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Studie zur Wärmewende in der Lausitz

STADTWERKE ZEITUNG


Fernwärme bleibt wichtiger Baustein

Studie zur Wärmewende in der Lausitz

Spremberg, Hoyerswerda und Weißwasser arbeiten seit 2021 gemeinsam an der Wärmewende. Die drei kommunalen Stadtwerke hatten das Fraunhofer IEG und Partner beauftragt, eine regionale „Wissenschaftliche Transformationsstudie zur Dekarbonisierung der Wärmebereitstellung in der Region bis 2050“ zu erarbeiten. Sie zeigt, welche Wärmequellen und -erzeugungstechnologien zur Verfügung stehen, um Wärmewende und Strukturwandel nachhaltig zu gestalten. Der regionale Vorteil: die vorhandenen und weiter ausbaubaren Fernwärmenetze und die Zusammenarbeit der drei Wärmeversorger.

Insbesondere in Spremberg und Hoyerswerda gibt es laut Studie geeignete Flächen für Solarthermie in der Nähe der Fernwärmenetze. Der Scheibesee und der Bärwalder See sind technisch geeignet für Gewässerthermie mit passenden Wärmepumpen. Dagegen sind Abwärme aus Industrie und Kläranlagen, Geothermie oder auch Biomasse aus Rest- und Altholz nur begrenzt verfügbar. Alle drei Städte verfügen über ein gut ausgebautes Fernwärmenetz. Mittelfristig ließen sich bis zu 70 Prozent der Haushalte anschließen. Die drei Stadtwerke wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen und gemeinsam Lösungen für eine umsetzbare, ökologische, sozialverträgliche, wirtschaftliche und sichere Energieversorgung entwickeln. Die Studie liefert eine Blaupause für den Prozess der kommunalen Wärmeversorgung, die bundesweit übertragbar ist.

„Der Kohleausstieg in der Lausitz bis 2038 setzt einen ambitionierten Rahmen für die lokale Wärmewende. Daraus folgt auch, dass eine nicht-klimaneutrale Brückentechnologie – mit hohen Investitionen und längeren Abschreibungszeiten – keine Option für die Braunkohlereviere ist“, fasst Mario Ragwitz, Leiter des Fraunhofer IEG und einer der Studienleiter, zusammen. Die Lausitz muss sich demnach auf die vorhandenen Stärken wie die gut ausgebauten Fernwärmenetze besinnen und neue lokale Quellen erschließen. Katrin Bartsch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke Weißwasser, sieht die Studie angesichts der ambitionierten Klimaziele und der kurzen Zeit, diese zu erfüllen, als solide Basis, um das Energiesystem zukunftsfest zu machen.

Der Sprecher des Konsortiums, Wolf-Thomas Hendrich ergänzt: „Mit der vorliegenden Studie sind (…) zentrale Aussagen getroffen. Die künftige Fernwärme bleibt auch mit nachhaltigen Erzeugungstechnologien wettbewerbsfähig und günstig. Voraussetzungen dafür sind u.a. die Verfügbarkeit stadtnaher Flächen für Erzeugung und Speicherung sowie die Bereitstellung der technischen, personellen und finanziellen Ressourcen.“

Die Studie empfiehlt neue lokale Quellen, wie die der Windkraft, zu erschließen.
Foto: SPREE-PR/Petsch

3 wichtige Fakten der Studie*

* Die Studie wurde unter Leitung der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG und unter Mitwirkung des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung ISI, der Tilia GmbH und der IREES GmbH erstellt.

  1. Fernwärme für 70 %  der Haushalte in Spremberg, Hoyerswerda und Weißwasser möglich
  2. Neue lokale Quellen erschließen: Windkraft, Solar, Solar- und Gewässerthermie
  3. Studie liefert bundesweite Blaupause für CO2-freie kommunale Wärmeversorgung

Mehr Infos zum Projekt

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Zentrum der E-Mobilität

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BASF hat am Standort Schwarzheide eine Anlage eingeweiht, in der Kathodenmaterialien gefertigt werden.
Foto: BASF

Boomregionen in Brandenburg

Zentrum der E-Mobilität

Brandenburg entwickelt sich gerade zum Zentrum der Batterieindustrie in Deutschland. Bereits 33 Unternehmen mit zusammen rund 9.300 Arbeitsplätzen sind hier tätig. Das ergab eine Studie im Auftrag der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB). Hinzu kämen neun Forschungseinrichtungen mit engem Bezug zur Batterie.

„Die Batteriestudie liefert erstmals ein umfassendes Bild des Batteriestandortes Brandenburg. Hier hat sich in kürzester Zeit eine starke Kompetenz entwickelt“, sagt WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt. „Und die Entwicklung setzt sich weiter fort; das sehen wir in den laufenden Investorengesprächen.“ Weitere Investitionen, die zusammen rund 3.500 neue Arbeitsplätze schaffen könnten, sind bereits in Vorbereitung oder im Bau. „Batterietechnik ist ein Schlüssel für moderne Mobilität und die Energiewende. Brandenburg hat die Chance hier in der ersten Liga zu spielen“, betonte Brandenburgs Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Die SWZ gibt einen Überblick über die Akteure.

DAM in Zehdenick

ist ein Ausrüster für Elektrofahrzeuge. In jedem BMW steckt ein Stück Zehdenick. 2022 hat die „Diehl Advanced Mobility“ (DAM) Zehdenick eine neue Produktionshalle errichtet. Auf 7.500m2 werden jährlich bis zu drei Millionen Zellkontaktiersysteme für Batteriezellen hergestellt. Dabei werden dank modernster Hochpräzisions- und Hochgeschwindigkeits-Stanztechnologien sowie Kunststoffspritzguss- und Umspritzverfahren hauptsächlich aus Aluminium und Kupfer gestanzte Teile mit Kunststoff ummantelt. DAM ist mit 637 Beschäftigten größter Arbeitgeber in Zehdenick. Die Belegschaft hat sich innerhalb von wenigen Jahren mehr als verdoppelt. DAM feierte 2021 sein 100-jähriges Jubiläum als Industriestandort Brandenburg.

