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Rätsel: Nun lass mal die Kirche im Dorf!

STADTWERKE ZEITUNG


Rätsel

Nun lass mal die Kirche im Dorf!

1.500 Dorfkirchen gibt es im Land Brandenburg. Sie sind Wahrzeichen, Kulturdenkmal und meist Mittelpunkt vieler Orte. Sehenswert ist das wiederaufgebaute Kleinod von Küstrinchen, unweit der Stadt Lychen in der Uckermark.

Die Hennickendorfer Kirche ist nicht nur ein historisches Wahrzeichen des Ortes, sondern liegt auch direkt an einer Bushaltestelle.
Foto: SPREE-PR/Arbeit

Das frisch geweißte Gemäuer der Kirche leuchtet am nördlichen Ende des Dorfangers. Errichtet auf Geheiß des damaligen Kirchenpatrons von Arnim-Boitzenburg als Ersatz der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten ursprünglichen Kirche, fand hier 1975 der letzte Gottesdienst statt. Danach verfiel die Heimstatt der immer kleiner werdenden evangelischen Gemeinde von Küstrinchen. 1984 wurden die Glocken verkauft, dann nutzte der Forstbetrieb das noch immer geweihte Gebäude für die Lagerung von Futtergetreide – Gottes Haus wurde zur profanen Scheune.

Auch nach der Wende verkam die Kirche weiter – bis der „Förderverein Küstrinchen e. V.“ für den schrittweisen Wiederaufbau sorgte. Balken wurden ausgetauscht, das Dach neu gedeckt und ein Stromanschluss kostengünstig von einem örtlichen Betrieb gelegt.

Wermutstropfen: Der 1720 von Heinrich Bernhard Hattenkerell geschaffene Altartisch sowie eine Kanzel, die laut Inschrift aus dem Jahr 1691 stammt, fehlen. Um sie vor dem Zerfall zu schützen, wurde beides in die Kirche im südlich gelegenen Hennickendorf ausgelagert. Dort hatte man die wertvollen Gaben aufwendig restaurieren lassen und auch für den Gottesdienst genutzt. Nach mehr als 40 Jahren will man die liebgewonnenen Artefakte nicht wieder hergeben. Noch streiten sich die beiden Schwestergemeinden darum. Aber auch ohne Altartisch und Kanzel lohnt sich ein Ausflug in die Kirche von Küstrinchen. Wer sie besichtigen möchte – bitte vorher anmelden.

Förderverein Dorfkirche

Küstrinchen e. V., Udo Gomoll
17279 Lychen
Küstrinchen 16
Tel.: 039888 2120
E-Mail: kirche@kuestrinchen.de

  • In welchem Landkreis liegt die Kirche Hennickendorf?

    _ _ _R _ _ _ _ _ – _ _ _ R _ _ _ _

    Schicken Sie die Antwort bis
    zum 25.10.2026 an:

    Kennwort: Hennickendorf

    Zehdenicker Str. 21
    10119 Berlin
    oder per Mail an:
    swz@spree-pr.com

    Viel Glück!

    Bitte geben Sie Ihre Adresse an, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Durch die Teilnahme am Gewinnspiel geben Sie, basierend auf der EU-Datenschutzgrundverordnung, Ihre Einwilligung für die Speicherung personenbezogener Daten. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

    Gewinnen Sie: 4 x 30€

    Die Gewinner des Sommerrätsels:

    Herzlichen Dank für Ihre vielen Zuschriften mit dem richtigen Lösungswort SIEBZEHN. 
    Je 30 Euro gewonnen haben: R. Panschuk aus Premnitz, V. Brocker aus Casekow, C. Dräger aus Sonnenberg und E. Hänchen aus Forst/Lausitz. 

    Je 40 Euro gehen an: M. Fitzner in Schenkendöbern, B. Rogsch in Uckerfelde, N. Lindenau in Zehdenick OT Osterne und R. Stachetzki in Guben.
     

    Herzlichen Glückwunsch!

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    Saubere Wäsche und neuer Lesestoff

    STADTWERKE ZEITUNG


    Tipps für umweltfreundliches Waschen

    Saubere Wäsche und Natur

    Mit jedem Waschgang von Waschmaschine & Co. fließen Chemikalien und Plastik aus Kleidung und Waschmitteln in die Umwelt. Schon kleine Veränderungen im Waschverhalten können große Wirkung zeigen. Wir geben Tipps, die dem Wasser helfen, Ihren Geldbeutel schonen und die Wäsche sauber machen.

    Zerkleinerte Kastanien in heißem Wasser einen Tag ziehen lassen – fertig ist der Sud. Auf die Schnelle reichen geviertelte Kastanien, besser für die Waschleistung ist es, die Baumfrüchte im Mixer zu zerkleinern.

    Foto: SPREE-PR/Friedel

    Welches Waschmittel?

    Konzentrate sind umweltschonender als riesige Jumbo-Packungen, die voller zusätzlicher, aber funktionsloser Füllstoffe wie Salze sind. Flüssigwaschmittel enthalten mehr Chemikalien, belasten die Kläranlagen deshalb noch stärker und lassen sich, wenn sie in „Caps“ oder „Pods“ verpackt sind, nicht einmal dosieren. Enthärter und Fleckenentferner sollten nur bei Notwendigkeit verwendet werden. Also: Statt auf konventionelle Alles-in-einem-Waschpulver lieber auf einzelne Komponenten zurückgreifen.

    30° reicht

    Viel hilft nicht viel. Wäsche wird auch bei 30 Grad sauber, und das ist gerade bei hartem Wasser von Vorteil. Kalkstein fällt erst ab ca. 50 °C nennenswert aus. Wer also bei 20–40 °C wäscht, benötigt weniger Enthärter, schont Umwelt und Geldbeutel zusätzlich. Auch hier gilt: Waschmittelkonzentrat ohne Enthärter und Bleichmittel nutzen, je nach Wasserhärte dosieren und Enthärter gezielt anwenden und nicht nach dem Gießkannen-Prinzip. Die 60 °C-Wäsche für Handtücher verhindert zwischendurch Keime in der Waschmaschine.

    Kastanien zum Waschen?

