro von Bund und Land gefördert. Davon wurden bisher knapp 50 Mio. Euro Zuwendung übergeben. Wir sprachen mit einem der Wissenschaftlichen Leiter der Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtung des chesco, Prof. Dr.-Ing. Georg Möhlenkamp, darüber, wie man sich die Arbeit im chesco genau vorstellen muss!

    Prof. Dr.-Ing. Georg Möhlenkamp

    Foto: BTU/Sebastian Rau

    Forschen, entwickeln, testen

    „Zunächst einmal arbeitet chesco auf verschiedenen Ebenen“, erklärt er. „Wir betreiben Forschung in verschiedenen Arbeitsgebieten, in dem wir designen, planen, entwickeln und konstruieren. Das passiert im research center.“ Dabei kommt auch Virtual Reality zur Anwendung. Dann greift der Fertigungsbereich f-merc – das steht für „fast make electrification research center“. „Da wollen wir, wie der Name schon sagt, schnell eigene Prototypen und Komponenten bauen.“ Das dritte Standbein stellt den Testbereich nach luftfahrttechnischen Gesichtspunkten dar. Im Rahmen der Forschungsprozesse wird hier eng mit der Industrie zusammengearbeitet. Das sind zum Beispiel Rolls Royce in Dahlewitz, APUS in Strausberg, die wasserstoffgetriebene Flugzeuge bauen, sowie Airbus und Lufthansa Technik.

    Grundlagen- und Anwendungsforschung sind in der Forschungsfabrik zu Hause.
    Foto: BTU/Sascha Thor

    Hier geht es um passgenaue Lösungen. Mal benötigt ein Partner aus der Wirtschaft Grundlagen-, mal Anwendungsforschung. „Wir sind bereit, nach deren Plänen etwas zu fertigen oder zu testen“, so Prof. Möhlenkamp. „Man muss sich das wie eine Speisekarte vorstellen, von der man wählen kann. Man kann das 3-Gänge-Menü nehmen oder nur ein Gericht.“ Grundsätzlich geht es bei der Forschung nach alternativen Antrieben um eine Problematik: Der Luftverkehr verbraucht Kerosin und verursacht dadurch CO₂ und weitere Emissionen, die sich auf unser Klima auswirken. Etwa fünf Prozent aller Klimaeffekte weltweit entfallen auf den Luftverkehr. Das chesco stellt sich der Herausforderung und sucht nach Lösungen für ein klimafreundliches, emissionsfreies und geräuschärmeres Fliegen.

    „Als Abgas bleibt Wasser”

    Als ein Beispiel nennt der Wissenschaftler Wasserstoff. „Da gibt es zwei Lösungen. Wasserstoff anstatt von Kerosin in Turbinen zu verbrennen. Das ist aber immer noch nicht klimaneutral. Denn dabei entstehen Stickoxyde, wie bei jeder Verbrennung.“ Eine Möglichkeit sei Wasserstoff und Brennstoffzellen zu verwenden. So entsteht in der Brennstoffzelle elektrische Energie für den Antrieb. „Als Abgas bleibt dann nur Wasser“, sagt Prof. Georg Möhlenkamp. „Dieser schadstofffreie Antrieb kommt in Propellerflugzeugen zur Anwendung.“ APUS in Strausberg biete etwa kleine Flugzeuge an, die mit Wasserstoff betrieben werden – sie seien aber noch in der Entwicklung. Und: Je größer ein Flugzeug ist, desto schwieriger wird es.