Die Produktionshalle in Zehdenick: Hier werden die Zellkontaktiersysteme hergestellt.

Foto: DAM


BASF Schwarzheide GmbH

Mit drei neuen Produktions- und Recyclinganlagen setzt BASF in Schwarzheide (Lausitz) neue Maßstäbe. Das Unternehmen will den Kreislauf zur Nachhaltigkeit für Elektrofahrzeuge schließen.

Diesen Sommer nahm die Anlage für Batteriematerialien die Produktion auf. Es ist die erste Produktionsstätte der BASF in Europa zur Herstellung von Kathodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien. Mit den Produkten aus der Lausitz können jährlich bis zu 400.000 Elektroautos ausgestattet, die Ladezeiten verkürzt und die Reichweiten erhöht werden.

Darüber hinaus ermöglicht BASF die Wiederverwertung von Batterien und der darin enthaltenen wertvollen Metalle Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan aus ausgedienten Akkus. Die Inbetriebnahme der Prototypanlage für Batterierecycling findet voraussichtlich noch dieses Jahr statt. Im kommenden Jahr startet zudem die Batterierecyclinganlage für schwarze Masse. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe zur Rückgewinnung der enthaltenen Rohstoffe. Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE: „Mit unseren beiden Investitionen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Batterien und schließen den Kreislauf für eine nachhaltige Mobilität.“ Rund 215 neue Arbeitsplätze hat BASF insgesamt in Schwarzheide geschaffen: rund 150 in der Produktion für Batteriematerialien, etwa 35 in der Prototypanlage, hinzu kommen circa 30 in der Black-Mass-Anlage.

Leistungsstarke Kathodenmaterialien in der Vergrößerung 1400:1. Sie sind wesentlicher Bestandteil von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge.
Foto: BASF


Rock Tech in Guben

In Guben entsteht die größte Lithiumfabrik Europas. Ende März 2023 war Spatenstich. Das deutsch-kanadische Unternehmen Rock Tech will hier ab 2025 jährlich 24.000 Tonnen des Rohstoffs einsetzen – ausreichend für den Bau von 500.000 Elektroautos. Die Investitionssumme beträgt nach eigenen Angaben 650 Mio. Euro, 170 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Das Baufeld ist bereits abgesteckt, das Genehmigungsverfahren läuft.

Spatenstich (v. l.): Steffen Kammradt, GF Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH; Ministerpräsident Dietmar Woidke; Rock-Tech-Chef Dirk Harbecke; Gubens Bürgermeister Fred Mahro; Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Markus Schäfer, Vorstandsmitglied bei Mercedes-Benz.
Foto: Stadt Guben


Microvast in Ludwigsfelde

Der amerikanische Batteriesystemhersteller Microvast hat 2021 eine Batteriemodulproduktion in Ludwigsfelde eröffnet und seine Europazentrale hier angesiedelt. Verwaltung, Forschung, Entwicklung und Produktion – alles an einem Standort.  Gefertigt werden Lithium-Ionen-Akkus für Transporter und Lkw, für Sportwagen oder Geländewagen. Das Unternehmen hat laut WBFF-Studie insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag investiert, damit bis zu 250 Mitarbeitende jährlich 300.000 bis 500.000 Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von acht bis zwölf Gigawattstunden fertigen.


Tesla in Grünheide

Seit März 2022 produziert Tesla in seiner Gigafactory in Grünheide jährlich nach eigenen Angaben rund 250.000 E-Autos. Der US-Elektroautobauer will seine Produktion verdoppeln und die Fabrik erweitern. Derzeit laufen dazu die Anhörungen. Ursprünglich wollte Tesla in Grünheide auch komplette Batterien produzieren, verwarf aber die Pläne.

Die Gigafactory in Grünheide.
Foto: Tesla

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Zukunft bei den Stadtwerken? Eine richtig gute Idee!

STADTWERKE ZEITUNG


Wie fiel die Wahl der Ausbildung bei den Stadtwerken? Vier junge Menschen berichten.
Fotos: SPREE-PR/Friedel, SPREE-PR/Krone, SW Spremberg, SWS

Schulabgänger aufgepasst

Zukunft bei den Stadtwerken? Eine richtig gute Idee!

Jetzt ist die Bewerbungsphase für den Ausbildungsstart 2024. Die Entscheidung über den Beruf gehört zu den wichtigsten des Lebens und fällt oft nicht leicht. Er soll zukunftssicher, aber nicht eintönig sein. Er soll Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten und gleichzeitig Platz für die private Entfaltung im Leben lassen. Stadtwerke können da besonders punkten. Die kommunalen Unternehmen bieten nicht nur zum Ausbildungsstart 2024 eine unglaubliche Bandbreite an modernen Ausbildungsberufen in kaufmännischen wie handwerklich-technischen Berufen sowie Dualen Studiengängen an. Auch flache Hierarchien, positive Fehlerkultur, wertschätzendes Miteinander, Nachhaltigkeit, flexible Arbeitszeiten, Wohnortnähe und Familienfreundlichkeit machen Stadtwerke zu Top-Arbeitgebern. Hinzu kommen zukukunftsweisende Aufgaben wie die Energie- und Wärmewende – da wird jedes Talent gesucht. Wir sprachen mit vier jungen Menschen über ihren Berufsstart, Karriere und warum sie sich für die Stadtwerke als Arbeitgeber entschieden haben.