    Ja, man kann auch ganz auf herkömmliche Waschmittel verzichten. Eine besonders umweltschonende Alternative bieten Kastanien – also die nicht essbaren Rosskastanien. Sie enthalten sogenannte Saponine, die wie Seife wirken. So geht‘s: Kastanien sammeln, vierteln oder im Mixer schreddern, das Granulat trocknen und in verschlossenen Gläsern lagern. Für die Maschinenwäsche ca. 70 g Granulat mit 200 ml heißem Wasser übergießen, einen Tag ziehen lassen und den abgegossenen milchigen Sud ins Waschfach geben. Sieben bis acht Kilo Rosskastanien reichen für das ganze Wäschejahr.

    Lesestoff

    Krise in der Lebensmitte?

    Viele Menschen werden von den Veränderungen um die 50 überrascht, manche gar aus der Bahn geworfen. Midlife-Crises wird es gern bei Männern genannt, bei Frauen sind die Wechseljahre oft die Erklärung für alles. Die 1972 in Ost-Berlin geborene Autorin Doreen Mechsner hat ihre eigenen Erfahrungen mit solchen Überraschungen und die anderer Menschen aufgeschrieben: Acht Männer und acht Frauen erzählen von sich, ihren Gedanken, Gefühlen, Verwirrungen, Erkenntnissen und den Turbulenzen in der verrückten Zeit in der Mitte des Lebens.

    Ausgewechselt

    Gespräche über die Lebensmitte
    17 Euro
    Umland-Verlag
    ISBN
    978-3-9827367-9-2

    Ein Schelm namens Hannes

    Gespräche über die Lebensmitte
    17 Euro
    Umland-Verlag
    ISBN 978-3-9827367-9-2

    Hannes taumelt in „Blender“, dem Schelmenroman von Anke Engelmann, auf absurde Weise durch sein Leben in der DDR. Erst bespitzelt er im Auftrag der Stasi den Philosophen Ernst Bloch in Tübingen, dann fälscht er für das MfS Kunst und lernt so DDR-Starmaler Werner Tübke und dessen Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen kennen. Zwischendurch landet Hannes immer mal wieder im Gefängnis. Und auch nach der Wende wird das Leben des selbsternannten und drogenaffinen Aufschneiders nicht langweilig.

    Unsere Glücksfee zog J. Klatte aus Bersteland OT Freiwalde als Gewinnerin des Buches „Die Farben des Universums“ von Florian Freistetter.

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    Von Baumwipfeln bis zu den Wolken

    STADTWERKE ZEITUNG


    Von Baumwipfeln bis zu den Wolken

    Das Land und die Natur von oben begucken und bestaunen – wem so etwas vorschwebt, den zieht es vielleicht eher in die Berge. Aber auch im flachen Brandenburg ist das möglich, denn überraschende Perspektiven auf das weite Land bieten sich von ungewöhnlichen und spektakulären Punkten.

    Einen imposanten Blick über Niederfinow bietet sich den Besuchern auf der Aussichtsplattform des rund 55 Meter hohen neuen Schiffshebewerks. Daneben das historische Schiffshebewerk.

    Foto: Torsten Stapel

    Baumwipfelpfade und spektakuläre Ausblicke

    Ein echtes Highlight für Naturreisende ist der Baumwipfelpfad „Baum & Zeit“ in den Beelitz-Heilstätten. Der Pfad führt bis auf 23 Meter Höhe direkt über die geschichtsträchtigen Ruinen der ehemaligen Heilstätten hinweg. Wer noch höher hinaus will, erklimmt den dortigen Aussichtsturm. Aus rund 40 Metern Höhe bietet sich bei gutem Wetter ein grandioser Fernblick bis nach Berlin. Wer lieber über weite Gewässer schaut, steuert den 31 Meter hohen Aussichtsturm Merzdorf oder den Skywalk Willmersdorf an. Beide bieten einen beeindruckenden Panoramablick auf den Cottbuser Ostsee und die gewaltigen Ausmaße der ehemaligen Tagebaulandschaft.

    Für klassische Naturpanoramen lohnen sich zudem der Aussichtsturm Wietkiekenberg mit Blick über die Havelseen sowie der Aussichtsturm Wehlaberg mitten im herrlich waldreichen Unterspreewald. Weitere tolle Panoramen garantieren die Türme auf dem Löwendorfer Berg, dem Götzer Berg oder in den Rauener Bergen.

    Der Baumwipfelpfad „Baum & Zeit“ in den Beelitz-Heilstätten führt bis in 23 Meter Höhe und ist ein echtes, kleines Abenteuer-Highlight für Wanderer, die die Natur lieben.
    Foto: SPREE-PR/Archiv

    Romantik und Industriekultur in luftiger Höhe

    Ein besonderes Juwel im Havelland ist der neugotische Bismarckturm in Ra-thenow. Gelegen auf dem idyllischen Weinberg, ragt das geschichtsträchtige Wahrzeichen 34 Meter in die Höhe. Nach dem Aufstieg über die steinernen Wendeltreppen in den Seitenpfeilern erreicht man einen Umgang, der einem das märkische Land zu Füßen legt. Das ehemalige „Bismarckzimmer“ dient heute sogar als Außenstelle des Standesamtes. Hier können Paare nach 90 Stufen im „siebten Himmel“ den Bund fürs Leben schließen.

    Wer sich für gigantische Ingenieurskunst begeistert, sollte nach Niederfinow reisen. Hier steht mit dem historischen Schiffshebewerk (rund 60 Meter hoch) und dem neuen Hebewerk (rund 55 Meter hoch) das höchste von Menschenhand geschaffene Wasserbauwerk der Region. Von den Aussichtsplattformen lässt sich bestaunen, wie riesige Schiffe in einem wassergefüllten Trog wie in einem Fahrstuhl geräuschlos 36 Meter Höhenunterschied überwinden. Ein absolutes technisches Meisterwerk, das jährlich eine halbe Million Besucher anlockt. Am schönsten ist das Erlebnis natürlich für die Bootsfahrer, die samt ihrer Wasserfahrzeuge auf die obere Kanalebene transportiert werden.

