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Schau her – und schütze mich

STADTWERKE ZEITUNG


Jahreswesen 2026

Schau her – und schütze mich

Jedes Jahr werden von Naturschutzorganisationen, Gesellschaften und Verbänden in unterschiedlichen Kategorien Arten von Tieren und Pflanzen sowie Lebensräume als Aushängeschilder für mehr Naturschutz gekürt. Neben dem prominenten Wildtier und Vogel des Jahres gibt es zahlreiche weitere Kategorien wie Bäume, Fische, Giftpflanzen, Einzeller, Pilze, Amphibien oder Zootiere. Hier eine kleine Auswahl der Vertreter der Jahreswesen 2026.

  • Graziler Farbtupfer sucht Lebensraum

    Blume des Jahres: Der Feldrittersporn

    Foto: Herrmann Timmann

    Er ist eine wahre Zierde, hat einen charakteristischen Sporn und leuchtende blau-violette Blüten: Der Feldrittersporn (lat.: Consolida regalis) war einst Ackerwildkraut, erstrahlte früher oft zwischen Getreidehalmen und bot Wildbienen und Schmetterlingen von Mai bis in den September hinein Nahrung. Doch durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln ist die Pflanze bundesweit selten geworden. Auf wilden, schonend genutzten Wiesen soll sich nun der Feldrittersporn wieder ansiedeln. Die einjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse bevorzugt sonnige und kalkhaltige Böden und wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Der Feldrittersporn steht 2026 stell-vertretend für eine Vielzahl von Ackerwildkräutern, die durch die Landwirtschaft stark zurückgedrängt worden sind.

  • Kleiner Feldbewohner mit markanter Stimme

    Vogel des Jahres: Das Rebhuhn

    Foto: NABU/Jan Piecha

    Mit seinem grau-braunen Tarngefieder führt das Rebhuhn (lat.: Perdix perdix) ein bodenständiges Leben, liebt Sand- und Staubbäder. Doch auch sein Zuhause ist durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden immer mehr in Gefahr. Seit 1980 ist der Bestand an Rebhühnern in Deutschland um 87 Prozent zurückgegangen. Was das Rebhuhn nun braucht? Mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft, vor allem aber mehr Offenland, also ungenutzte, große Flächen wie wilde Wiesen und Weiden. Das Rebhuhn gehört zur Familie der Hühnervögel und wird den Fasanenartigen zugeordnet. Seine Ernährung ist überwiegend vegetarisch – mit Vorliebe für Grasspitzen, Wildkräutersamen und Getreide. Doch die Küken brauchen mehr: In den ersten Lebenswochen stehen Insekten, Spinnen und andere Kleintiere ganz oben auf dem Speiseplan. Die Weibchen legen bis zu 20 Eier in gut versteckte Bodennester, während die Hähne in den frühen Morgen- und späten Abendstunden ihre raue Stimme erklingen lassen.

  • Imposanter König des Waldes

    Wildtier des Jahres: Der Rothirsch

    Foto: Picaboy, dianaparkhouse

    Der Rothirsch (lat.: Cervus elaphus) ist das größte heimische Wildtier. Männliche Tiere beeindrucken durch ihr imposantes Geweih. Rothirsche ernähren sich von Gräsern, Blättern und Rinde und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Obwohl er als „König des Waldes“ bekannt ist, leidet er stark unter Lebensraumverlust und der Zerschneidung seiner Wanderwege durch Straßen, Siedlungen und intensive Landnutzung. Diese Zerschneidung verhindert freie Bewegung und gefährdet den genetischen Austausch, es droht langfristig genetische Verarmung. Der Rothirsch braucht wieder mehr zusammenhängende Lebensräume, Wildtierkorridore und ein naturnahes Wildtiermanagement.

  • Faszinierendes Schwergewicht und Räuber

    Fisch des Jahres: Der Europäische Wels

    Foto: DAFV/Marcel Panne

    Im Sommer 2025 war der Wels (lat.: Silurus glanis) in den Schlagzeilen: In einem bayrischen See hatte der Raubfisch während seiner Brutzeit mehrfach Badegäste angegriffen. In den Medien wurde er daraufhin als gefährlicher Räuber dargestellt. Zugegeben, er schaut schon sehr grimmig und furchteinflößend aus, grundsätzlich ist der Waller, wie man ihn in Bayern nennt, aber ein ruhiger, nachtaktiver Zeitgenosse. Der mächtige Süßwasserfisch kann bis zu drei Meter lang und bis zu 150 Kilogramm schwer werden. Er hat im Ökosystem von Flüssen und Seen eine wichtige Aufgabe, da er die Fischbestände reguliert und durch das Fressen von Aas und kranken Fischen zur Gewässergesundheit beiträgt. Er gilt als ungefährdet und als „Gewinner“ des Klimawandels. Die wärmeliebende Fischart profitiert vom Temperaturanstieg der Gewässer und vermehrt sich stärker. Der Wels steht stellvertretend für die Bedeutung artenreicher und intakter Gewässerökosysteme.

  • Grüner Tänzer im Wind

    Baum des Jahres: Die Zitterpappel

    Foto: R. Fenner

    In lichten Wäldern, auf Kahlschlägen oder in offenen Landschaften findet man die Zitterpappel (lat.: Populus tremula), die zu den auffälligsten heimischen Laubbäumen gehört und bis zu 25 Meter hoch werden kann. Schon ein leichter Wind lässt ihre Blätter tanzen. In der Forstwirtschaft spielt die Zitterpappel, auch Espe genannt, eine wichtige Rolle, weil sie karge oder geschädigte Flächen schnell begrünt und den Boden verbessert. Singvögel finden hier ihre Nahrung, Spechte zimmern Höhlen in das weiche Holz. Markant ist die leuchtend gelbe Herbstfärbung der Zitterpappel. Mit der Wahl zum Baum des Jahres 2026 steht eine Baumart im Mittelpunkt, die uns daran erinnert, dass Bäume mehr sind als bloße Landschaftselemente – sie sind ein wichtiger Teil der Natur, den es zu bewahren gilt. Weitere Infos: Baum-des-Jahres.de

Natur des Jahres – Wer entscheidet das?