„Mit meinem Ferienjob begann alles.“

Josephin Heise liebt die Abwechselung Ihrer Arbeit.  
Foto: SPREE-PR/Krone

Josephin Heise, Mitarbeiterin für Marketing und Vertrieb der Stadtwerke Zehdenick, gehört seit zehn Jahren zur „Stadtwerke-Familie“. Vorher kannte sie den Energieversorger von einem Ferien- und anschließenden Schülerjob. Auf die Idee, hier auch eine Ausbildung zu beginnen, ist sie aber zunächst gar nicht gekommen. „Nach dem Abitur habe ich mich bei einem großen Energiekonzern beworben und bereits die Bewerbungsrunde absolviert, als mich der damalige Geschäftsführer fragte: „Warum lernst du eigentlich nicht bei uns?“, erinnert sich Josephin Heise. „Ich glaube, vielen junge Menschen geht es so wie mir damals. Wir kommen nicht auf das Naheliegende und wollen erst mal raus in die große Welt.“ 2013 startete sie die 3-jährige Ausbildung zur Industriekauffrau bei den Stadtwerken, wurde übernommen und schloss anschließend ein Abendstudium der Betriebswirtschaft an. „Bei einem Stadtwerk wie unserem wird man als Person wahrgenommen, erhält die Chance, sich langfristig eine Position zu erarbeiten. Die Aufgaben sind hier breit gefächert. Das macht die Arbeit so abwechslungsreich.“ Und, fügt sie hinzu: „Ich bin in zehn Minuten mit dem Fahrrad auf Arbeit.“

Die Stadtwerke Zehdenick bilden regelmäßig Fachkräfte aus – zurzeit haben sie drei Auszubildende. Hier klicken für mehr Infos zu Ferienjobs und Ausbildung.

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„Man hat viele Möglichkeiten sich einzubringen.“

Pascal Lößner mag die flachen Hierachien.
Foto: SWS

Pascal Lößner beendete diesen Juli seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement der Städtischen Werke Spremberg und ist nun als Mitarbeiter der Allgemeinen Dienste, u.a. für das Fuhrparkmanagement und Postbearbeitung verantwortlich. Er schätzt das moderne Arbeitsumfeld, die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten und die positive Arbeitsatmosphäre. „Im Gegensatz zu einem Konzern von mehreren hundert Mitarbeitern, kennt hier jeder jeden.“ Vieles lasse sich auf kurzem Weg erledigen.

Er hat sich nach dem Abitur bewusst für die kaufmännische Ausbildung entschieden. „Ganz wichtig war mir auch, unbedingt in der Region zu bleiben.“ Leute aus dem Bekanntenkreis gaben Pascal Lößner damals den Tipp, dass die Städtischen Werke Spremberg Auszubildene suchen. Er informierte sich auf der Website und fand das Passende. „Meine Erwartungen an den Beruf, waren ganz klar“, sagt er. „Er sollte interessant, abwechslungsreich und nicht monoton sein. Das hat sich auf alle Fälle erfüllt. Es ist nie langweilig und man hat viele Möglichkeiten seine Ideen einzubringen.“

Die SW Spremberg bilden 2024 aus: Kaufmann für Digitalisierungsmanagement, Fachinformatiker und Anlagenmechaniker für Instandhaltung (m/w/d).

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„Ich wollte in der Region­ bleiben.“

Klara Mich (20) startete im Sommer ihre Ausbildung bei der SÜLL.   
Foto: SPREE-PR/Friedel

Klara Mich hat am 1. August 2023 ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau-Lübbenau (SÜLL) gestartet. „Während des Abiturs hatte ich bereits Wirtschaft mit Rechnungswesen belegt. Da bin ich auf den Beruf der Industriekauffrau gekommen“, so die 20-Jährige. Sie entdeckte die Stellenausschreibung der SÜLL. Der Energieversorger war ihr natürlich ein Begriff – und „um die Ecke“. Der Lübbenauerin war nach dem Abitur eines besonders wichtig: „In der Region zu bleiben, bei Freunden und Familie.“

Im Dezember 2022 hatte sie ihr Bewerbungsgespräch und überzeugte. Im Februar folgten Ausbildungsvertrag und im April ein Probearbeiten. „Da hat sich meine Berufswahl nochmal bestätigt“, sagt die Auszubildende. „Mir gefällt bei den Stadtwerken die Vielfältigkeit der Aufgabenbereiche und auch, dass man Einblicke in technische Bereiche erhält.“

Die SÜLL bietet auch spannende Ausbildungen im technischen Bereich.

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„Die Stadtwerke im Punkt Attraktivität zu toppen, ist nicht leicht.“

Benjamin-Julien Kempin schätzt den solidarischen Umgang.
Foto: SWS

Benjamin-Julien Kempin begann 2015 seine Ausbildung bei den Stadtwerken Schwedt, ist mittlerweile Sachgebietsverantwortlicher Netzleitwarte & Messstellenbetrieb: „Ich wohnte viele Jahre zuvor gegenüber dem Firmensitz der Stadtwerke Schwedt. Somit verging im Grunde kein Tag, an dem es keinen Blickkontakt gab“, sagt er. Nach dem Abitur stellte sich die Frage: Studium oder Ausbildung? Fest stand dagegen: „Diese in meiner Heimat – und somit der Stadt Schwedt – zu absolvieren.“ Auf der Homepage der Stadtwerke Schwedt gab es dann ein Ausbildungsangebot genau zum richtigen Zeitpunkt. Zunächst sei es ihm darum gegangen „etwas mit Strom und etwas mit meinen Händen“ zu machen und er startete die Ausbildung zum „Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik“. Er stellte aber fest: „Mit dem Abschluss der Ausbildung war ich noch nicht zufrieden.“ Er fragte in Gesprächen mit Vorgesetzten nach der Möglichkeit eines dualen Studiums, machte sich aber keine großen Hoffnungen, weil es so etwas in der Fachrichtung bei den Stadtwerken noch nicht gab. Es klappte. Im September 2018 folgte das duale Studium in Stralsund mit dem Studiengang „Elektrotechnik“. „Dafür bin ich noch heute sehr dankbar“, sagt Benjamin-Julien Kempin. Natürlich habe es insbesondere in der Studienzeit oft den Gedanken gegeben, `hoffentlich zahlt sich das bald alles aus´. „Im Grunde wünschte ich mir nur, dass die ganze (Bildungs-)Arbeit mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag in einer interessanten Stelle belohnt wird – um nach den anstrengenden ungewissen Jahren zuvor endlich ein Gefühl vom Angekommen sein zu haben. Heute habe ich es.“