    Kirchtürme und Holzriesen

    Für alle, die den höchsten begehbaren Kirchturm Brandenburgs bezwingen wollen, bietet sich die St.-Moritz-Kirche in Mittenwalde an. Der Turm misst stolze 67 Meter. Wer die rund 200 Stufen sportlich nimmt und an den historischen Kirchenglocken vorbei nach oben steigt, wird auf der Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe mit einem fantastischen Rundumblick belohnt.

    Ein weiterer hölzerner Superlativ ist der Aussichtsturm Blumenthal: Mit seinen 44,65 Metern ist er der höchste frei zugängliche Holzaussichtsturm unseres Bundeslandes. Und wem das alles nicht hoch genug ist, dem sei ein Fallschirm-Tandemsprung empfohlen, zum Beispiel in Fehrbellin oder Gransee. Nur ist das vermutlich nicht jedermanns Ding. Dann vielleicht ein Mitflug mit einem alten Doppeldecker bei den jährlichen Oldtimer-Flugtagen auf dem Flugplatz Bienenfarm im Havelland.

    Blick zu den Sternen

    Foto: bldam-Brandenburg

    Der 1892/93 errichtete Helmertturm auf dem Potsdamer Telegrafenberg war über Jahrzehnte ein bedeutender Standort für geodätische Vermessungen und markierte den Nullpunkt der preußisch-deutschen Landvermessung. Seit 2023 werden der denkmalgeschützte Turm und die benachbarten Gebäude umfassend saniert. Künftig soll der Helmertturm wieder für die Satellitenbeobachtung genutzt werden und erhält dafür eine neue Kuppel. Bei einer Ortsbesichtigung, Fachstatements und einer anschließenden Diskussion am 9. September informieren Experten über die laufende Sanierung des historischen Bauwerks und seine künftige Nutzung. Die Veranstaltung „Ortsgespräch” findet von 16 bis 18 Uhr auf dem Telegrafenberg statt.

    Anmeldung bis 4. September über www.ak-brandenburg.de

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    Ein Platz an der Sonne

    STADTWERKE ZEITUNG


    Der Spezialist für PV: Solarteur

    Ein Platz an der Sonne

    Dem Himmel ein Stück näher mit bester Aussicht über die Landschaft – so könnte der Arbeitstag eines Solarteurs oder Photovoltaik-Installateurs aussehen. Aber ganz so romantisch ist es nicht, obwohl ein Teil der Tätigkeiten im Freien stattfindet. Der Rest besteht aus Besprechungen, Vorort-Begehungen, Berechnungen, Planung, Prüfung, Installation, Wartung.

    Eine beeindruckende Aussicht über die Neißestadt Guben. Ganz so hoch kommen Solarteure nicht, wenn sie auf den Dächern Photovoltaikanlagen installieren. Schwindelfrei sollten sie aber dennoch sein und Interesse für Technik mitbringen.

    Fotos (4): SPREE-PR/ Petsch

    Solarteur ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern eher die Beschreibung der Tätigkeit. So erklärt es Veronika Martin vom Bereich Pressearbeit der Handwerkskammer Cottbus.

    Sicherheit durch Kompetenz

    Häufig sind es Anlagenmechatroniker, Monteure, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik oder Dachdecker, die sich zum Solarteur weiterbilden. Als Fachleute rund ums Thema erneuerbare Energietechnik können sie Photovoltaikanlagen planen, errichten, in Betrieb nehmen und warten. So wie Steffen Hube, der gemeinsam mit Jana Böhm die Geschäftsführung der Firma Elektro-Service Weiche in Guben innehat. „Wir sind eine typische Elektrofirma mit 15 Mitarbeitern, von denen sich einige auch auf Solaranlagen spezialisiert haben“, sagt Steffen Hube.

    Grundsätzlich könnte jeder eine Photovoltaikanlage kaufen und auf dem Garagen- oder Hausdach montieren. „Davon raten wir aber ab, wenn keine Vorkenntnisse vorhanden sind“, warnt Steffen Hube. „Das Planen erfordert Fachkompetenz, damit alle Vorschriften eingehalten werden und die Anlage bedarfsgerecht funktioniert. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, den professionellen Rat von Fachleuten zu suchen, die sich berufsmäßig damit auskennen.“ Spätestens wenn die Solaranlage ans Netz gehen soll, muss ein zugelassener Installateur den Anschluss an das Hausstromnetz und an das öffentliche Stromnetz sowie die Anmeldung beim Netzbetreiber in die Hand nehmen.

    Durch die aktuelle politische Verunsicherung bei der staatlichen Investitionsförderung überlegen Hausbesitzer, ob sich eine PV-Anlagen-Anschaffung überhaupt noch lohnt.

    Jana Böhm und Steffen Hube sind die Geschäftsführer der Firma Elektro-Service Weiche GmbH in Guben. Die Beratung, Planung, Installation und Betreuung von Solaranlagen gehört zu ihrem Leistungsspektrum.

    Das Wohnhaus im Birkenweg wird vorbereitet: Die Rüstung steht, nun wird die Unterkonstruktion installiert, dann folgen die Solarmodule.

    Kleine Anlage zahlt sich aus

    Das würde sie auf jeden Fall, bekräftigt Jana Böhm. Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenstrahlen in elektrischen Strom um, was die Kunden unabhängiger von schwankenden Energiepreisen macht. Gleichzeitig leisten sie einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz. Kleine Anlagen empfehlen sich bereits ab einem Stromverbrauch von 2.000 kWh/Jahr bzw. einem Zwei-Personen-Haushalt. Für sechs Solarmodule wird eine Dachfläche von ca. 12 m² benötigt. Auch bei einer Ost-West-Ausrichtung produzieren die Anlagen genug Strom für den Eigenbedarf. „Bei modernen Modulen spielt die ideale Ausrichtung keine so große Rolle mehr. Jeder Hausbesitzer kann somit die Stromkosten beeinflussen und sich unabhängiger vom Strompreis machen.“

    Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollten angehende Solarteure mitbringen? Steffen Hube und Jana Böhm sind sich einig: „Eine abgeschlossene Berufsausbildung – z. B. als Anlagenmechaniker, Dachdecker oder Elektroinstallateur – ist eine solide Grundlage, die durch Fort- oder Weiterbildungen ergänzt wird.“ Das bekräftigt Veronika Martin von der Handwerkskammer Cottbus. „Mit einer abgeschlossenen technischen Berufsausbildung, einem Meistertitel oder einem Studienabschluss in Umweltingenieurwesen, Solartechnik oder Energie und Umwelt sind zukünftige Fachleute für Solarenergie gut gewappnet für die Weiterbildung“, sagt sie. Außerdem müssten sie höhentauglich sein und sollten nicht vor körperlicher Arbeit zurückschrecken. Handwerkliches Geschick, lösungsorientiertes Arbeiten und technisches Verständnis sind ebenso unverzichtbar wie die Bereitschaft zur Weiterentwicklung und Teamfähigkeit.

