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Was passiert, wenn man eine Pusteblume unter Wasser tauchst?

Kinderecke

Ein Zaubertrick der Natur

Wusstest du, dass eine Pusteblume trocken bleibt, wenn du sie in Wasser tauchst?

Die Pusteblume ist kopfüber im Wasser: Die Samenstände werden vom Wasserdruck zusammengedrückt.

Foto: SPREE-PR-Friedel

Nach dem kurzen Wasserbad: Die Löwenzahnsamen sind noch intakt und trocken, weil die Samen wasserabweisend sind.
Foto: SPREE-PR-Friedel

So geht’s:

Fülle Wasser in ein Glas und tauche die Pusteblume senkrecht komplett ins Wasser. Du glaubst, jetzt hast du den weißen Blütenball ruiniert? Nun ja, zunächst sieht er auch ganz zerquetscht aus. Nun hole die Pusteblume langsam wieder aus dem Wasser. Nanu, wie durch Zauberhand ist sie auf einmal wieder trocken und mit etwas Glück noch ganz.

Video: SPREE-PR-Friedel

Warum ist das so?

Die Pusteblume besteht eigentlich aus vielen kleinen Blüten. Aus jeder einzelnen von ihnen wird ein Samenkorn mit einem kleinen haarigen Flugschirm. Schirmflieger werden die Samen genannt, da sie durch den Wind ausgebreitet werden. Die filigranen Haare dieser Fallschirmchen haben eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie sind wasserabweisend. Der Fachbegriff dafür lautet hydrophob (Altgriechisch: „wassermeidend“).

Das Wasser kann aufgrund der Oberflächenspannung nicht zwischen die einzelnen Schirmchen fließen. So bildet sich eine Art Schutzhülle um die Pusteblume und sie wird nicht nass.

Warum kann der Löwenzahn Fallschirmspringen?

Pflücken, pusten und zusehen, wie die Schirmchen durch die Luft Richtung Boden segeln – wer gerne die Samen der Pusteblume wegbläst, tut der Pflanze etwas Gutes. Er hilft ihr nämlich dabei, sich zu vermehren. Die weißen Fallschirmchen sind eine tolle Erfindung der Natur, um die Samen des Löwenzahns zu verbreiten. Sie fliegen etwa 16 km weit, bei Aufwinden legen sie auch mal Tausende von Kilometern zurück – sogar über Ozeane.

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STADTWERKE ZEITUNG Rätsel

Die umgezogene Dorfkirche: Seit September 2023 dient das gerettete Gemäuer Jerchel als Veranstaltungsort.

Foto: SPREE-PR/Leue

Rätsel

Das kannst`e vergessen!?

Manchmal dauert es ein paar Generationen oder gar Jahrhunderte, bis sie wieder ans Tageslicht kommt, für Erstaunen sorgt oder im Rampenlicht steht. Helfen Sie mit, kleine Schätze zurück ins Gedächtnis zu heben. Beantworten Sie unsere Frage und gewinnen attraktive Geldpreise à 2×20 Euro, 2×50 Euro und 1×100 Euro.

Es klingt verrückt und ist doch wahr: Eine 250 Jahre alte Kirche ist im Havelland in den 15 Kilometer entfernten Nachbarort umgezogen. Jerchel im Milower Land hatte 1982 durch Abriss sein baufälliges Gotteshaus verloren, wünschte sich ein Neues – während im Nachbardorf die alte Kapelle schon lange nicht mehr genutzt und abgerissen werden sollte. Da kam 2020 dem Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, Felix Menzel, die ungewöhnliche Idee. Drei Jahre dauerte der komplette Umzug der Kirche, die in alle Einzelteile zerlegt und wieder aufgebaut wurde.

In welchem Dorf stand die Kapelle vorher 250 Jahre lang?

Sie haben das Lösungswort erraten?

Schicken Sie die Antwort bitte bis zum 15. April 2024 an:
SPREE-PR
Kennwort: Weihnachtspost
Zehdenicker Str. 21, 10199 Berlin
oder
per Mail an: swz@spree-pr.com

Viel Glück!