    Doch wie schafft man es, dass 3 Fakultäten der BTU und mehr als 30 Lehrstühle und Fachgebiete zusammenarbeiten? „Das ergibt sich von ganz allein“, findet der Wissenschaftliche Leiter des chesco. Jeder Lehrstuhl der BTU habe seinen Forschungsschwerpunkt. Und auch Forschungsprogramme haben ganz unterschiedliche Schwerpunkte. „Das matchen wir dann. Ein Beispiel: Wir wollen bei einem Antrieb die Geräuschentwicklung minimieren. Dann wird das Arbeitsgebiet der technischen Akustik hinzugezogen. Oder wir wollen ein Brennstoffzellensystem kühlen. Dann holen wir uns das entsprechende Fachgebiet dazu.“

    Finanzierung über Förderprogramme

    Finanziert wird alles zum großen Teil aus großen Förderungsprogrammen, die nachhaltige Luftfahrtforschung unterstützen. Da ist das Luftfahrtforschungsprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums „LuFo Klima“ für klimafreundliche Antriebe oder das EU-Programm Clean Aviation (dt. saubere Luftfahrt).

    Mit der Erforschung junger Technologien entstehen auch Chancen für die Region neue Geschäftsfelder zu entdecken. Ein Projekt des chesco zur Stärkung der Region ist taf – „Transfer agiler Fertigungsmethoden”. Im Rahmen dieses Projektes zur Strukturstärkung werden Kooperationen mit regionalen Unternehmen durchgeführt und Workshops für kleinere und mittlere Unternehmen angeboten.

    Center for Hybrid Electric
    Systems Cottbus chesco
    Werner-von-Siemens-Straße 7
     03052 Cottbus

    Neuer Studiengang

    Die BTU Cottbus hat zum Semesterstart 2024/25 im Herbst eigens einen neuen Masterstudiengang entwickelt, um ein umfassendes Verständnis des interdisziplinären Themenbereichs hybridelektrische Antriebstechnik zu vermitteln: Hybrid Electric Propulsion Technolgy. Insgesamt sind 800 Bewerbungen aus aller Welt für die ursprünglich 60 geplanten Studienplätze eingegangen. Rund 90 Studierende konnten am Ende den neuen Studiengang starten.

    Workshops bei chesco

    Foto: BTU/Sascha Thor

    Die Forschungsfabrik bietet regelmäßig Weiterbildungskurse und Workshops zu Fertigungsmethoden für Unternehmen in der Lausitz an.

    Sie sind zulassungsfrei.

    Die nächsten Termine:

    28./29.11.2024: Systems Engineering.
    16.01.2025: Cyber-Resilienz und IT-Sicherheit.
    13./14.02.2025: Aufbau Fertigungsumgebung und nachhaltiger Produktionsbetrieb.
    20.02.2025: Produktionsplanung.

    Infos und Anmeldung zu allen weiteren Workshops

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    Bund verteilt Stromnetzgebühren neu

    STADTWERKE ZEITUNG


    So setzt sich der Strompreis in Deutschland zusammen.

    Grafik: SPREE-PR/Uftring

    Brandenburg profitiert

    Bund verteilt Stromnetzgebühren neu

    Die Bundesnetzagentur verteilt die Netzgebühren für den Ausbau der Stromnetze künftig gerechter. Vor allem Stromkunden im Norden und Osten Deutschlands könnten so ab 2025 von niedrigeren Stromkosten profitieren. Auch Brandenburg, das weit vorne beim Ausbau der Wind- und Solarenergie liegt.

    Die Netzgebühren, mit denen die Durchleitung von Strom aber auch der Ausbau der Leitungen finanziert werden, machen auf der Stromrechnung etwa ein Fünftel bis ein Viertel des Gesamtpreises aus. Bislang werden diese Netzkosten regional umgelegt. Das heißt: Betreiber, die wegen des Ausbaus von erneuerbaren Energien ihr Netz besonders stark ausbauen, belasten die dortigen Kunden hoch. Das soll sich ändern.

    Die Bundesnetzagentur will ab 2025 bundesweit einen Finanzausgleich einführen. Demnach sollen Regionen mit viel Wind- oder Solarkraft bei den Stromnetzgebühren entlastet werden. Und Kunden in solchen Regionen, in denen vergleichsweise wenige Erneuerbare-Energie-Anlagen Strom produzieren, am Ausbau beteiligt werden. Stromkunden in Nordrhein-Westfalen profitieren von dieser Regelung eher weniger.