    Die Aufgaben eines Solarteurs sind vielfältig: Beschaffung der Anlage, Sicherheitsvorkehrungen, Beratung, Bestandsaufnahme, Berechnung der Anlagengröße, Entwicklung des Angebotes, Beschaffung der Anlage, optimale Positionierung und Installation, Begleitung beim Genehmigungsprozess, Anmeldung beim Netzbetreiber und Anschluss ans Netz.

    In unmittelbarer Nachbarschaft wurden die Solarmodule bereits auf dem Wohngebäude der
    Gubener Wohnungsbaugenossenschaft eG installiert.

    Nah am Himmel

    Übrigens ist auch der Anschluss in der dunkleren Jahreszeit nicht ausgeschlossen. Steffen Hube: „Nur bei Sturm, Glatteis, Dauerregen oder Gewitter gehen wir nicht aufs Dach.“ Bei leichtem Nieselregen schon. „Aber die Arbeit nah am Himmel, die Aussicht und das Wissen um eine sinnvolle Tätigkeit sind es absolut wert.“

    Kontakt

    Elektro-Service Weiche GmbH, Forster Str. 48, 
    03172 Guben, 
    Tel. 03561 430400, 
    www.elektro-weiche.de

    Handwerkskammer Cottbus: Altmarkt 17, 03046 Cottbus, 
    Zentrale: 0355 7835-444, 
    www.hwk-cottbus.de 

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    Die (Gas)heizung wird klüger

    STADTWERKE ZEITUNG


    Wie digitale Optimierer Haushaltsbudgets entlasten können

    Die (Gas)heizung wird klüger

    Mit einem Fachmann an der Seite sind Sie gut beraten. Und vorher checken Sie am besten noch, welches Heizsystem vorhanden ist und welche Nachrüstkonzepte es gibt.

    Foto: Jost Listemann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

    Die nächste Heizsaison steht schon in den Startlöchern. Wer sich jetzt „schlau macht“, kann Geld sparen.

    In deutschen Heizungskellern ist die Gasheizung noch längst nicht Geschichte – sie wird sogar deutlich schlauer. Denn immer mehr Haushalte rüsten kleine, lernfähige Steuerungen nach, die das Heizsystem besser einstellen als jeder Mensch von Hand.

    Fast jede zweite Wohnung in Deutschland wird mit Gas auf Wohlfühltemperaturen gebracht. Rund 7,9 Millionen Gas-Brennwertkessel sind in Betrieb – über die Hälfte davon mindestens seit 20 Jahren (Quelle: Statista). Aufgrund des Alters wird der bisherige Kessel häufig nachgerüstet – beispielsweise mit neu konzipierten Reglern und Systemen.

    Smart steuern = sparen?

    Lohnt sich die Investition in eine smartere Heizungsanlage? Die Einsparbeträge variieren genauso wie die Systeme, die im Einsatz sind. Betrachtet man lediglich die Absenkung der Temperatur, ist das Einsparpotenzial bei älteren Häusern deutlich größer als bei modernen Wohnungen und Häusern.

    Grundsätzlich lassen sich nicht nur durch Temperaturverringerung, sondern auch durch eine intelligente Steuerung Kosten sparen. So berichtet die gemeinnützige Energiespar-Beratungsgesellschaft co2online von Heizkosten-Einsparungen zwischen 9 und 15 Prozent. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik nennt bis zu 19 Prozent. Bei Anschaffungskosten von etwa 320 bis 800 Euro für ein komplettes System amortisiert sich die Investition damit oft schon innerhalb von ein bis zwei Jahren.

    Quelle: BDH

    Foto: Branchennetzwerk/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

    Mitgedacht und mitgemacht

    Warum smarte Steuerungen besser als ein fester Zeitplan funktionieren, liegt auf der Hand: Sie lassen die Heizung vorausschauend arbeiten. Das Prinzip dahinter ist ein selbstlernender Algorithmus, der die Wärme, die ein Raum benötigt, berechnet und dafür zum Beispiel die Wetterdaten, Gebäudeeigenschaften und Nutzungsverhalten einfließen lässt.

    Unabhängig von der Verwendung smarter Unterstützung weist der DVGW* darauf hin, dass die smarte Steuerung nicht die Überprüfung der Grundsicherheit der Anlage überflüssig macht: Der Verband empfiehlt unabhängig von jeder Software einen jährlichen Sicht-Check der Gasleitungen und -geräte sowie alle zwölf Jahre eine Dichtheitsprüfung durch einen Fachbetrieb.
    * Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.

    Hintergrund

    Eine smarte Steuerung ist ein Werkzeug, sie ist kein Ersatz für Dämmung oder ein bewusstes Heizverhalten. Wer die Heizung nach dem Einbau der smarten Steuerung dennoch hochdreht – im Glauben, dass sie jetzt ohnehin sparsamer sei – riskiert, dass ein Teil der Einsparungen wieder „aufgefressen“ wird. Kritisch hinterfragen sollte man auch Hersteller der smarten Technik, die mit offensichtlich undurchsichtigen Zahlen werben.