Jedes Jahr wählen verschiedene Naturschutzorganisationen und Umweltverbände die Vertreter der Tier- und Pflanzenkategorien aus. Dazu zählen zum Beispiel: NABU, Deutsche Wildtier Stiftung, Deutscher Angelfischerverband e. V., Arbeitskreis Wildbienen-Kataster, Loki Schmidt Stiftung, Deutsche Gesellschaft für Mykologie, Stiftung Baum des Jahres.

Weitere Arten und Lebensräume 2026

Heilpflanze Gemeine Nachtkerze
Giftpflanze Gartenbohne
Moos Mecklenburgisches Schnabeldeckelmoos
Pilz Igelstachelbart
Wildbiene Glockenblumenschmalbiene
Schmetterling Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Lurch Alpensalamander
Insekt Warzenbeißer
Die komplette Liste der „Jahreswesen“ 2026 finden Sie unter: www.nabu.de/naturdesjahres

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Der erste Dual Student bei der SÜLL

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Im Gespräch

Der erste Dual Student bei der SÜLL

In diesem Sommer beendet Thomas Horst sein 3-jähriges BA-Studium der Elektrotechnik mit der Fachrichtung Energiesysteme. Der 24-jährige Luckauer ist der erste Dual Student bei der SÜLL und somit Wegbereiter. Der Energieversorger will künftig wieder eigenen Ingenieur-Nachwuchs ausbilden. Wir sprachen mit Thomas Horst über …

Thomas Horst beendet im September sein Duales Studium bei der SÜLL.

Foto: SPREE-PR/Friedel

… seine Entscheidung zum Dual Studium: „Ich war schon immer technikbegeistert, habe mich irgendwann besonders für Netze, Freileitungen, Energiesysteme interessiert. Daher war die Richtung nach meinem Fachabitur am OSZ in Lübben vorgegeben und ich habe mich für eine Ausbildung bei der SÜLL beworben. Beim Gespräch wurde mir dann das Bachelor-Studium vorgeschlagen. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.

… Studium-Start: Die SÜLL hat alles geregelt und den Platz gesichert. Ich musste mich eigentlich nur an der damaligen Berufsakademie Sachsen, der heutigen Dualen Hochschule Sachsen in Bautzen anmelden. Die Uni mietet extra Wohnungen an, die man auch nur in der Zeit der theoretischen Studium-Phasen nutzt und bezahlt. Es war alles vorbereitet, man konnte direkt starten.

… den Mix: Ein Duales Studium kombiniert theoretische Phasen an der Hochschule mit Praxisphasen im Betrieb, eine Theoriephase dauert zwölf Wochen, ist sehr durchstrukturiert, man hat Vorlesungen und Laborversuche. Man muss Interesse für Technik mitbringen, sonst wird’s hart an der Uni. Zwischen den Theoriesemestern arbeitet man dann mehrere Wochen im Betrieb.

… erste eigene Projekte: Am Anfang bin ich bei der SÜLL in verschiedenen Bereichen mitgelaufen, dann folgten konkrete Aufgaben. Ich habe im Redispatch-Bereich mitgearbeitet, also der Datenaufnahme und Kommunikation von großen Einspeiseanlagen über 100 kW. Darüber hinaus war ich für die Sicherstellung der Datenqualität sowie die Dokumentation der Redispatch-2.0-Stammdaten zuständig. Ich habe Daten zu PV-Einspeiseanlagen zusammengetragen und ins System eingepflegt. Ich lerne also direkt, wie hier unsere Netze funktionieren und wie PV-Anlagen ins Netz eingebunden werden.

… seine Bachelorarbeit: Sie startet ab Mitte April, läuft bis Anfang September und wird während der Arbeitszeit im Unternehmen geschrieben. Das Thema baut dann inhaltlich auf den bisherigen Praxisprojekten auf.

… sein Fazit: Ein Duales Studium ist anstrengend, aber es macht auch viel Spaß. Durch die Praxisphasen weiß man immer, wofür man lernt. Zudem verdient man schon während des Studiums eigenes Geld und steht nicht wie viele andere Studierende ohne Einkommen da.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Nah am Strom

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Arbeitsalltag der Strommonteure

Nah am Strom

Es ist 8 Uhr: Für die Strommonteure der Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau – Lübbenau (SÜLL) beginnt der Arbeitstag auf dem Betriebsgelände in Luckau. Für Mario Seehaus und Gunther Reppich geht es heute mit dem Steiger nach Gehren (Gemeinde Heideblick). Hier werden erst Bäume verschnitten, damit die Stromleitungen frei bleiben. Dann steht die Erneuerung vom Vogelschutz an den Freileitungen an.

An einer Freileitung erneuert ein Strommonteur den Vogelschutz,
der die Tiere vor Stromschlägen schützt.

Foto: SÜLL/Gollasch

Nur zwei von vielen Aufgaben von Strommonteuren. Sie sorgen hinter den Kulissen dafür, dass der Strom rund um die Uhr zu den Menschen gelangt. Denn ohne Strom läuft gar nichts. Wir sprachen darüber mit dem Netzmeister Maik Schier. Er ist seit 20 Jahren bei dem Energieversorger aus dem Spreewald und lässt uns hinter die Kulissen schauen.