Seit März 2022 ist er als Verantwortlicher der beiden Sachgebiete „Netzleitwarte“ und „Messstellenbetrieb“ eingestellt. In der Netzleitwarte wird im vollkontinuierlichen Schichtbetrieb (24/7) das gesamte Strom-, Gas- und Fernwärmenetz des Stadtgebietes überwacht und gesteuert. Im Messstellenbetrieb geht es um alles, was mit Strom-, Gas- und Fernwärmezählern zu tun hat. Zwischen diesen beiden Sachgebieten bestehen nicht selten Synergien.
Und was ist sein Fazit zur Karriere bei den Stadtwerken? „Alles, womit geworben wird, wird auch so gelebt. Angefangen bei Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen über einen respektvollen und solidarischen Umgang bis zum Gesundheitsangebot ist alles vorhanden. Die Stadtwerke im Punkt Attraktivität zu toppen, ist nicht leicht. Berufe dieser Branche bringen außerdem auch einen gewissen Grad an Zukunftssicherheit mit sich. Die Energiebranche ist in einem großen Wandel und die Frage nach Energien wird wohl in unseren Lebenszeiten nicht nachlassen.“

Die Stadtwerke Schwedt suchen 2024 engagierte Nachwuchs-Stadtwerker. Insgesamt sechs Ausbildungsberufe und drei duale Studiengänge stehen zur Wahl. Bewerbungen bis 30.11.2023.

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Thermometer selber bauen

STADTWERKE ZEITUNG


Kinderecke

Thermometer selber bauen

Woher weiß eigentlich ein Thermometer, wie warm es ist? Nun, das lässt sich ganz leicht herausfinden, in dem man sein eigenes Messgerät baut.

Die Gegenstände sind die Bausteine für dein Thermometer.
Foto: SPREE-PR/Friedel

Dafür brauchen wir:

• eine kleine Glasflasche (300 ml)
• Tinte
• etwa 50 ml Wasser
• durchsichtigen Trinkhalm
• Knete
• Pappe
• Filzstift
• Gummi
• Schaschlikspieß
• Thermometer

So geht’s:

Das Wasser mit Tinte einfärben und etwa auf 3 cm in die Flasche füllen. Flaschendeckel mit Loch versehen, den Trinkhalm hindurch in die Flasche gesteckt, so dass nur ein Fingerbreit Platz zwischen Flaschenboden und Halm ist.

Nun den Flaschendeckel von außen und innen mit Knete abdichten, die Flasche zuschrauben.

Das Thermometer an sich ist fertig – was noch fehlt, ist eine Anzeige, die sagt, wieviel Grad denn nun genau sind. Dafür braucht man eine Skala mit Zahlen und Strichen.

Für die Skala ein Stück Pappe nehmen. Die Skala in das Gummiband stecken, das um die Flasche gespannt werden.

Jetzt muss das Thermometer „geeicht“ werden. Eichen bedeutet, dass die richtige Temperatur auf der Pappe (Skala) eingetragen wird. Stelle dafür zuerst dein Flaschenthermometer für ein paar Minuten an einen kühlen Ort (Keller, Garage) und markiere den Wasserstand im Trinkhalm auf der Pappe. Lies vom Zimmerthermometer die Temperatur ab. Da sind z.B. 14 Grad. Schreibe die Zahl neben den Strich. Das gleiche wiederholst du an einem warmen Ort, etwa an einem heißen Tag auf dem Balkon. Da sind z.B. 26 Grad. An der Wassersäule die Stelle mit den 26 Grad einzeichnen. Den Zwischenraum zwischen den 14 und 26 Grad in gleiche Abschnitte aufteilen und die fehlenden Gradzahlen eintragen.

Fertig ist das Thermometer!

An der blau eingefärbten Wassersäule lässt sich die Temperatur ablesen.
Foto: SPREE-PR/Friedel

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Stadtwerke schaffen Vertrauen

STADTWERKE ZEITUNG


22 . 02 . 2023 , Brandenburg / Ahrensfelde : Druckerei Möller Pro Media GmbH . Foto : Druckereileiter Daniel Burisch mit frisch gedrucken Stadtwerkezeitungen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke.
Quelle: Uwe Kloessing

Grußwort von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke

Stadtwerke schaffen Vertrauen

Seit 30 Jahren informiert die STADTWERKE ZEITUNG Kunden der kommunalen Energieversorger. Zum Jubiläum gratulierte auch Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und würdigte in einem Grußwort die besondere Leistung der Stadtwerke:

Liebe Leserinnen und Leser,

wissen Sie noch, was Sie vor 30 Jahren gemacht haben, was Sie umtrieb und beschäftigt hat? Für viele waren die Nachwendejahre eine sehr aufregende und mitunter turbulente Zeit mit vielen neuen Möglichkeiten und Chancen, aber auch vielen Unsicherheiten. Inmitten dieser Entwicklungen gingen viele Stadtwerke von
Spremberg über Premnitz bis nach Perleberg und an vielen weiteren Orten Brandenburgs neue Wege, um ihre Kundinnen und Kunden zu informieren und auf dem Laufenden zu halten.

Seit 30 Jahren erreicht die STADTWERKE Zeitung zahlreiche Haushalte im ganzen Land. Sie berichtet von neuen Trends, Ereignissen vor der Haustür und natürlich über alles, was es rund um das Thema Energieversorgung und die vielfältigen Aufgaben der Stadtwerke zu wissen gibt. Zu diesem stolzen Jubiläum gratuliere ich von Herzen gern! Die Stadtwerke haben in diesen 30 Jahren viel erlebt, sich fortwährend weiterentwickelt, neue Technologien eingesetzt und dies alles Menschen in der Region nähergebracht. Wer über so lange Zeit zuverlässig und transparent mit seinen Kundinnen und Kunden in Verbindung ist, schafft Vertrauen. Dafür danke ich allen Verantwortlichen.