    Seriöser sind oftmals Angaben von Institutionen wie co2online, dem Öko-Institut oder der Verbraucherzentrale, die transparent machen, wie sie rechnen. Dazu kommt die Datensicherheit: Der Bundesverband der Verbraucherzentralen warnt vor unerlaubten Fremdzugriffen bei vernetzten Heizsystemen. Er fordert mehr Sicherheit für die Verbraucherdaten und erwägt eine Kontrolle darüber, welche Firmen die erzeugten Nutzungsdaten überhaupt erhalten dürfen. Nicht zuletzt: Auch die meisten smarten Steuerungen benötigen Strom, ihr Energieverbrauch ist nicht zu vernachlässigen.

    Schnell-Check – nachrüsten, aber wie?

    1. Heizungstyp klären
    • Gastherme/Kombitherme an der Wand
    • Heizkessel im Keller mit externem Raumthermostat
    • mechanisches Thermostat direkt an der Therme

    2. Gängigste Nachrüstkonzepte
    • smartes Heizkörperthermostat: ersetzt den klassischen Drehknopf, passt auf fast jeden Heizkörper und lässt sich meist ohne Fachkraft montieren (auch für Mietwohnungen geeignet – u. a. tado°, Netatmo, Homematic IP, Eqiva)
    • smartes Raumthermostat: ersetzt bei vorhandener 2-Draht-Steuerleitung das alte Wandthermostat und regelt die gesamte Anlage zentral; vorher prüfen: OpenTherm-fähig (fein moduliert) oder nur einfaches An/Aus-Signal? Kabelgebundene Varianten sollte eine Fachkraft anschließen
    • Funkrelais am Kessel: Bei Steuerung direkt am Kessel lässt sich meist ein Funkrelais nachrüsten, das Kessel und App verbindet

    3. Kosten im Blick
    • Thermostat mit Zeitplan: ab ca. 10 €
    • mit App-Anbindung: ab ca. 25 €
    • mit App und Sprachsteuerung: ab ca. 50 €
    • Komplettsystem für ein ganzes Haus: 320 bis 800 €

    4. Vor dem Kauf prüfen
    • Marke/Modell der Therme (Typenschild: Vaillant, Buderus, Junkers/Bosch, Viessmann …)
    • bereits ein Kabel-Raumthermostat an der Wand vorhanden?
    • WLAN-Empfang in Thermennähe?
    • Kompatibilität mit vorhandenem Smart-Home-System (z. B. Fritzbox)?
    • bei Mietwohnungen: Einbau vorher mit dem Vermieter absprechen

    5. Datenschutz
    Beim Herstellervergleich lohnt der Blick auf den Serverstandort. Anbieter mit Sitz in der EU unterliegen der strengeren Datenschutz-Verordnung als außereuropäische.

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    Nun lass mal die Kirche im Dorf!

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    Rätsel

    Nun lass mal die Kirche im Dorf!

    In Brandenburg gibt es 1.500 Dorfkirchen. Die Kirchenbauten sind Kulturdenkmäler, Wahrzeichen und Mittelpunkt vieler Orte. Aber nicht mehr alle werden gebraucht. Wir stellen alternative Kirchennutzungen vor.

    Im Garten des Cafés „Himmel & Erde“ genießen Gäste Kaffee und Kuchen in außergewöhnlicher Atmosphäre: Das Café befindet sich im offenen Kirchenschiff der Radwegekirche im Oderbruch-Ort Kienitz.

    Foto: Seenland Oder-Spree

    Beantworten Sie unsere Frage und gewinnen Sie attraktive Geldpreise à 4 x 30 und 4 x 40 Euro.

    Nur wenige Meter vom Oder-Neiße-Radweg entfernt, am Deichkilometer 39,1 befindet sich in Kienitz die Radwegekirche, die auch im Netzwerk Radwegekirchen der Evangelischen Kirche Deutschland verankert ist. Sie bietet nicht nur Zugang zur Kirche mit der Möglichkeit zum Gebet. Hier trifft man auf einen besonderen Ort zum Verweilen zwischen „Himmel & Erde“ – im gleichnamigen Café in der Radwegekirche. In der warmen Jahreszeit können die Gäste zwischen den historischen Mauern in der besonderen Atmosphäre des offenen Kirchenschiffes sitzen und selbstgebackenen Kuchen und kleine herzhafte Speisen genießen.

    Café Himmel & Erde

    Schulstraße 15, 15324 Letschin/OT Kienitz

    www.kirchencafe-kienitz.de

    • Wie viele Radwegekirchen gibt es im Land Brandenburg? S _ _ _ Z _ _ N

      Schicken Sie die Antwort bis zum 06.07.2026 an:
      SPREE-PR
      Kennwort: Himmel

      Zehdenicker Str. 21
      10119 Berlin
      oder per Mail an:
      swz@spree-pr.com

      Viel Glück!

      Bitte geben Sie Ihre Adresse an, damit wir Sie im Gewinnfall benachrichtigen können. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Durch die Teilnahme am Gewinnspiel geben Sie, basierend auf der EU-Datenschutzgrundverordnung, Ihre Einwilligung für die Speicherung personenbezogener Daten. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

      Die Gewinner des Frühlingsrätsels:

      Knapp 300 Zuschriften mit dem richtigen Lösungswort „Jakobsweg“ haben uns erreicht. Gewonnen haben je 30 Euro: G. Krzisczyk aus Guben, W. Rödel aus Lübbenau, G. Carmesin aus Schwedt und M. Lehmann aus Templin. 

      Herzlichen Glückwunsch!

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      Rehkitzrettung in Brandenburg

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      Suchen, bergen, zurückführen

      Rehkitzrettung in Brandenburg

      Von Annekatrin Mücke, SWZ-Autorin

      Wiesen sind wahre Naturwunder-Welten: Lebensraum, Futtertrog und Kinderstube zugleich. Insekten legen hier ihre Eier ab, Vögel brüten im Schutz der Gräser und auch Rehe nutzen Wiesen bevorzugt als sicheres Versteck für ihre Jungtiere.

      Die Wiese als Kinderstube

      Die Ricke – das Weibchen – legt ihr Kitz im dichten Gras ab und hält sich nur zum Säugen und Putzen bei ihm auf, damit Fressfeinde nicht auf den Nachwuchs aufmerksam werden. Das Kitz selbst bleibt regungslos an dem Platz liegen, drückt sich bei Gefahr tief in den Boden, statt zu flüchten. Die weißen Flecken auf dem Rücken machen es unsichtbar, denn sie brechen das Sonnenlicht. Außerdem hat das Jungtier noch keinen Eigengeruch und ist so geschützt vor Fuchs, Dachs und Wolf. Doch der fehlende Fluchtinstinkt wird ihm zum Verhängnis, wenn Anfang Mai die Mahd beginnt – und mit ihr die gefährlichste Zeit für Rehkitze.