Die Gewinner des Frühjahrsrätsels:

Knapp 200 Zuschriften mit dem Lösungswort HOLZALTER haben uns erreicht. Gewonnen haben 20 Euro Rita Nagel aus Schwedt, 30 Euro Harald Maltzahn aus Luckau und 50 Euro Hella Tröger aus Guben.

Herzlichen Glückwunsch!

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Büros der NBB

Foto: SPREE-PR/Kühn

Frisch renoviert

Büros der NBB

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG sind in die frisch renovierten Räume im Erdgeschoss in der Euloer Straße eingezogen (siehe Foto). Dort sind sie nun wie gewohnt für die Kundinnen und Kunden zu allen Netzthemen erreichbar.

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Sensationelle Ballwechsel garantiert!

Begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Volleympics 2023. Foto: Volleympics


Foto: Volleympics

Stadtwerke sponsern Volleympics

Sensationelle Ballwechsel garantiert!

Vom 14. bis 16. Juni 2024 schlagen in Forst die Sportherzen wieder höher. Dann treffen sich etwa 600 Volleyballbegeisterte aus ganz Deutschland, um gegeneinander zu spielen.

Volleympics ist eine der größten Ostdeutschen Breitensportveranstaltungen. Ein ganzes Wochenende lang kämpfen mehr als 70 Mannschaften auf 12 Spielfeldern. In drei Kategorien spielen sowohl Hobby- als auch Vereinssportlerinnen und -sportler um die Platzierungen. Ein tolles Event in Forst, bei dem etwa 50 freiwillige Helferinnen und Helfer rund um die Uhr im Einsatz sind. Die Finanzierung unterstützen mehr als 20 Sponsoren, darunter auch die Stadtwerke Forst. Seid dabei, wenn der Volleyball fliegt.

www.volleympics.de

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Abwasser wird separat abgerechnet!

Kinderleicht: Die Umstellung separater Abrechnungskonten für Wasser und Abwasser erfolgt weiter bis Jahresende.


Foto: SPREE-PR/Archiv

Aufgepasst!

Abwasser wird separat abgerechnet!

Seit Jahresanfang werden Wasser und Abwasser über separate Konten abgerechnet und nun die weiteren Kunden bis zum Jahreswechsel umgestellt. Mit den aktuellen Turnusrechnungen werden die Abwasserverträge separat einer neuen Kundennummer zugeordnet.

Dadurch reduziert sich für die bekannte Vertragskontonummer der Gesamtabschlag um Abwasser. Der Abwasserabschlag ist nun separat mit einer neuen Vertragskontonummer auf das Konto der Städtische Abwasserbeseitigung Forst (Lausitz) DE 30 1805 0000 0190 1078 63 zu zahlen – über Bareinzahlung bei der Stadtkasse oder ein neu erteiltes SEPA-Mandat. Bei Daueraufträgen ist die Bankverbindung ebenfalls anzupassen /zu ändern.

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Energie vom Dach – richtig sparen mit PV

Installation einer PV-Anlage auf dem Dach.


Foto: SPREE-PR/Friedel

Stadtwerke Forst beraten und begleiten

Energie vom Dach – richtig sparen mit PV

Es lohnt sich auch 2024, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren.

Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht ungefähr 4.000 Kilowattstunden im Jahr. Abhängig vom Nutzungsverhalten und der Größe der PV-Anlage ist eine Einsparung von 25 bis 40 Prozent realistisch. Das können bis zu 1.600 Kilowattstunden im Jahr sein, was beim derzeitigen Strompreis von 33,7 ct/kWh etwa 540 Euro entspricht. Schaltet man bewusst stromintensive Verbrauchsgeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Poolpumpe oder Elektroauto in den sonnenreichen Stunden an, geht sogar noch mehr. Der Einbau eines Speichers kann den Eigenverbrauchsanteil sogar auf bis zu 80 Prozent steigern. Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Momentan wird der Kauf einer PV-Anlage mit einem MwSt-Satz von 0 Prozent von staatlicher Seite gefördert. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt bis zu 100 Prozent den Bau von Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher mit einem Förderkredit im KfW-Programm 270 „Erneuerbare Energien“. Für eine Beratung und ein individuelles Angebot steht Ihnen Daniel Schmidt gern zur Verfügung. Durch unser eigenes, gut ausgebildetes Montageteam können wir eine hohe Qualität sicherstellen und scheuen nicht den Vergleich mit Anbietern aus dem Internet.