Was sind denn genau die Aufgaben eines Strommonteurs?

Unser Team besteht aus acht Mann in Luckau und in Lübbenau. Sie betreuen ein Leitungsnetz von fast 950 Kilometern Kabeln und Freileitungen im Mittel- und Niederspannungsnetz, rund 9.700 Hausanschlüsse sowie mehr als 350 Trafo- und Schaltstationen. Sie legen Hausanschlüsse, bauen Sicherungen und Stromzähler ein und klettern auf Strommasten. Die Männer müssen schwindelfrei sein und obendrein etliche Sicherheitsmaßnahmen wegen des Stroms beachten.

Wie startet ein typischer Arbeitstag?

Um 7 Uhr. Zuerst wird geschaut, ob über Nacht Störungen eingegangen sind. Diese haben immer Priorität. Ansonsten stehen geplante Arbeiten wie Wartungen, Netzumbauten oder Anschlüsse auf dem Programm. Kein Tag ist wie der andere. Meine Aufgaben sind, die Arbeiten zu koordinieren, sicherzustellen, dass gesetzliche Vorgaben und der Arbeitsschutz eingehalten werden.“

Achtung Kabelprüfung: Bei Störungen kommt der Messwagen zum Einsatz, um unterirdische Schadstellen zu lokalisieren.

Was passiert bei einer Störung oder Havarie?

Geht eine Störmeldung ein, fährt ein Monteur raus und prüft die Lage vor Ort. Mit Messgeräten und Netzplänen wird der Fehler eingegrenzt. Bei Kabelschäden kommt unser Kabelmesswagen zum Einsatz, mit dem sich die Schadstelle im Erdreich sehr genau bestimmen lässt. Es wird eine Überspannung auf das Kabel gegeben. Im Erdreich entsteht ein hörbarer Knall, genau an der Schadstelle. So können wir den Fehler sehr präzise lokalisieren, teilweise auf wenige Zentimeter genau. Partnerfirmen übernehmen dann die Reparatur.

Man sollte also schon flexibel und wetterfest sein?

Ja, Störungen passieren das ganze Jahr über – auch bei Frost, Sturm oder Schnee. Besonders Stürme sorgen immer wieder für Schäden an Freileitungen, etwa von umgestürzten Bäumen. Dann sind oft mehrere Teams gleichzeitig im Einsatz. In unwegsamem Gelände kommt unsere Drohne zur exakten Lokalisierung von Freileitungsschäden zum Einsatz, auch das Besteigen von Holzmasten müssen die Kollegen beherrschen.

Thema Sicherheit: Was muss ein Strommonteur alles beachten?

Sicherheit ist bei uns zentral. Alle Strommonteure werden regelmäßig geschult und ärztlich untersucht, alle zwei Jahre wird die Höhentauglichkeit überprüft. Schalthandlungen dürfen nur Kollegen mit spezieller Schaltberechtigung durchführen. Für Arbeiten unter Spannung – im Niederspannungsnetz sowie an Freileitungen – sind zusätzliche Ausbildungen vorgeschrieben. Jeder Monteur hat eine persönliche und spezielle Schutzausrüstung: Schutzanzüge gegen Lichtbögen, Sicherheitsschuhe sowie Helme mit Visier, die das Gesicht im Fehlerfall schützen, Steiger, Gurte. Die gesamte Ausrüstung wird regelmäßig, mindestens einmal jährlich, geprüft.

Auch Naturschutz gehört zur Arbeit. Wie passt das zusammen?

Ja, wir sind auch für den Naturschutz zuständig. Unsere Freileitungen greifen in die Natur ein, die Tierwelt sucht sich hier Brutstätten. Deshalb arbeiten wir eng mit dem NABU zusammen. Strommonteure helfen beim Aufbau von Nisthilfen für Störche oder Greifvögel und beobachten Brutplätze an Masten. Wir helfen bei der Beringung und Zählung der Störche. Ziel ist es, Stromversorgung und Artenschutz miteinander zu vereinbaren.

Wie erleben Monteure den Wandel in der Energieversorgung?

Als Chance und Weiterentwicklung. Erneuerbare Energien werden positiv gesehen und neue Technik, wie intelligente Messeinrichtungen, sorgt für interessante Aufgaben. Der steigende Strombedarf durch Wärmepumpen und E-Mobilität macht den Beruf vielseitiger und technisch anspruchsvoller. Durch Netzausbau und neue Anlagen bleibt die Arbeit abwechslungsreich und die Monteure können sich ständig weiterbilden und neue Fähigkeiten erwerben.

Vielen Dank für das Gespräch!

Der Weg zum Beruf

Um Strommonteur bei den Stadtwerken zu werden, ist in der Regel eine abgeschlossene elektrotechnische Berufsausbildung erforderlich, kombiniert mit handwerklichem Geschick und technischem Verständnis. Da die meisten Stadtwerke in kommunaler Hand sind, gelten sie als zuverlässiger und sicherer Arbeitgeber.

  • Klassische Ausbildung (3,5 Jahre): Elektroniker für Betriebstechnik im Bereich Strom.
  • Voraussetzung: mittlerer Schulabschluss mit guten Noten in den Fächern Mathematik und Physik. Auch Interesse für Technik sowie feinmotorisches handwerkliches Geschick sollten vorhanden sein.

Unter anderem bildet der Energieversorger SÜLL 2026 Elektroniker für Betriebstechnik im Bereich Strom aus.