      Ein aufgefundenes Rehkitz wird mithilfe von Handschuhen und Grasbüscheln aufgenommen, damit es nicht den Geruch der Retter annimmt und später von der Ricke wieder angenommen wird.

      Foto: Henrike Israel

      Ein gerettetes Rehkitz in der Box. Es wird später nahe des Fundortes wieder platziert.
      Foto: Marina Neumann

      Strukturelles Problem

      Brandenburg ist ein Flächenland. Viele landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften hunderte Hektar – eine Folge der DDR-Produktionsgenossenschaften. Große Flächen bedeuten jedoch auch große Maschinen: Die Fahrer sind weit vom Boden entfernt. Ein Rehkitz, das sich ins Gras drückt, ist von dort oben kaum oder gar nicht zu erkennen.

      Auf dieses Problem wurde Marina Neumann vor über 13 Jahren aufmerksam. Sie machte sich kundig, beobachtete das Verhalten der Rehe und fragte einen benachbarten Landwirt, ob sie seine Wiese vor der Mahd absuchen dürfe. „Am Anfang bin ich von den Landwirten nur belächelt und weggeschickt worden“, erinnert sich die zielstrebige Frau. „Es war ja auch wirklich lächerlich, 11 Hektar ablaufen zu wollen. Aber dann hat einer gesagt, ja mach mal.“ Denn die verwesenden Kadaver der Kitze können in dem Futter-Heu zu tödlichen Vergiftungen der Nutztiere führen. Marina Neumann suchte zunächst ein kleineres Grundstück ab und fand tatsächlich zwei Kitze. In der nächsten Saison durchstreifte sie gemeinsam mit ihrem Mann schon mehrere Wiesen und entdeckte sieben kleine Rehe. Doch schnell war klar, es muss Technik her.

      Schulung der ehrenamtlichen Helfer der „Rehkitzrettung Brandenburg e.V.“

      Foto: Silvia Passow

      Die Drohne der Rehkitzretter kommt in Absprache mit den Landwirten zum Einsatz.
      Foto: Silvia Passow

      Drohnen statt Menschenketten

      Die Neumanns verzichteten ein paar Jahre auf Urlaub und kauften stattdessen eine Drohne mit Wärmebildkamera und andere technische Hilfsmittel. „Wir haben um die 20.000 € investiert, das überstieg irgendwann unsere Möglichkeiten“, erzählt Marina Neumann. Deshalb gründeten sie 2021 gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten den Verein „Rehkitzrettung Brandenburg“, der inzwischen auch staatliche Förderung erhält.

      Die Rehkitzretter sind im Frühjahr fast täglich auf Feldern und Wiesen unterwegs. In den frühen Morgenstunden, wenn der Temperaturunterschied zwischen dem Körper des Kitzes und der noch kühlen Umgebung am größten ist, fliegen die Drohnen-Piloten die Flächen systematisch ab. Wo die Wärmebildkameras fündig werden, sammelt ein „Wiesenteam“ dann die Kitze ein. Die Retter dürfen ihren Geruch dabei nicht auf die Tiere übertragen, denn dann nimmt die Ricke ihr Junges nicht mehr an. Das Kitz wird deshalb mithilfe von Handschuhen und Grasbüscheln in Kisten gesetzt, außerhalb der Mähfläche in Sicherheit gebracht und der jeweilige Fundort markiert. Denn in dessen Nähe sollte das Kitz wieder platziert werden, damit die Ricke es auch findet. Allerdings muss es erneut geschützt in hohem Gras versteckt werden. So gelingt es mittlerweile, rund 95 Prozent der Kitze aufzuspüren und zu retten. Darauf sind Marina Neumann und ihre Mitstreiter zu Recht sehr stolz.

      Rehkitzrettung Brandenburg e.V.

      Der Verein zählt rund 60 Mitglieder und etwa 400 Freiwillige. Die Einsätze mit Schwerpunkt im westlichen und nördlichen Brandenburg werden über eine WhatsApp-Gruppe koordiniert. Eine Ausweitung in den Süden und Osten des Landes ist erklärtes Ziel. Wer Rehkitze retten möchte, sollte das nicht auf eigene Faust machen, sondern sich Marina Neumann und ihrem Verein anschließen.

      www.rehkitzrettung-brandenburg.com

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      Fernwärme für Luckau?

      STADTWERKE ZEITUNG


      Machbarkeitsstudie: klimafreundliches Wärmenetz

      Fernwärme für Luckau?

      Wie heizen wir morgen? Diese Frage beschäftigt Städte und Gemeinden in ganz Deutschland – auch Luckau. Die Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau – Lübbenau (SÜLL) haben in einer Machbarkeitsstudie untersucht, inwiefern eine flächendeckende und klimafreundliche Fernwärmeversorgung für Luckau möglich und gleichzeitig bezahlbar wäre. Die Ergebnisse liegen nun vor und wurden der Stadt Luckau übergeben.

      Luckau aus der Vogelperspektive: Eine Machbarkeitsstudie der SÜLL hat eine nachhaltige Wärmeversorgung der Zukunft unter die Lupe genommen.

      Foto: Luftaufnahmen Lausitz

      „Eine zentrale Wärmeversorgung ist in Luckau nicht nur technisch möglich, sondern kann in weiten Teilen der Stadt auch wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden“, fasst Alexander Bauer, Projektleitung bei der SÜLL, zusammen.

      Warum eine Machbarkeitsstudie?