Für alle Fragen rund um die Themen SolarPower, E-Mobilität, Planung und Installation steht das SolarPower-Team gern zur Verfügung. 

Rufen Sie ganz einfach durch:
Telefon 03562 950200

Schreiben Sie ganz einfach eine E-Mail:
kontakt@solarpower-forst.de

solarpower-forst.de

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Das können Sie tun!

Wer das Regenwasser nicht wegleitet, sondern wie mit einem Schwamm aufsaugt und hält, schützt sein Grundstück vor Hitze- und Trockenphasen.


Grafik: SPREE-PR/Schulze

Sorgsamer Wasserumgang

Das können Sie tun!

Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, damit auch künftige Generationen ganz selbstverständlich den Hahn aufdrehen können und frisches, sauberes Trinkwasser sprudelt. Empfehlungen der Experten:

  • Verschmutzung verhindern

    Giftige, schädliche Stoffe können auch von weit her zu den Brunnen gelangen. Deshalb sollte jeder dafür sorgen, dass der Boden auf seinem Grundstück, vor seiner Haustür, in seiner Gemeinde nicht verunreinigt wird.
  • Sorgsamer Wasserverbrauch

    Pflanzen bitte sinnvoll wässern. In den späten Abend- oder frühen Morgenstunden kann das Wasser rechtzeitig ins Erdreich einsickern, bevor es die Sonne sich holt. Von offenen Wasserflächen verdunsten riesige Wassermengen. Eine Abdeckung spart Wasser und damit Kosten.
  • Regen auffangen

    Bei einer Bewässerung des Gartens mit gesammeltem Wasser aus Zisternen und Tonnen bleibt der Niederschlag in der Region.

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Wie steht es um unser Grundwasser?

Der Wasserkreislauf sorgt dafür, dass ständig neues Grundwasser entsteht. Die Gesamtmenge des Wassers auf der Erde bleibt immer gleich, nur die Verteilung ändert sich.


Grafik: SPREE-PR/Archiv

Gutachten vorgestellt

Wie steht es um unser Grundwasser?

Drei Dürresommer in Folge, ein Niederschlagsrekord in diesem Winter, das Wetter fährt Achterbahn. Hat das Klima Auswirkungen auf unseren Grundwasservorrat? Welche Gefahren gibt es für das Forster Trinkwasser von morgen? Um das herauszufinden, haben die Stadtwerke Forst Grundwasser-Spezialisten beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Am 6. Mai präsentierte die Hydro-Consult GmbH Dresden die Ergebnisse.

Nur ein kleiner Teil des Niederschlags wird Grundwasser

Jeder kennt den Begriff des Wasserkreislaufs. Wasser verdunstet in der Stadt, auf den Feldern, Seen, Wäldern, über den Pflanzen. Die Stärke der Verdunstung hängt von der Witterung ab. In der Höhe kondensiert der Dunst, bildet Wolken. Irgendwann regnet es und das Wasser kommt so auf die Erde zurück. Ein Teil dieses Regens verdunstet sofort wieder. Ein anderer fließt in Gewässer wie die Neiße ab. Der Rest versickert im Untergrund und bildet neues Grundwasser.

Rückgang der Grundwasserneubildung um 10 Prozent

Seit Anfang der 1970er Jahre wird rund um das Wasserwerk Forst an 18 Messstellen regelmäßig der Grundwasserstand abgelesen. Dr. Andreas Wahren, Geschäftsführer der Hydro-Consult GmbH Dresden: „Die Grundwasserstände sind zwischen 1991 und 2020 um zehn Prozent geringer als in den drei Jahrzehnten zwischen 1971 bis 2000.“

Temperaturanstieg ist Hauptursache für den Rückgang

Die Hydrogeologen haben die Daten der Wetterstationen in Forst, Cottbus und Klein Bademeusel zwischen 1961 und 2024 analysiert. Dr. Andreas Wahren: „Während die durchschnittliche Niederschlagsmenge relativ gleichgeblieben ist, stieg die Temperatur um etwa zwei Grad an, von durchschnittlich 8,9 °C auf 10,9 °C.“ Damit stieg auch die Verdunstung spürbar.