Ob in Forst oder Zehdenick, Lübben oder Schwedt – die Stadtwerke tragen eine enorme Verantwortung. Wenn wir auf den Schalter drücken, geht sofort das Licht an, wenn wir den Hahn aufdrehen, fließt sofort reines Trinkwasser. Ein Leben ohne Energie kann sich wohl kaum jemand von uns vorstellen. Und doch stehen wir vor großen Veränderungen. Der Klimawandel drängt uns zum schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat uns deutlich gemacht, dass wir schnell von einseitigen Energieimporten unabhängig werden müssen.
Brandenburg ist dabei auf einem guten Weg. Unser Land ist regelmäßig auf den Spitzenplätzen, wenn es im Ländervergleich um den Ausbau der Erneuerbaren geht. Schon seit 2020 kann Brandenburg seinen Bruttostrombedarf rechnerisch vollständig aus erneuerbaren Energien decken. Und mit unserer Energiestrategie 2040 haben wir unsere Ausbauziele noch einmal angepasst und deutlich höher gesetzt.
Bei all diesen Vorhaben sind die Stadtwerke überall im Land zuverlässige und unverzichtbare Partner. Sie bringen die Energie ins Haus, sind die ersten Ansprechpartner vor Ort, klären auf, beraten und bringen die Energiewende direkt vor der Haustür voran. Deswegen verbinde ich meine Glückwünsche sehr gern mit einem riesengroßen Dankeschön für die geleistete Arbeit, die Zuverlässigkeit und den großen Einsatz aller Stadtwerke-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter! Ihre Arbeit treibt das ganze Land an!

Der STADTWERKE Zeitung wünsche ich für die kommenden 30 Jahre und darüber hinaus immer fließende Kreativität und gute Ideen sowie weiterhin viele spannende Geschichten vor Ort und eine treue Leserschaft!

Herzlichen Glückwunsch noch einmal!

Dr. Dietmar Woidke
Ministerpräsident
des Landes Brandenburg

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11 praktische Tipps zum Beginn der Heizperiode

STADTWERKE ZEITUNG


22 . 02 . 2023 , Brandenburg / Ahrensfelde : Druckerei Möller Pro Media GmbH . Foto : Druckereileiter Daniel Burisch mit frisch gedrucken Stadtwerkezeitungen.

Die Wohlfühltemperatur ist sehr individuell: Diese Temperaturen stehen hinter den Thermostateinstellungen.
Grafik: SPREE-PR/Schulze

Bewusster Umgang mit Energie

11 praktische Tipps zum Beginn der Heizperiode

Die Heizsaison steht vor der Tür: Werden die Tage kürzer, die Nächte länger und sinken die Temperaturen, ist es an der Zeit, die Heizung aus dem „Sommerschlaf“ zu holen. Worauf man jetzt achten sollte, damit man nicht unnötig Energie verbraucht.

  • 1. Heizkörper reinigen:

    Über den Sommer hat sich jede Menge Staub von außen und in den Lamellen abgesetzt – die Staubschicht wirkt wie eine Dämmung und verhindert so die Abgabe von Wärme an den Raum. Schalten Sie die Heizung ein, wird der Staub zudem immer wieder aufgewirbelt und durch Schmutzpartikel müssen Sie auch in der Wohnung deutlich öfter Staubwischen als nötig.
  • 2. Heizkörper entlüften:

    Luft im Heizkörper kann die Wärmeleistung verringern. Dafür die Entlüftungsschraube öffnen. Wenn keine Luft mehr entweicht und Wasser herausläuft, ist die Heizung entlüftet.
  • 3. Heizungs-Check:

    Heizungsanlage vom Fachmann vor der Heizsaison durchchecken lassen, damit im Winter kein plötzlicher Heizungsausfall droht.
  • 4. Heizungsanlage richtig einstellen:

    angepasste Heizzeiten auf das eigene Verbrauchs- und Abnahmeverhalten sowie optimale Vorlauftemperaturen sparen bis zu 15% Energie.
  • 5. Heizkörper nicht zustellen:

    Man sollte mindestens 20 Zentimeter Abstand zu Einrichtungsgegenständen lassen, damit die Wärme sich ausbreiten kann.
  • 6. Sparsam Heizen:

    Schon ein Grad Celsius weniger spart 6% Energieeinsatz.
  • 7. Richtige Thermostateinstellung:

    Das Zimmer wird nicht schneller warm, wenn man den Regler auf 5 als auf 3 dreht. Aber es wird mehr Energie verbraucht. Auf der Skala stehen die Stufe 1 für 12 Grad, Stufe 2 für 16 Grad, Stufe 3 für 20 Grad, Stufe 4 für 24 Grad und Stufe 5 für 28 Grad. (siehe Grafik oben)

  • 8. Stoßlüften besser als Dauerlüften:

    Durch die angekippten Fenster kommt es kaum zum Luftaustausch, dabei kühlen Wände und Möbel aus. Besser: Die Fenster während der Heizperiode kurzzeitig öffnen und die Heizthermostate ganz herunter stellen. Schon nach 5 bis 10 Minuten ist die verbrauchte Luft ausgetauscht.

  • 9. Vorhänge oder Jalousien:

    nach Einbruch der Dunkelheit schließen. Das sorgt dafür, dass Wärme nicht nach Draußen gelangt.
  • 10. Nachts Temperatur absenken:

    Drei bis fünf Grad weniger können fünf bis zehn Prozent der Energie einsparen.
  • 11. Energieverluste senken:

    Fenster sowie Türen abdichten und einstellen.