      Bislang wird in Luckau vor allem mit Erdgas geheizt. Doch die Anforderungen an eine klimafreundliche Wärmeversorgung wachsen. Mit dem Wärmeplanungsgesetz hat der Bund klare Ziele gesetzt: Bis 2045 soll in Wärmenetzen Schluss sein mit fossilen Energieträgern, künftig soll Wärme deutlich stärker aus erneuerbaren Energien und unvermeidbarer Abwärme gewonnen werden. Vor diesem Hintergrund haben die SÜLL geprüft, inwiefern eine im ersten Schritt „mindestens 75% CO2-freie Wärmeerzeugung für Luckau“ möglich ist, welche Investitionen dafür notwendig wären und unter welchen Voraussetzungen sich ein solches Netz wirtschaftlich betreiben ließe. Die Grundlage dafür bildete das Bundesförderprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW). Der Förderbescheid für die Machbarkeitsstudie ging am 29. August 2024 ein. „Damit konnte die umfassende Untersuchung starten“, so Alexander Bauer.

      Was genau wurde untersucht?

      Die Studie gliedert sich in drei zentrale Bereiche: Bestandsaufnahme, Analyse möglicher regenerativer Energiequellen und Entwicklung eines Zukunftskonzepts für die Fernwärmeversorgung. Zunächst wurde der aktuelle Wärmebedarf im Stadtgebiet ermittelt. „So entstand ein genaues Bild darüber, wo in Luckau besonders viel Wärme benötigt wird“, so der Projektleiter. „Besonders im Fokus standen große Wärmeabnehmer. Insgesamt wurden 81 dieser potenziellen Großkunden identifiziert. Dazu zählen unter anderem größere Wohngebiete, öffentliche Gebäude, Schulen, Gewerbebetriebe und weitere Einrichtungen mit hohem Bedarf. Gerade sie sind entscheidend dafür, dass ein Wärmenetz wirtschaftlich betrieben werden kann.“

      Der Entwurf Fernwärmenetz Luckau zeigt die 1. Ausbaustufe: Ab 2029 könnten die Wohngebiete „An der Schanze“ und „Am Mühlberg“ ans Fernwärmenetz.
      Grafik: SÜLL

      Entwurf vom Endausbaustadium: Bis 2035 könnte Luckau über ein 7,2 Kilometer langes Fernwärmenetz verfügen.
      Grafik: SÜLL

      Der Ausbau

      Ein erster Ausbauabschnitt könnte ab 2029 beginnen. Im Fokus stehen zunächst größere Wohngebiete wie „An der Schanze“ und „Am Mühlberg“ sowie angrenzende öffentliche Einrichtungen, darunter eine Schule. „In einer kurzen Übergangsphase könnte die Versorgung zunächst noch teilweise mit Erdgas erfolgen“, erklärt Alexander Bauer, „bis die klimaneutralen Erzeugungsanlagen vollständig zur Verfügung stehen und das Fernwärmenetz errichtet ist. Schritt für Schritt würde das Netz dann bis 2035 weiter ausgebaut.“ So könnte in Luckau ein Wärmenetz mit einer Trassenlänge von rund 7,2 Kilometern entstehen und das Wärmenetz jährlich insgesamt rund 22 Gigawattstunden Wärme liefern.

      Förderung als Schlüssel

      Entscheidend für attraktive Wärmepreise sind Fördermittel. „Über das BEW-Programm können derzeit bis zu 40 Prozent der Planungs- und Investitionskosten gefördert werden“, so Bauer. Zusätzliche Fördermöglichkeiten über städtebauliche Programme mit bis zu 90%iger Förderung könnten die Kosten weiter senken. Je höher eine Förderung, desto günstiger gestalte sich der Wärmepreis.

      Der ermittelte jährliche Wärmebedarf im Untersuchungsgebiet der Machbarkeitsstudie.
      Grafik: SÜLL

      So geht’s weiter

      Die Machbarkeitsstudie wurde am 19. März an Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann übergeben. Nun beginnt die nächste Phase: Für weitere konkrete Planungen sind vorab die BEW-Fördermittel für die nächsten Planungsstufen zu beantragen und weitere Fördermöglichkeiten durch die Stadt Luckau zu prüfen. Erst nach Vorliegen der Förderbescheide können die weiterführenden Planungsleistungen beauftragt werden. Konkrete Gespräche mit den ersten großen Wärmekunden sollen geführt werden. Die Stadt Luckau unterstützt das Vorhaben. Für erste Teilgebiete gibt es bereits positive Signale und Förderzusagen.

      Fazit: Die Wärmewende in Luckau nimmt für einzelne Stadtgebiete Gestalt an. Mit einem modernen Fernwärmenetz könnte die Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität, Versorgungssicherheit und regionaler Unabhängigkeit von fossilen Energien und in geopolitischen Krisen schaffen. Eine gute Basis für die nachhaltige Wärmeversorgung kommender Generationen.

      Vorteile Fernwärme

      • klimafreundliche Wärme-versorgung
      • weniger Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten
      • Nutzung regional verfügbarer Energiequellen
      • langfristig stabile und kalkulierbare Wärmekosten
      • regionale Wertschöpfung

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      Hoch hinaus für die Energiewende

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      Industriekletterer an Windkraftanlagen

      Hoch hinaus für die Energiewende

      Von Annekatrin Mücke, SWZ-Autorin

      Wer die sich drehenden Rotorblätter einer Windkraftanlage sieht, denkt wohl kaum an die Menschen, die buchstäblich an diesen Anlagen hängen – an Seilen, hunderte Meter über dem Boden, bei Wind und Wetter. Servicetechniker, die für Reparatur und Instandhaltung der Anlagen verantwortlich sind. Einer, der diesen stetig wachsenden Markt mitbegründet hat, ist Robert Jatkowski.

      Aus der Froschperspektive: Ein Rotorblatt wird auf Abrieb kontrolliert. Der „Knick“ in der Rotorblattspitze ist ein sogenanntes Winglet und dient zum kontrollierten Strömungsabriss.

      Foto: hi.work

      Im Sommer 1995 hatte er gemeinsam mit seinem späteren Geschäftspartner Frank Seltenheim den Reichstag nach den Vorgaben des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude verhüllt. Noch im selben Jahr gründeten die beiden Sportkletterer die Firma „Seilpartner“. Jatkowski konzentrierte sich von Anfang an auf die damalige Nischensparte Windenergie: „Da kann ich mit Fug und Recht sagen, dass wir weltweit die erste Firma waren, die mit Seiltechnik an diesen Windkraftanlagen gearbeitet haben“, erinnert er sich lächelnd.