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Wenn Häuser denken lernen

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Energie sparen mit intelligenter Technik

Wenn Häuser denken lernen

Das Licht geht automatisch aus, wenn niemand mehr im Raum ist. Die Heizung senkt die Temperatur, sobald ein Fenster geöffnet wird. Und auf dem Handy lässt sich jederzeit prüfen, ob zu Hause unnötig Strom verbraucht wird. Knapp jeder zweite Deutsche (48%) nutzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung, ergab die jüngste Umfrage des Digitalverbands Bitkom. 59 % von ihnen greifen sogar auf mehr als fünf smarte Lösungen zurück. Wir geben einen Überblick, wie sich das Zuhause schlau vernetzten lässt!

Grafik: KI-Generiert/ChatGPT

„Smart-Home-Technologien erhöhen nicht nur den Wohnkomfort, sondern helfen auch, Energie und damit Kosten zu sparen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Eine Studie vom Öko-Institut im Auftrag der Verbraucherzentrale hatte Einsparungen im Energieverbrauch von 9 Prozent (Wohnung) bis 14 Prozent (im Haus) errechnet. Kein Wunder: Die Heizung ist der größte Energieverbraucher im Haushalt. Laut Umweltbundesamt entfallen etwa 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs von Gebäuden auf das Heizen.

Bei einem Smart Home werden Haushaltsgeräte oder Haustechnik digital vernetzt und automatisch gesteuert. Meist geschieht das per App auf dem Smartphone, Sprachassistenten oder ganz von allein nach vorher festgelegten Regeln.

Unterm Strich gilt: Smart Home ersetzt kein bewusstes Verhalten, unterstützt es aber wirkungsvoll.

Quelle: Bitcom e.V.

Intelligente Wärme

Smarte digitale Thermostate regeln die Temperatur zeit- und bedarfsgerecht. So bleibt unter der Woche die Wohnung tagsüber kühler, kurz vor Feierabend wird automatisch wieder aufgeheizt. Wird ein Fenster geöffnet, schaltet die Heizung ab. So geht keine Wärme verloren – ganz ohne manuelles Nachregeln.

Smarte Steckdosen

Sie trennen Fernseher, Kaffeemaschine oder Router vollständig vom Strom, wenn sie nicht genutzt werden. Das reduziert den oft unterschätzten Standby-Verbrauch. Praktisch: Viele Steckdosen zeigen an, wie viel Strom ein Gerät tatsächlich verbraucht. Das macht echte Stromfresser sichtbar – und hilft auch beim Umstellen auf sparsamere Gewohnheiten.

Automatische Rollläden

Sie bieten mit richtigen Sensoren und automatischer Steuerung Schutz vor Sonne, neugierigen Blicken und verhindern, dass Innenwärme z.B. in kalten Nächten nach außen dringt.

Strom sparen mit vernetzter Beleuchtung

Lampen schalten sich nur dann ein, wenn sie wirklich gebraucht werden, etwa per Bewegungsmelder im Flur oder Keller. Noch smarter: Herkömmliche gegen digitale Leuchtmittel tauschen. Gibt’s für alle gängigen Fassungen. Per Sprachassistent oder App lässt sich das Licht dimmen und steuern.

Haushaltsgeräte

Die alltäglichen Helfer werden immer schlauer und erleichtern das Leben: Mit programmierten Reinigungsplänen halten Saugroboter das Zuhause mühelos sauber, ohne dass Sie selbst einen Finger rühren müssen. Dank automatisierter Routinen steht der Kaffee frisch gebrüht bereit, sobald der Wecker klingelt.

Sicherheit und Einbruchsschutz

Alarmsysteme mit intelligenten Sensoren und mit vernetzten Sirenen informieren per Smartphone. Überwachungskameras behalten das Zuhause im Blick – auch wenn man nicht vor Ort ist.

Energiemangement

Wird die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach in das Smart Home eingebunden, können Stromerzeugung und Stromverbrauch aufeinander abgestimmt werden. Ziel: Den gewonnenen Solarstrom vorrangig im eigenen Haushalt zu nutzen und so Stromkosten zu senken.

Energieverbrauch verstehen

BUCHTIPP & VERLOSUNG

20 Euro
Bertelsmann
ISBN 978-3-570-10617-4

Wie viel Energie benötigen wir täglich und wofür?  Wie wirken sich neue Technologien aus? Im Buch „Unser Energieverbrauch zum Verstehen und Mitreden“ (erscheint 18. März) bekommt man nicht nur Energiewissen an die Hand. Es wird auch am Beispiel einer vierköpfigen Familie der Energieverbrauch veranschaulicht. 

Wir verlosen ein Buch: Einfach eine Mail bis 6. April 2026 an swz@spree-pr.com senden.

Stichwort: „Mitreden“.

  • Smart Home sicher einrichten: 3 Tipps*

    *Quelle: Bundesamt für Sicherheit und Informationsschutz (BSI)

    ➊ Updates aktivieren: Geräte und Router aktuell halten, automatische Updates aktivieren.

    ➋ Router absichern: Firewall des Routers aktivieren, voreingestelltesPasswort ändern.

    ➌ Starke Passwörter verwenden, keine Werkseinstellungen, jedes Gerät individuell absichern.

  • Nachrüstung, geht das?

    Die meisten Geräte sind zur Nachrüstung geeignet, schnell installiert und benötigen keine Umbauten. Der Einstieg ins Smart Home gelingt am besten Schritt für Schritt mit der Frage: Wo möchte ich Energie sparen oder Komfort gewinnen? Für viele sind das die Heizung und Beleuchtung. Smarte Thermostate lassen sich z.B. meist einfach gegen vorhandene Regler austauschen und sofort per App steuern.