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    Jetzt kommen die dynamischen Stromtarife

    STADTWERKE ZEITUNG


    Der Strompreis ändert sich stetig – meistens sogar stündlich. Diese Schwankungen hängen von einigen Umständen ab, etwa der Nachfrage durch die Verbraucher (höher in den Morgen- und Abendstunden) und der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien. An Tagen mit reichlich Wind und Sonne kann der Strom mitunter günstiger verkauft werden, als er kostet, da er dennoch verbraucht werden muss.

    Grafik: SPREE-PR/Uftring

    Das sind die Vor- und Nachteile

    Jetzt kommen die dynamischen Stromtarife

    Ab 2025 müssen alle Stromversorger unabhängig von ihrer Kundenzahl dynamische Tarife anbieten. Kunden können Strom dann nutzen, wenn er besonders günstig ist und so Kosten sparen. Möglich macht das das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende, das im April 2023 verabschiedet wurde. Wie funktioniert das genau?

    Hinter dynamischen Stromtarifen verbirgt sich eine Idee: Haushalte zu motivieren ihren Verbrauch anzupassen. Sie könnten etwa mehr Energie nutzen, wenn erneuerbare Energien viel Strom erzeugen oder nachts, wenn wenig Energie verbraucht wird. In den letzten Jahren hat die Energiewende an Fahrt aufgenommen, und mit ihr steigt der Druck, die Energieinfrastruktur effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.

    Moderne Zähler

    Ein zentraler Baustein dieser Entwicklung ist die Einführung von Smart Metern und die damit verbundene Möglichkeit variabler Stromtarife nutzen zu können. Die Messstellenbetreiber sind per Gesetz beauftragt, die angeschlossenen Verbrauchsstellen schrittweise mit Smart Metern auszustatten. Jeder Haushalt bekommt ab Januar 2025 das Recht, einen Smart Meter einbauen zu lassen. Es gibt aber keine Pflicht dazu! Von 2025 bis 2030 sollen nur Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden (durchschnittlicher Jahresstromverbrauch von 4 Personen im Einfamilienhaus: ca. 4.000 kWh) oder einer Photovoltaik-Anlage mit mehr als sieben Kilowatt installierter Leistung mit intelligenten Messsystemen ausgestattet werden. Nur wer Smart Meter nutzt, kann von dynamischen Tarifen profitieren.

    Wie funktioniert das?

    Der Preis für Strom wird nicht pauschal berechnet, sondern je nach Tageszeit und Netzbelastung. Im Gegensatz zum herkömmlichen, fixen Strompreis, variiert der Strompreis beim dynamischen Stromtarif – denn er ist an den Börsenpreis gekoppelt und wird stündlich ermittelt. In Zeiten hoher Nachfrage, etwa abends, kann der Strom teurer sein, während er in Zeiten geringer Nachfrage, beispielsweise nachts, günstiger angeboten wird.

    Für wen lohnt sich das?

    Vor allem Haushalte mit hohem Energieverbrauch, der sich zeitlich verschieben lässt, können mittels dynamischer Tarife unter Umständen Stromkosten sparen. Wer etwa sein E-Auto mit eigener Wallbox lädt, profitiert von der Flexibilität. Günstige Börsenpreise wirken sich direkt auf Verbraucherpreise aus. Intelligente Messsysteme melden die Energieverbräuche automatisch an den Messstellenbetreiber. Ein Abschlag ist bei dynamischen Tarifen nicht erforderlich, eine Abrechnung erfolgt laut Energiewirtschaftsgesetz monatlich. So haben Verbraucher immer ihren Stromverbrauch im Blick!

    Was sind die Nachteile?

    Kunden dynamischer Stromtarife tragen das Risiko hoher Börsenpreise alleine. Die Strompreise sind wenig planbar, es gibt wahrscheinlich Monate mit hohen und andere mit niedrigen Kosten.

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