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Modernes Straßenlicht läuft mit

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Wald Blick durch Rahmen

Mit Einbruch der Dämmerung erkennen die eingebauten Bewegungsmelder Verkehrsteilnehmer (2), dann wird das Beleuchtungsniveau kurzfristig auf 100 Prozent hochgefahren und den folgenden zwei Straßenlaternen ebenfalls gemeldet, sich anzuschalten (3). Ansonsten bleibt die Beleuchtung auf einem reduzierten Niveau (1).
Grafik: SPREE-PR/Grit Uftring

Kurz erklärt

Modernes Straßenlicht läuft mit

Ist deine Straßenlaterne auch eine echte Leuchte? Moderne Straßenbeleuchtung ist nämlich ziemlich smart. Sie läuft mit den Verkehrsteilnehmern einfach mit. Das liegt an eingebauten Bewegungsmeldern.

So schaltet sich die Laterne erst ein, wenn auch wirklich jemand das Licht benötigt. Die Straßenlaternen mit mitlaufendem Licht sind im Ruhezustand auf ein Minimum von 10 % Leuchtkraft reduziert. Nur so, dass der Geh- oder Radweg erkennbar ist.

Erst wenn ein Fußgänger oder auch Radfahrer sich nähert, schalten sie automatisch auf die volle Lichtleistung von 100 Prozent. Gleichzeitig wird den folgenden zwei Straßenlaternen ebenfalls gemeldet, sich anzuschalten – die Straßenlaternen „sprechen“ also untereinander. Und so scheint es, dass das Licht mitläuft.

Die Leuchtdauer beträgt immer nur wenige Sekunden – solange man das Licht benötigt. Dann wird wieder runtergedimmt.

Die Beleuchtung nach Bedarf spart bis zu 70 Prozent des normalen Energieverbrauches. Das senkt nicht nur Kosten und Treibhausemissionen, sondern schützt auch noch Insekten und andere Tiere der Nacht, die durch Licht angelockt werden.

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Ich glaub, ich steh’ im Wald

STADTWERKE ZEITUNG


Wald Blick durch Rahmen

Der Blick durch den Bilderrahmen schärft die Konzentration und stärkt das Gedächtnis.
Foto: Auszeitwaldbaden/ Eileen Froelich

Kleine Auszeit

Ich glaub, ich steh ’ im Wald

Im Wald zu sein, tut Körper und Seele gut. Das spüren wir intuitiv. Aber warum ist das eigentlich so? Unsere Redakteurin Brita Friedel wollte es genauer wissen und ging „Waldbaden“. In Japan wird die anerkannte Naturtherapie „Shinrin Yoku“ genannt, was übersetzt „baden in der Atmosphäre des Waldes“ heißt.


Von Brita Friedel

SWZ-Projektleiterin

SWZ-Projektleiterin


Eileen Froelich im Wald

Die zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden und Achtsamkeit im Wald: Eileen Froelich.
Foto: SPREE-PR/Friedel

Es ist ein milder Nachmittag Anfang Juli, als ich mit Eileen Froelich in einem Waldstück in der Nähe von Strausberg verabredet bin. Sie ist Maltherapeutin und zertifizierte Kursleiterin für Shinrin Yoku-Waldbaden und Achtsamkeit im Wald.  Heute (beg)leitet sie mich.

Ich gehe gern im Wald spazieren. Sie weiß auch, warum. „Evolutionstechnisch gesehen ist der Wald noch immer unser Zuhause“, sagt sie. „Bis vor 300 Jahren lebten die meisten Menschen in naturnaher Umgebung und nur drei Prozent in Städten. Heute ist es die Mehrheit. Die evolutionäre Anpassung geht aber viel langsamer vonstatten.“ Wenn wir also in den Wald gehen, kehren wir heim.

Sie bittet mich, die Schuhe auszuziehen. Beim Waldbaden gehe es darum, mit allen Sinnen zu erleben. Die Schnürsenkel verknotet, geht’s mit den Sneakern in der Hand los. Es piekst ein wenig. Ich laufe gern barfuß, aber tatsächlich noch nie im Wald. Wir haben Signale vereinbart, wenn ich meinen Schritt verlangsamen oder stehenbleiben soll. Wir verbleiben in Stille, ganz ohne reden. Ich fühle mich ein wenig ausgebremst. Normalerweise geht’s für mich flotteren Schrittes voran. Aber heute zählt kein Tempo um Schrittzahlen.

Verbindung zur Natur

Wir lassen den Blick in alle Richtungen schweifen, nach oben und unten. Was ich sehe? Nichts Besonderes. Bäume, Stämme am Boden, Gräser. Ich zwinge mich genauer zu schauen. Da sind Ahorn, Eiche, Kiefer. Die grünen Blätter schimmern in Etagen in der Sonne, scheinen die Farben sekündlich zu wechseln. Eine Ameise krabbelt neben meinen nackten Füßen. „Der Unterschied zwischen einem Spaziergang im Wald und Waldbaden ist Achtsamkeit“, erklärt mir Eileen Froelich. „Damit ist eine alte buddhistische Praxis gemeint. Diese ermöglicht es uns, die Sinne zu sensibilisieren, zu aktivieren und eine Verbindung zur Natur herzustellen.“

Mitten auf einer Waldkreuzung werde ich gebeten, die Augen zu schließen, mich voll und ganz auf meine Atmung zu konzentrieren und an nichts zu denken. Das ist gar nicht so einfach. Das Gehirn nutzt die Ruhe gnadenlos aus, spielt den Tag durch, was später noch zu erledigen ist. Ich verscheuche die Gedanken und fokussiere mich wieder auf die kühle Luft, die ich durch die Nase einsauge. Jetzt wird die ganze Konzen-
tration auf die Ohren verlegt.