  • EU-Datenschutz­regeln für smarte Geräte

    Fast alle elektronischen Geräte sammeln Daten: Auch im Smart Home ist das nicht anders. Seit 12. September 2025 müssen Hersteller praktisch aller internetfähigen Alltagsgeräte in der EU transparent machen, welche Daten ihre Geräte sammeln. Das neue EU-Datengesetz gibt Verbrauchern so mehr Kontrolle über ihre persönlichen Informationen, wenn sie vernetzte Geräte verwenden. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, gespeicherte Daten jederzeit einsehen und löschen lassen zu können.

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Der Schäfer und seine wolligen Weltverbesserer

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Die Letzten ihrer Zunft: Wanderschäfer

Der Schäfer und seine wolligen Weltverbesserer

Von Jana Krone,
Redakteurin der SWZ

Er weiß, was die Welt im Innersten zusammenhält, denn Jonas Scholz hat Chemie studiert. Doch als er vor sechs Jahren lernen wollte, wie er seine drei Schafe scheren kann, hat er seine wirkliche Berufung im Leben gefunden.

Fleißige Mitarbeiter auf vier Klauen: Die Schafe von Jonas Scholz pflegen die Wiese unter dem Solarpark an der südlichen A10. Er checkt, ob alle Tiere gesund sind. Die drei Monate alte Hirtenhündin Fee wird schon bald die Aufgabe des Treibens übernehmen. Sie ist ein “Working Kelpie”, eine australische Hirtenhundrasse.

Foto: SPREE-PR/Krone

„Ella, her!“ Jonas Stimme schallt über die Platten des Solarparks am Rande der A 10 zwischen Ludwigsfelde und Dreieck Nuthetal. Mit heraushängender Zunge jagt die dreijährige Border-Collie-Hündin die wolkenweißen Bentheimer Schafe mit den schwarzen Sprenkeln im Gesicht zum Schäfer. Wenig später gucken ihn 400 Augenpaare fragend an. „Fototermin!“ erklärt Jonas Scholz den Tieren, warum er sie beim Grasen gestört hat.

Trinkwasser ist Lebensmittel Nr. 1 – auch bei Schafen.
Foto: SPREE-PR/Krone

Vom Ernährer zum Gärtner

Seit sechs Jahren übt Jonas Scholz einen der ältesten Berufe der Welt aus, er ist Wanderschäfer und Schafzüchter in Ludwigsfelde südlich von Berlin. Schon vor etwa 10.000 Jahren haben Menschen angefangen, Schafe zu halten. „Damals nutzten sie vor allem das Fleisch, die Milch und die Wolle der Tiere“, erzählt der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg. „Heute sind sie vor allem Landschaftspfleger.“

Landschaftspfleger mit goldenem Tritt

Der Sandboden an der A 10 ist mager. Nur mit viel Dünger und Wasser könnte man ihm landwirtschaftliche Erträge abringen. Deshalb ist es schlau, hier die Energie der Sonne zu ernten. Die Wiese unter den riesigen Solarflächen bearbeiten die Gärtner mit vier Klauen. Sie mähen das Grünzeug, Gräser, Kräuter. Jedes Schaf verzehrt täglich etwa fünf Kilo davon. Mit eisernem Biss kürzt es auch die Triebe von Bäumen und Sträuchern. So werden die Paneele nicht überwuchert. In ihrem Fell transportieren die Wolltiere Samen, tragen das wertvolle Gut von Wiese zu Wiese. Die Hinterlassenschaften, etwa 75 Kilogramm Dung pro Monat und Schaf, sind ein Festmahl für Insekten. Mit goldenem Tritt arbeiten die Tiere den Dung gleich in den Boden ein. Durch die Schafe wurde die Wiese im Solarpark ein vielfältiges Ökosystem.

Ein 365-Tage-Job

Auf den ersten Blick wirkt die Arbeit des jungen Schäfers idyllisch. „Ich muss jeden Tag raus, nach den Tieren sehen und mit ihnen weiterziehen. Egal, ob es 30 Grad im Schatten sind oder aus Eimern regnet, ob Weihnachten ist oder Geburtstag.“ Wenn ein Tier krank oder verletzt ist, kümmert er sich. Der Schäfer checkt täglich alle Zäune, um dem Wolf keine Chance zu bieten. Vor allem aber muss er Wasser auf die Weiden bringen, im Sommer sogar sehr viel Wasser. „Die Wiesen sind dieses Jahr nicht saftig, sondern eher Heu. Entsprechend groß ist der Durst der Tiere.” Statt einem Kubikmeter Trinkwasser bringt Jonas Scholz an trockenen Tagen bis zu drei Kubikmeter. Das heißt, bis zu drei Mal Nachschub holen. Da die dürren Weiden weniger nahrhaft sind, müssen die Schafe öfter umziehen. Das heißt, ständig neue Koppeln einrichten.

Vom Frieden grasender Schafe

Etwa 500 Schafe hat Jonas Scholz, die meisten von ihnen sind ehemalige Mutterschafe. „Solange sie noch Zähne haben, dürfen sie auf Deponien und auf wertvollen ökologischen Flächen im Naturpark Nuthe-Nieplitz grasen oder Brandschutzschneisen in Wäldern freifressen.“ Für seine Umweltarbeit bekommt der Schäfer Gelder aus verschiedenen Förderprogrammen von Brandenburg, in die auch Mittel der Europäischen Union und des Bundes fließen. Diese Gelder machen es möglich, dass es in Brandenburg über 300 Schäfer, darunter 70 hauptberufliche, mit 80.000 Schafen und Ziegen gibt. Seit 2024 ist Jonas Scholz Vorsitzender des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg e.V. Gerade macht er eine Ausbildung zum Schäfermeister. Neben der Landschaftspflege züchtet er Gotländische Pelzschafe. „Wenn ich mein Tagwerk geschafft habe und die Tiere friedlich fressen, dann bin ich zufrieden. Deshalb bin ich so gerne Schäfer.“

Modellprojekt bekommt Innovationspreis

Foto: Eduard Fischer

Der Schafzuchtverband ist Mitglied von reffiSchaf, einem Modellprojekt zur Verarbeitung und Vermarktung von Lamm- und Schaffleisch. Es wurde mit dem Brandenburger Innovationspreis 2025 ausgezeichnet.