Weitere Einflüsse auf die Grundwasserneubildung

Neben der Stärke der Sonneneinstrahlung, höherer Verdunstung und einem immer größeren Anteil an Niederschlag, der als Starkregen fällt und schnell abfließt, beeinflussen auch andere Faktoren die Grundwasserneubildung – wie die Art der Vegetation und die Versiegelung der Stadt.

Momentan ist genug Wasser da

Die gute Nachricht der Hydrogeologen: „Sowohl der Vorrat als auch der chemische Zustand des Grundwassers ist in Forst gut. Es dauert Jahre bis Jahrzehnte, bis der Regen von heute an den Brunnen des Wasserwerkes Forst ankommt. Das bedeutet, dass die Trockenperioden von heute mitunter erst unsere Kinder und Enkelkinder zu spüren bekommen.“

Das Trinkwasserschutzgebiet von Forst ist blau wie ein See gekennzeichnet.
Quelle: Auskunftsplattform Wasser – Thema Wasserschutzgebiete © GeoBasis-DE/LGB

Gefahren im Trinkwasserschutzgebiet

Dr. Andreas Wahren: „Die größte Gefahr für das Grundwasser sind wir Menschen! Überall, wo wir arbeiten und leben, hinterlassen wir Spuren: Dünger, Abgase, Altöl, Mikroplastik. Mit dem versickernden Regen können sie ins Grundwasser gelangen.“ Um das Grundwasser vor solchen Verschmutzungen zu schützen, gibt es Trinkwasserschutzgebiete. In Forst liegt es zwischen Domsdorf und Keune, reicht bis südlich der A15. Die Hälfte des Schutzgebietes ist bewaldet. Im Schutzgebiet gibt es drei ehemalige Mülldeponien, eine stillgelegte Tankstelle sowie mehr als 53 private Erdöltanks. Hier besteht vor allem die Gefahr durch diffuse Einträge, aber auch durch plötzliche Havarien. Etwa 25 Prozent des Schutzgebietes werden landwirtschaftlich genutzt. Die überwiegend sandigen Braunerdeböden haben nur eine geringe Filterwirkung für Nähr- und Schadstoffe. Bei hohen Niederschlägen können sie ins Grundwasser eingetragen werden. Auf einer Länge von 2,35 Kilometern quert die A15 die Schutzzone. Durch das hohe Verkehrsaufkommen besteht eine erhöhte Gefährdung durch Emissionen, Feinstaub, Tausalz und mögliche Havarien. Dr. Andreas Wahren: „Um auch in Zukunft unbelastetes Grundwasser fördern zu können, sind also Einschränkungen wichtig.“

Fazit

Dr. Andreas Wahren: „Seit etwa 30 Jahren verändert sich das Gleichgewicht zwischen Niederschlägen, Verdunstung und Abfluss. Es wird Zeit, dass wir unseren Umgang mit dem Wasser anpassen, damit es sowohl in der Qualität als auch der Quantität nicht beeinträchtigt wird. Unsere Empfehlungen sind ein wichtiger Schritt, um auch in Zukunft ausreichend Grundwasser für die Bereitstellung des Lebensmittels Nr. 1 zu sichern.“

Ausführlicher Grundwasserbericht unter stadtwerke-www.forst.de

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5 Fakten über Forster Trinkwasser

Thomas Winkler (technischer Verantwortlicher) und seine Kollegen kontrollieren regelmäßig die zehn Filter im Wasserwerk.

Foto: SPREE-PR/Krone

Im Gespräch mit Thomas Winkler

5 Fakten über Forster Trinkwasser

Knapp 20.000 Kundinnen und Kunden der Stadt Forst vertrauen darauf, dass immer sauberes Trinkwasser aus ihren Hähnen fließt. Wie gut das wichtigste Lebensmittel in Forst wirklich ist, erklärt Thomas Winkler.