      Inspektion und Reparatur

      Eine zukunftsorientierte Ausrichtung, die sich heute bezahlt macht. Seit dem 1. Juni 2023 führt er sein eigenes Unternehmen hi.work. Die Firma ist spezialisiert auf die gesetzlich alle 2 bis 4 Jahre vorgeschriebene Inspektion und die Reparatur der riesigen Rotorblätter. Besonders an den Vorderkanten kommt es bei Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h zu Erosionen, die regelmäßig ausgebessert werden müssen. Dafür steigen 2 bis 3 Techniker im Inneren des Turms an einer Art Sprossenleiter mit Fallschutzsystem bis ganz nach oben in das Maschinenhaus, an dem die Rotorblätter befestigt sind. Erst ab einer Höhe der Anlagen von mehr als 100 Metern gibt es den Luxus von Fahrstühlen. „Windkraftanlagen sind für die Arbeit per Seilzugang gut geeignet, weil es genügend Anschlagpunkte zum Befestigen gibt und man sich letztlich fast immer grade nach unten abseilen kann“, erklärt Robert Jatkowski.

      Erleichternd kommt hinzu, dass die Arbeitsmaterialien von außen per Kran oder Winde nach oben befördert werden. Bei aufwändigeren Reparaturen setzt hi.work sogar mobile Arbeitsbühnen ein, auf denen sich die Techniker bewegen und auch bei niedrigeren Temperaturen und starkem Wind arbeiten können. Je nach Anforderung sind diese Bühnen offen oder geschlossen. Doch egal, wie gearbeitet wird – ohne Gurtsicherung und Seiltechnik geht hier gar nichts.

      Bei Windrädern ab 100 Metern Höhe kommen mobile Arbeitsbühnen zum Einsatz. Alle Arbeitsgeräte, wie der Schleifer, sind an Seilen gesichert.

      Foto: hi.work

      Zusatzqualifikation Industriekletterer

      Deshalb müssen die Techniker eine Ausbildung für die sogenannte „seilunterstützte Zugangstechnik“ haben. Industriekletterer ist entgegen häufiger Annahme kein eigenständiger Beruf, sondern eine Zusatzqualifikation für Fachkräfte wie Monteure, Höhenretter, Baumkletterer oder eben Techniker wie die von hi.work.

      Spezialisiert auf diese besondere Art der Ausbildung hat sich die Berliner Alpintec GmbH, die gemeinsam mit hi.work und der Industriekletter-Firma GTR Industrie einen kleinen, aber effektiven Unternehmensverbund bildet. Das übergreifende Motto: Das Klettern selbst ist nicht die Arbeit, sondern lediglich der Weg dorthin. Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Fitness, ausgeprägtes Sicherheitsdenken und Verantwortungsbewusstsein sollte jeder mitbringen, der sich dieser Herausforderung stellen möchte.

      Viele Innovationen

      Der wohl innovativste Ansatz des Unternehmens: hi.work stellt mittlerweile selbst Ersatzteile für die Rotorblatt-Reparaturen her. Und hat in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden und dem Fraunhofer-Institut für Leichtbau und Galvanik auch ein patentiertes Vakuum-Heizsystem dafür entwickelt. „Damit sind wir in dem Bereich Rotorblatt-Service auch wieder einzigartig, sodass wir die komplette Wertschöpfungskette von der Produktion der Ersatzteile bis zu deren Einbau anbieten können“, umschreibt Robert Jatkowski seine Unternehmensstrategie. Damit eröffnet er auch langjährigen Mitarbeitern, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Seil arbeiten können, neue Perspektiven in einer Branche, in der Arbeitskarrieren sonst wesentlich früher enden. Und bietet vielen Menschen eine interessante Tätigkeit, die lieber in luftigen Höhen arbeiten als in den Niederungen eines wohltemperierten Büros.

      hi.work in Hoppegarten

      Das auf Inspektion und Reparatur von Rotorblättern an Windkraftanlagen spezialisierte Unternehmen hi.work ist in Hoppegarten angesiedelt. Es beschäftigt 25 Festangestellte und 40 bis 60 freie Mitarbeiter.

      https://hiwork.de/

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      Was bedeutet der Nahost-Konflikt in der Golfregion für die Gasversorgung in Deutschland?

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      Energie im Blick

      Was bedeutet der Nahost-Konflikt in der Golfregion für die Gasversorgung in Deutschland?

      Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) sind direkte Auswirkungen der Gasversorgung in Deutschland nicht zu erwarten. Norwegen ist der größte und wichtigste Lieferant. LNG-Importe aus einer Reihe weiterer Länder sowie Gasspeicher und heimische Förderung tragen ebenfalls zur Versorgungssicherheit bei. Deutschland bezieht zurzeit kein Flüssigerdgas (LNG) direkt aus Katar.

      So haben sich die Gaspreise für Haushalte entwickelt.

      Grafik: BDEW

      Aber: Durch die Sperrung der Straße von Hormus ist das Angebot von Gas und Öl auf den Weltmärkten reduziert worden. An den Großhandelsmärkten kam es in den vergangenen Wochen zu starken Preisschwankungen, mit einem deutlichen Preisanstieg zu Beginn des Konflikts. Verbraucher haben das ganz deutlich an den Tankstellen zu spüren bekommen. Aber wie sieht das bei den Endpreisen für Gas aus?

      „Die meisten Energieversorger verfolgen eine langfristige Beschaffungsstrategie, um kurzfristige Preisschwankungen abzufedern“, so die Einschätzung vom BDEW. „Das bedeutet: Steigende Börsenpreise werden nicht sofort und nicht in vollem Umfang an die Endkunden weitergegeben.“ Konkrete Auswirkungen hingen immer von den individuellen Beschaffungs- und Absicherungsstrategien der Energieversorger und natürlich auch vom jeweiligen Liefervertrag ab. Im Allgemeinen seien die (privaten) Endkundenpreise für Strom und Gas bei den meisten Lieferanten auf längere Zeit im Voraus fixiert und an den Terminmärkten abgesichert.

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