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Expedition zu Armleuchtern und Hüpferlingen

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Unterwegs mit dem Forschungsschiff Solar-Explorer

Expedition zu Armleuchtern und Hüpferlingen

Von Jana Krone, Redakteurin der SWZ

Lautlos gleitet der schnittige Katamaran über das Wasser des Werbellinsees. Es ist ein schwimmendes Labor, auf dem jedermann in die Tiefen des Eiszeitgewässers eintauchen kann.

Redakteurin Jana Krone staunt mit Enkelin Cleo was alles in einem Wassertropfen lebt.

Foto: SPREE-PR/Krone

„Da zappelt was“, jubelt die vierjährige Cleo. Neugierig schaut sie noch einmal durch das Mikroskop. Wenig später begutachtet Biologin Anne Wolf den 400-fach vergrößerten Wassertropfen. „Das ist ein Hüpferling“, erklärt sie. Anne Wolf von Kulturlandschaft Uckermark e. V. aus Angermünde leitet an diesem Freitag im August die Mini-Expedition mit dem Forschungsschiff Solar-Explorer.

Ein Katamaran ohne Segel

Das Forschungsschiff schippert seit 2012 über einen der schönsten und tiefsten Seen des UNESCO-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Ein 18 Meter langer Katamaran, der nicht vom Wind in Segeln angetrieben wird, sondern von der Sonne, deren Energie von riesigen Photovoltaikzellen auf dem Dach und an den Seiten eingefangen wird. Das 14-Tonnen-schwere Schiff soll Lust aufs Forschen wecken. Unter dem Motto „Fische, Fernglas, Fotosynthese“ sticht es jedes Jahr zwischen Mai und Oktober bis zu 75-mal zu einem Abenteuer in See.

Mit einem Kescher wird im See gefischt.
Foto: SPREE-PR/Krone

Mitmachen, entdecken, staunen

Cleo lässt zuerst eine weiße Scheibe an einer langen Schnur mit Knoten ins Wasser. „Ich sehe sie nicht mehr“, ruft sie plötzlich. Fünf Knoten zählt sie. „Fünf Meter Sichttiefe, das ist super“, erklärt Expeditionsleiterin Anne. „Das Wasser im Werbellinsee ist sehr sauber.“ Doch was ist das? Im Boden des Keschers eines anderen Expeditionsteilnehmers schwimmt grüne Brühe.

„Das ist Plankton“, weiß ein Hobbyforscher. Einen Tropfen davon untersucht Cleo im Mikroskop und entdeckt Wasserflöhe, Schwebesternchen, Rädertierchen und die zappelnden Hüpferlinge. „Der See ist nicht nur großartig zum Baden, sondern auch ein wertvoller Lebensraum“, erzählt die Referentin für Umweltbildung. „Dieses Plankton ist Futter für Fische. Diese locken Eisvogel, Kranich und Haubentaucher an. Sogar der Seeadler nistet hier.“ Spontan greifen wir eins der bereitstehenden Ferngläser und suchen den See ab. Schade, an diesem Tag hält der Vogel mit den mehr als zwei Meter breiten Schwingen sich versteckt.

Cleo staunt: Das Wasser ist ja ganz grün.
Foto: SPREE-PR/Krone

Die Teilnehmer der Schnuppertour mikroskopieren.
Foto: SPREE-PR/Krone

Spannende Gruppenpakete

In der einstündigen Schnupperfahrt erleben wir nur einen kleinen Ausschnitt der möglichen Forschungsthemen an Bord. Mit Hilfe eines Krans am Heck könnten wir noch Boden- und Pflanzenproben einholen und analysieren. Vielleicht hätten wir eine der ganz seltenen Armleuchteralgen herausgefischt, die es im Werbellinsee noch gibt. Wir könnten uns die Solartechnik des Schiffs erklären und die Zusammenhänge von Biodiversität und menschlichem Handeln verdeutlichen lassen. „Wir bieten verschiedene Pakete für Kitakinder, Schüler, Studenten und Erwachsene an. Die Fahrten dauern dann 2,5 Stunden.“ Das Projekt „Fische, Fernglas, Fotosynthese“ der „Solar Explorer“ des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin ist so vielfältig und interessant, dass es sogar von einem Gremium der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde.

Nach einer Stunde legt der Katamaran wieder am Steg des Wassersportclubs Altenhof e.V. an. „Das war toll“, schwärmt die vierjährige Cleo und winkt zum Abschied Anne, der Expeditionsleiterin, zu.

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Historische Aufmachung in der Friedrich-Engels-Strasse

STADTWERKE ZEITUNG


Gubener Maßanfertigung für Lichtmasten

Historische Aufmachung in der Friedrich-Engels-Strasse

Seit DDR-Zeiten gehörten sie selbstverständlich zum Straßenbild in Rostock, Berlin, Leipzig und auch Guben: die Rostocker Straßenleuchte, auch als Rundscheibenleuchte bezeichnet, kurz: RSL.

Moderne Beleuchtung im historischen Gewand: Für das Gebäudeensemble in der Friedrich-Engels-Straße aus den 1950er Jahren hat die Gubener Metallbaufirma Arno Schmidtchen die Masten nach den Vorgaben des Denkmalschutzes nachgebaut.