Phänomen geschärfter Sinne

Ein Brummen nähert sich. Ein Insekt schwirrt ganz nah an meinem Ohr vorbei. Ich höre ein Knacken links von mir im Wald. Ein Vogel zwitschert in der Ferne. Ich nehme einen Windzug wahr und bald darauf die Antwort der Blätter mit einem seichten Rauschen. Als ich die Augen wieder öffne, belohnt mich der Wald mit einer unglaublichen Farbenpracht. Das Grün wirkt viel kräftiger und schillernder. Eileen Froelich lacht. Sie kennt das Phänomen geschärfter Sinne und erklärt mir, dass das Knacken ein Reh war. Mich macht das glücklich, vielleicht weil ich einen Moment eins mit dem Wald war. Ich spüre eine unglaubliche Ruhe und laufe „von alleine“ langsamer. Zum Schluss reicht mir Eileen einen Bilderrahmen aus Pappe. Ich darf mir mein eigenes Gemälde an einer Waldlichtung suchen und betrachten. „So prägen wir uns das Gesehene besser ein. Wir neigen dazu, immer das Smartphone zu zücken.“ So würden aber Erinnerungen auf dem Chip und nicht im Gedächtnis abgespeichert.
Am Ende unseres Waldbades wartet ein besonderes Geschenk. „Nach den zwei Stunden im Wald haben wir nachweislich 50 Prozent mehr weiße Blutkörperchen gebildet. Das hält sogar zwei bis drei Tage an“, erklärt mir meine Waldbad-Leiterin. Diese sogenannten Killerzellen bekämpfen körperfremde Zellen: Waldbaden hat mein Immunsystem gestärkt.

Auszeit Waldbaden

Leser der STADTWERKE ZEITUNG bekommen 10 % Rabatt unter der Angabe „Stadtwerke“.

Termine auf Anfrage unter
Tel.: 0151 50744404
www.auszeitwaldbaden.de
anfrage@auszeitwaldbaden.de

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30 Jahre von der Rolle

STADTWERKE ZEITUNG


22 . 02 . 2023 , Brandenburg / Ahrensfelde : Druckerei Möller Pro Media GmbH . Foto : Druckereileiter Daniel Burisch mit frisch gedrucken Stadtwerkezeitungen.

Druckereileiter Daniel Burisch zeigt zufrieden die druckfrische Zeitung der STADTWERKE ZEITUNG für die Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau-Lübbenau (SÜLL).
Fotos (6): SPREE-PR/Friedel

Wie die STADTWERKE ZEITUNG gedruckt wird

30 Jahre von der Rolle

Happy Birthday! Als vor drei Jahrzehnten die erste SWZ erschien, hatten sich die Stadtwerke im Land Brandenburg gerade gegründet. Heute sind sie quasi die ältesten Start-ups Brandenburgs: Innovation, Digitalisierung, Energiewende – die kommunalen Energieversorger stehen seit jeher vor neuen Herausforderungen, sind im ständigen Wandel und immer am Puls der Zeit.

Die SWZ hat sie all die Jahre begleitet. Bis zu vier Mal im Jahr und mit einer Auflage von bis zu 118.000 Exemplaren erhalten Kunden wichtige Informationen und obendrein interessanten Lesestoff aus der Region. Etwa zwei Monate vergehen von der Themenplanung bis zur endgültigen Lektüre. Zum Leben erweckt wird die achtseitige Stadtwerke Zeitung in der Druckerei Möller Pro Media in Ahrensfelde (Barnim). Wir waren beim Druck dabei!
Die Druckmaschine kann drucken, falzen, schneiden. Bei dem sogenannten Rollenoffsetdruck im Heatset-Verfahren wird die Papierbahn – wie der Name schon sagt – durchgehend durch die Maschine geführt, erst am Ende gefalzt (geknickt) und abgeschnitten. Pro Stunde werden so bis zu 40.000 Ausgaben der Stadtwerke Zeitung gedruckt.

Auf acht Druckplatten wird beidseitig von oben und unten gleichzeitig die Druckfarbe über Zylinder auf die Papierbahnen übertragen, sofort im Anschluss im 13 Meter langen Heizkanal bei 160° C getrocknet und über Kühlwalzen auf 12° C schockgekühlt. Durch den Trocknungsprozess zieht die Farbe nicht direkt ins Papier ein und das Ergebnis ist ein brillanteres Druckbild. Anders als beim sonst typischen Zeitungsdruck, fällt auch das Problem mit der Druckerschwärze an den Händen beim Durchblättern der Zeitung weg.

  • Papier Drucker

    Das Papier

    Am Anfang steht die Papierrolle. Sie wird vom Rolleur für den Druck vorbereitet und im Rollenanleger eingehängt. Sie beinhaltet mehrere Kilometer Papier, wiegt etwa 1,2 Tonnen – und bietet Platz für rund 25.000 Exemplare der Stadtwerke Zeitungen. Ist eine Rolle leer, steht die nächste bereits parat und wird automatisch im laufenden Produktionsprozess und bei voller Geschwindigkeit gewechselt.

    Der organgefarbene Klebestreifen dient dazu, die wartende Rolle an die laufende anzukleben. Das schwarze Kästchen ist die Erkennung für die Maschine, an welcher Position die beiden Rollen aneinandergeklebt werden.

  • 22 . 02 . 2023 , Brandenburg / Ahrensfelde : Druckerei Möller Pro Media GmbH . Foto : Ein Drucker steuert und überprüft das Farbmanagement .

    Der Drucker

    Er stellt alle Eckdaten und Parameter an der Druckmaschine ein. Der Drucker kontrolliert, ob alle vier Farben korrekt übereinanderstehen, der Falz richtig eingestellt ist (das Papier an der richtigen Stelle geknickt ist) und der Beschnitt stimmt.

  • 22 . 02 . 2023 , Brandenburg / Ahrensfelde : Druckerei Möller Pro Media GmbH .

    Die gedruckten Zeitungen

    werden über einen Rotationsschneider vereinzelt. Nach dem Dreiseitenbeschnitt geht’s auf dem Fließband Richtung Roboter, der alle Exemplare sortenrein für den Vertrieb auf Paletten stapelt.

  • 22 . 02 . 2023 , Brandenburg / Ahrensfelde : Druckerei Möller Pro Media GmbH . Foto : Ein Maschinenführer kontrolliert die korrekte Falzung und Seitenformatierung .