  • Wir entfernen nur Eisen und Mangan aus dem Rohwasser.

    Thomas Winkler: „Das Rohwasser wird von elf Brunnen rund ums Wasserwerk aus 20–50 Metern Tiefe gefördert. Die Qualität ist so gut, dass man es direkt trinken könnte. Aber: Das Wasser enthält natürliche Metallverbindungen wie Eisen und Mangan, die den Geschmack beeinträchtigen und es braun färben. Unangenehm für die Wäsche, die Armaturen und den Genuss.“
  • Wir verwenden keine Chemie!

    Thomas Winkler: „Im Wasserwerk sorgen zehn Filter dafür, dass die Eisen- bzw. Manganverbindungen entfernt werden. In zwei Luftmischern wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert. Dadurch flockt das Eisen aus und bleibt an den Quarzkieseln der ersten sechs Filter hängen. In vier Filtern befindet sich Hydrokarbonat, ein natürlicher Kalk. Er entfernt einerseits Reste von Eisen und Mangan und hebt gleichzeitig den pH-Wert an. Chlor oder andere chemische Zusätze nutzen wir nicht. Nach ungefähr 20.000 Kubikmetern gefilterten Rohwassers wird automatisch jeder Filter gespült. Der Eisen/Mangan-Schlamm wird auf einer Deponie entsorgt.“
  • Das Trinkwasser wird streng geprüft.

    Thomas Winkler: „Bis zu 16-mal im Jahr wird die Qualität des Trinkwassers vom Gesundheitsamt und von unserem Wasserfachlabor AKS aus Frankfurt (Oder) geprüft. Prüfungen im Netz können auch unangekündigt vorgenommen werden. Alle geprüften Daten liegen unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten bzw. unterhalb der Nachweisgrenzen. Außerdem haben wir im Wassereinzugsgebiet mehrere Pegel installiert, auch in der Nähe der Deponie. So können wir mögliche Schadstoffeinträge, wie Nitrate oder andere problematische Wasserinhaltsstoffe, schnell erkennen und rechtzeitig reagieren.“

Thomas Winkler: „Das Trinkwasser wird streng geprüft.“

Foto: SPREE-PR/Krone

  • Wir haben genügend Wasser.

    Thomas Winkler: „Laut aktueller wasserrechtlicher Nutzungsgenehmigung dürften wir durchschnittlich 4.500 maximal jedoch 7.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag fördern und aufbereiten. Doch unser Verbrauch liegt weit unter dem möglichen Wasserdargebot. Im Winter verbrauchen wir etwa 2.300, an heißen Sommertagen bis zu 5.000 Kubikmeter. Das Dargebot wurde in den 1970er Jahren erkundet, als Forst eine der bedeutendsten Textilstädte der ehemaligen DDR war.“
  • Unser Leitungsnetz ist 168 Kilometer lang.

    Thomas Winkler: „Mehr als 95 Prozent aller Forster Haushalte sind ans zentrale Trinkwassernetz angeschlossen. Ungefähr die Hälfte der verlegten Leitungen sind aus Stahl, diese wurden schon weit vor der Wende verlegt.
    Altersbedingte Ablagerungen und Korrosion führen in diesen Leitungen vermehrt zu technischen und qualitativen Problemen wie der Gefahr von Rohrbrüchen bzw. braunem Wasser. Deshalb ersetzen wir schrittweise die alten Leitungen durch moderne PE-Rohre. Rund 17 Millionen Euro wurden seit 1990 in die Erneuerung der Wasserleitungen investiert. Um die Qualität des Trinkwassers zu sichern, haben wir vor vier Jahren den Wasserturm durch einen neuen Reinwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Kubikmetern ersetzt. Heute sorgen drehzahlgeregelte Kreiselpumpen dafür, dass das Wasser auch mit dem nötigen Druck zu den rund 5.200 Hausanschlüssen befördert wird.“

Über Thomas Winkler

Der Leiter des Standortes Forst bei der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) hat 1981 bei der Energieversorgung Gas- und Wärmenetzmonteur gelernt, dann ein Studium zum Energieingenieur für Gastechnik absolviert.