Foto: EVG /Dressler

Seit den 1960er Jahren war sie in der Neißestadt für die Ausleuchtung von Straßen und Gehwegen verantwortlich. Doch inzwischen ist sie in die Jahre gekommen, wie in der Friedrich-Engels-Straße. „In vielen Lampen sorgt nur noch ein von zwei Leuchtmitteln für schummriges Licht“, heißt es im Energiebericht der Stadt Guben (Erhebungszeitraum 2021 bis 2023). Erschwerend kam hinzu, dass der Beton der Masten bröckelte und der Bewehrungsstahl frei lag. „Die Standsicherheit und die technische Sicherheit waren nicht mehr gegeben. Außerdem haben die verwendeten Natriumdampflampen zu viel Energie verbraucht und sind nicht mehr zeitgemäß“, ergänzt Matthias Krause von den Gubener Stadtwerken. Eine RSL 1 hat eine Leistung von 153 Watt, die neuen optisch ähnlichen LED-Leuchten benötigen bei besserer Ausleuchtung nur noch 46 Watt, also zwei Drittel weniger.

Matthias Krause von den Stadtwerken ist der Experte für die Gubener Straßenbeleuchtung.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Allerdings war eine Umrüstung auf moderne Laternen an die Auflage des Denkmalschutzes gebunden. Ein Erhalt war wegen des maroden Zustands der sechseckigen Betonmasten aus DDR-Zeiten nicht mehr möglich. Um dem Stil dennoch gerecht zu werden, sollten sie aus Stahl nachgebaut werden. Übernommen hat diesen Auftrag die Gubener Metallbaufirma Arno Schmidtchen. Sie hat die Masten nach den Anforderungen des Denkmalschutzes angefertigt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wer sich davon überzeugen will, dem sei ein Ausflug in die Friedrich-Engels-Straße empfohlen. Hier stehen die in den 1950er Jahren errichteten Wohngebäude sowie die Schule samt Turnhalle unter Denkmalschutz. Auch in der Hegelstraße sind die Straßenlaternen der RSL 1 nachempfunden, damit sie in das Gebäudeensemble passen. „Anders als in den vergangenen Jahren haben wir jetzt wieder beidseitig Lichtpunkte gesetzt, so dass die Ausleuchtung optimiert werden konnte“, sagt Matthias Krause. Der Fachmann ist ein passionierter Sammler von Straßenlaternen. Die Betriebswerkstatt der Stadtwerke hat so auch musealen Charakter. Ausgewählte Exemplare der Leuchten, Lampen und Laternen, die in den vergangenen Jahrzehnten für Licht in Guben und Umgebung gesorgt haben, zieren dort die Wände. Natürlich ist auch die RSL 1 dabei.

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E-Ladestrom boomt bei SÜLL – plus 31 Prozent

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Öffentliche Ladesäulen

E-Ladestrom boomt bei SÜLL – plus 31 Prozent

Der Absatz von E-Ladestrom an den öffentlichen Ladesäulen der Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau-Lübbenau (SÜLL) ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beachtliche 31 Prozent gestiegen.

Auch auf dem Betriebshof der SÜLL und der DAHME-NUTHE Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH (DNWAB) in Luckau stehen für betriebseigene und Fahrzeuge der Mitarbeiter bis zu 8 Ladepunkte bereit.

Foto: SPREE-PR/Friedel

Sowohl die geladene Strommenge als auch die Zahl der abgerechneten Ladevorgänge wachsen rasant. Ein Grund dafür: Der Zugang zu den Ladesäulen wird immer kundenfreundlicher und somit einfacher.

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, plant und realisiert die SÜLL kontinuierlich neue Ladeinfrastrukturprojekte – gemeinsam mit Vermietern, Kommunen und Gewerbetreibenden. „Besonders gefragt sind dezentrale Lademöglichkeiten direkt bei Unternehmen aus Gewerbe und Industrie“, weiß Hannes Schliebner, Leiter Energiewirtschaft. „Denn dort können Kunden, Mitarbeitende und Besucher rund um die Uhr laden – ohne die Kapazitäten im öffentlichen Raum zu belasten.“
Für Arbeitgeber ist das Angebot eigener Ladepunkte ein Pluspunkt in mehrfacher Hinsicht: Sie steigern die Attraktivität für Fachkräfte, unterstützen klimafreundliche Mobilität und leisten einen aktiven Beitrag zur Verkehrswende.

Mit dem wachsenden Angebot an E-Fahrzeugen auf dem Markt, wird der Bedarf an Ladepunkten weiter steigen. Die SÜLL geht daher diesen Weg mit Partnern in der Region konsequent weiter – für eine saubere und zukunftsfähige Mobilität.

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Auskunft vor dem Baustart schützt vor bösen Überraschungen

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Gewusst wo – Leitungen im Untergrund

Auskunft vor dem Baustart schützt vor bösen Überraschungen

Auch bei Aufgrabungen oder Bohrungen im Erdreich kann einiges schieflaufen, im schlimmsten Fall drohen sogar die Gefährdung der Gesundheit oder aber eine Unterbrechung der Versorgung. Wer bei Bauarbeiten Leitungen beschädigt, ohne vorher eine Auskunft zum unterirdischen Netz eingeholt zu haben, haftet meist in vollem Umfang für entstandene Schäden. Wir sprachen dazu mit Antje Roeschmann von der Städtischen Werke Guben GmbH (SWG).

Antje Roeschmann ist die GIS-Expertin bei der SWG. Die Abkürzung GIS steht für Geoinformationssystem. In dieser Datenbank werden Geodaten, also raumbezogene Daten wie Leitungen und Kanäle, digital erfasst.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Wozu braucht man Leitungsauskünfte?