    Der Drucker

    kontrolliert den Stand der Zeitung: Ist das Farbbild stimmig und wurde an der richtigen Stelle gefalzt? Der Druckbogen ist noch nicht geschnitten. Das erkennt man am Druckerrand. Der Beschnitt der Zeitung ist der allerletzte Arbeitsschritt.

  • 22 . 02 . 2023 , Brandenburg / Ahrensfelde : Druckerei Möller Pro Media GmbH .

    Die Papierbahn

    ist fertig bedruckt und nach Trocknung auf dem Weg zum Falzapparat. Alles geht rasend schnell: Pro Minute können über 600 Zeitungen in Ahrensfelde gedruckt und für den Versand vorbereitet werden.

  • Wie die Zeitung bunt wird

    Wie die Zeitung bunt wird

    Genau vier Farben kommen beim Druck zum Einsatz: CMYK – Cyan (Türkis), Magenta (helles Purpur), Yellow (Gelb) und Key (Schwarz). Durch die Kombination und Überlagerung von Farbschichten können 256 verschiedene Farben dargestellt werden.

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Unter Hochspannung

STADTWERKE ZEITUNG


Stromnetz

In den kommenden 10 bis 15 Jahren ist in Brandenburg ein nahezu flächendeckender Ausbau der Verteilernetze erforderlich.

Foto: Source
Foto: SPREE-PR/Schulze

Das Stromnetz

Unter Hochspannung

Halten unsere Stromnetze die Energiewende aus? Auf der einen Seite steigen die Begehrlichkeiten an der Energie aus der Steckdose rasant – denken wir nur an den Boom bei E-Autos und die steigende Nachfrage an Wärmepumpen. Auf der anderen Seite stehen die Einspeisungen Erneuerbarer Energien (EE) – mancherorts wird mehr Wind- und Solarenergie produziert als eingespeist werden kann. Klingt skurril?

Ähnlich der Autobahn bei Stau, können auch Verteilernetze an ihre Grenzen kommen. Stromnetze stehen also heute vor völlig neuen Herausforderungen und Belastungen und müssen ausgebaut werden. Am besten so schnell wie möglich. Wo stehen wir in Brandenburg?

Die STADTWERKE ZEITUNG hat im zuständigen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) nachgefragt.

Stromnetz Grafik

Das Übertragungsnetz könnte man mit Autobahnen vergleichen: Es verbindet die Regionen in Europa und Deutschland untereinander, transportiert große Mengen elektrischer Energie von großen Erzeugungsanlagen über weite Strecken. Betrieben wird das Übertragungsnetz mit einer Spannung von 220 oder 380 Kilovolt – der sogenannten Höchstspannung. Die Strom-Verteilnetze ähneln dem Straßennetz aus Landes- und Kreisstraßen. Sie beziehen die elektrische Energie unter anderem aus dem Übertragungsnetz und verteilen sie zunächst mit einer Spannung von 110 Kilovolt – der sogenannten Hochspannung – weiter an Stadtwerke und größere Industrieunternehmen. Um den Strom weiter in die Städte und Unternehmen einer Region zu transportieren, wird dann seine Spannung nochmals reduziert – auf 1 bis 60 Kilovolt, die sogenannte Mittelspannung. Die letzte Etappe legt der Strom in den Niederspannungsnetzen mit einer Spannung von 230–400 Volt zurück.

Wo im Land muss überall das Stromnetz ausgebaut werden?

Um mit dem erforderlichen EE-Ausbau Schritt zu halten und den Strom aus der Fläche in die Verbrauchszentren zu transportieren, ist in den kommenden 10 bis 15 Jahren ein nahezu flächendeckender Ausbau der Verteilernetze in Brandenburg erforderlich. Dies beinhaltet im Wesentlichen die Ertüchtigung bestehender Trassen und nur in geringerem Umfang den Neubau von Trassen. Insbesondere in den EE-Überschussregionen wie der Prignitz und der Uckermark ist die Dringlichkeit von Netzausbaumaßnahmen sehr hoch.

Wie geht der Netzausbau in Brandenburg voran?

Kontinuierlich. Für die beiden großen Ausbaumaßnahmen im übergeordneten Transportnetz in Brandenburg, dem Nordring Berlin und der Uckermarkleitung, liegt Baurecht vor. Die Baumaßnahmen der 50 Hertz Transmission GmbH gehen weitestgehend planmäßig voran, sodass in den nächsten zwei Jahren sukzessive die Inbetriebnahme erfolgen wird. Für ein weiteres Vorhaben von Mecklenburg-Vorpommern nach Sachsen-Anhalt, das durch die Prignitz verläuft, wurde ein Abschnitt kürzlich genehmigt. Ein zweiter Abschnitt ist noch im Genehmigungsverfahren.

Wo kommen die ganzen Fachkräfte für die Energiewende her?

Es muss gelingen, wieder mehr Jugendliche für die duale Berufsausbildung zu begeistern, um die Engpässe in dem großen Segment der Facharbeiterinnen und Facharbeiter zu verringern. Das Leitmotiv in Brandenburg lautet: Fach- und Arbeitskräfte bilden, halten und gewinnen. Trotz aller Bemühungen müssen wir uns aber ehrlich machen: Die Fachkräftelücke wird nicht vollständig zu schließen sein. Unternehmen müssen es mehr als bisher als
Chance begreifen, ihre Geschäftsmodelle anzupassen.

Warum muss ich meine Wallbox anmelden?

Auf Deutschlands Straßen sind immer mehr Stromer unterwegs. Im Zuge des E-Auto-Kaufs lassen sich viele Menschen daheim eine Ladestation installieren. Die sogenannte Wallbox muss beim Netzbetreiber vor der Installation gemeldet werden. Aber warum? Dahinter verbirgt sich die Blackout-Gefahr. Der Netzbetreiber kann leichter abschätzen, wie hoch der Energiebedarf zu gewissen Tages- oder Nachtzeiten in bestimmten Gebieten ist – vor allem wenn immer mehr Haushalte sich für eine eigene Wallbox entscheiden.

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