Sie sind wichtig, um möglichen Schaden von unseren Leitungen bei Tiefbauarbeiten fernzuhalten. Die Bauherren bekommen einen Überblick über den vorhandenen Leitungsbestand im Baugebiet und wissen so, wo sie besonders vorsichtig sein müssen. Hinweise zum Arbeiten im Bereich der Leitungen übergeben wir mit der Leitungsauskunft.

Wann sollten Bauherren Auskünfte über die Leitungen einholen?

Informationen von jetzt auf gleich sind nicht immer möglich. Ein paar Tage Vorlauf sind sehr hilfreich für uns. Bauherren sollten die Leitungsauskunft also mehrere Tage vor dem Baubeginn anfordern. Das ist unkompliziert möglich, beispielsweise über das Online-Formular auf den EVG-Webseiten unter www.ev-guben.de.

Wenn trotz der Auskunft irgendetwas unklar bleibt, erfolgt durch unsere Mitarbeiter eine Einweisung vor Ort, um Schäden zu vermeiden.

Wie lange dauert es in der Regel bis zur Antwort?

In der Regel erhalten die Bauherren innerhalb von ein bis drei Werktagen die Auskunft zu den Leitungen in digitaler Form. Sie können auch in Papierform abgeholt werden.

Woher haben Sie Ihre Informationen?

Bei neuverlegten Leitungen erhalten wir die Daten von den Vermessungs- bzw. Ingenieursbüros. Diese werden dann in unser Geographisches Informationssystem (GIS) eingepflegt. Den Altbestand der Leitungen haben wir nach den vorhandenen Unterlagen ins GIS übernommen.

Wie groß ist das unterirdische Leitungsnetz, zu dem Sie Auskunft geben müssen?

Unser Netzbetrieb erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet der Stadt Guben. Hier betreiben wir 168 km Netze der Stadtbeleuchtung und die EVG, 232 km Niederspannungsnetze, 87,5 Mittelspannungsnetze, 62,3 km Niederdrucknetze und 78,9 km Mitteldrucknetze. Darüber hinaus werden 20 km Wärmenetze in der Stadt betrieben.

Wie verbindlich sind die Aussagen zu den Leitungen im Erdreich?

Von den älteren Leitungen sind die genauen Lagen und Verlegetiefen nicht immer bekannt. Besonders Leitungen, die zu DDR-Zeiten verlegt wurden, liegen schon mal auf privaten Grundstücken und nicht im öffentlichen Raum. Das erfordert dann ein noch vorsichtigeres Agieren auf der Baustelle. Deshalb ist es sicherer, die Tiefbauarbeiten von einer Fachfirma ausführen zu lassen. Möchte der Bauherr die Tiefbauleistungen lieber in Eigenleistung erbringen, sollten die eingeholten Leitungsauskünfte besonders aufmerksam beachtet und im Bereich der Leitungen zur Handschachtung gegriffen werden, also der Freilegung der Rohre per Handaushub und nicht mit dem Bagger.

Direkt zum Onlineformular für die Leitungsauskunft

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Bleibt Gaskunden mehr im Portemonnaie?

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Gasspeicherumlage fällt weg

Bleibt Gaskunden mehr im Portemonnaie?

Neben den Bau von neuen Gaskraftwerken zur Stabilisierung und Erhöhung der Versorgungssicherheit der deutschen Stromversorgung, will die Bundesregierung ab 2026 die sogenannte Gasspeicherumlage abschaffen.

Die Absetzung der Umlage ab 2026 soll Kunden Entlastung bringen.

Grafik: SPREE-PR

Sie soll künftig aus Bundesmitteln finanziert werden – und nicht mehr von den Gaskunden. „Die SÜLL begrüßt diese geplante Entscheidung ausdrücklich“, sagt Hannes Schliebner, Leiter Energiewirtschaft bei den Stadt- und Überlandwerken GmbH Luckau-Lübbenau. „Selbstverständlich geben wir von der SÜLL diese Entlastung direkt an unsere Kunden weiter. Ab Absetzung der Umlage werden wir diese Umlagekosten weder erheben, noch gegenüber den eigenen Kunden abrechnen.“

Doch wie genau wirkt sich die Entlastung auf den Geldbeutel aus? Hannes Schliebner bremst zugleich zu hohe Erwartungen und Auswirkung auf den zukünftigen Endkundenpreis. „Die Gasspeicherumlage macht aktuell ca. 2,9 % des Brutto-Endkundenpreises aus“, rechnet er vor. „Bei einem typischen Haushaltskunden entspricht dies rund 52 € im Jahr.“ Aber: Diese Ersparnis wird von den voraussichtlichen Mehrkosten aus den steigenden CO2-Preisen im Rahmen des Brennstoffhandelsgesetzes wieder „aufgefressen“. Das heißt, der Gaspreis wird sich wohl für den Kunden unterm Strich am Ende kaum ändern.

Der Energiedienstleister aus dem Spreewald fordert von der Regierung: Politisches Ziel müsse es sein, konstante Endkundenpreise den Verbrauchern garantieren zu können, indem verlässliche Rahmenbedingungen für die Gaslieferanten gesetzt werden. Und nicht: eine minimale Kostenbelastung zu streichen, nur um andere Preiskomponenten zu erhöhen.

Planungssicherheit bei den Energiekosten ist für Familien entscheidend. „Deshalb setzen wir auf Verlässlichkeit“, sagt der Leiter Energiewirtschaft. „Mit unserer Beschaffungsstrategie verfolgen wir das Ziel die zukünftigen Erdgaspreise konstant auf dem aktuellen Niveau zu halten trotz der weiter steigenden CO2-Preise, Netznutzungsentgelten und den allgemeinen Inflationskosten.“

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