Seit 1996 ist er für die Gas -und Trinkwasserversorgung verantwortlich. Hinzu kamen im Jahr 2000 der Bereich Fernwärmeversorgung und seit 2017 der Bereich Stromversorgung.

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Ein königliches Handwerk

Maren und Christian Jende inmitten ihrer alten Webmaschinen.

Foto: Tudyka PR

Posamenten-Manufaktur Jende

Ein königliches Handwerk

Die Pracht vieler Schlösser und Theatersäle liegt im Detail: Aufwändig gefertigte Quasten halten den edlen Samtvorhang, zarte Borten zieren feingeschnitzte Stühle, handgemachte Taue tragen glitzernde Lüster, seidige Fransen schmücken Fenster. Es gibt nur noch drei Manufakturen in Deutschland, die solche textilen Schmuckstücke anfertigen. Eine davon arbeitet in Forst.

Klick, klack, klickediklack. Ein Webschiffchen saust hin und her, verschlingt und verdreht feine Fäden voreinander, hintereinander, rechts und links. Reihe für Reihe tasten Stahlstifte das Muster von einer vergilbten Lochkarte ab. Ein ausgeklügelter Mechanismus, der aus Gold- und Silberfäden glänzende Bordüren oder Fransen entstehen lässt. Der Jacquardwebstuhl hat ein museales Alter. Beinahe wären er und viele andere Zeitzeugen der Textilgeschichte auf dem Schrottplatz gelandet. Doch sie hatten Glück!

Dünne und dicke Seile aus feinen Garnen entstehen hier.

Foto: SPREE-PR/Krone

Traditionsreiche Firma gerettet

Im Frühjahr 2013 fährt Raumausstatter Christian Jende in die Manufaktur, die ursprünglich der Berliner Familie Wagler gehörte und 2006 von engagierten Forstern übernommen wurde, um seine speziell angefertigten Raffhalter abzuholen. „Wir sind insolvent“, erzählte ihm eine der damaligen Mitarbeiterinnen. Die Nachricht stellt das Leben der Jendes auf den Kopf. In Christians Geburtsstadt, die wegen seiner vielen Tuchfabriken einst das Manchester des Ostens genannt wurde, stehen die alten Textilmaschinen. „Ich war schon als Kind von diesem Handwerk fasziniert. Deshalb bin ich Raumausstatter geworden. Es in meiner Heimatstadt zu erhalten, das reizte mich.“ Maren Jende lässt sich von der Begeisterung ihres Mannes anstecken. Das Ehepaar übernimmt das Unternehmen, zieht später sogar von Potsdam nach Forst und produziert seitdem kunstvolle Posamenten wie Borten, Schnüre und Quasten. Eine der vier Mitarbeiterinnen, Maria Kathen, führt durch das lebende Museum. „Kommt mit“, lädt sie ein.

Forst hat jetzt auch eine Reeperbahn

Quer durch einen Raum ist ein weiß-grauer Faden gespannt, der an einem Ende von einem Motor gedreht wird. Langsam wickelt sich goldgelbes Viskosegarn um das dünne Seil. „Willkommen auf unserer Reeperbahn“, schmunzelt Maria Kathen. „Hier werden Biesen zu unterschiedlichsten Kordeln verdreht, aber auch dicke Seile für Absperrungen oder als Handlaufseil. Reep ist eine alte, niedersächsische Bezeichnung für Schiffstaue. Für deren Herstellung wird eine gerade Bahn benötigt, die Reeperbahn. Unsere ist nur 15 Meter lang, die in Hamburg dagegen war fast 400 Meter.“ Mit diesem Handrad werden aber zum Beispiel auch die Schnüre für die kunstvollen Quasten hergestellt, die dann im Handarbeitsbereich auf Holzrohlinge gewickelt und mit Zierfäden und Fransen verschönert werden.

Maria Kathen wickelt ein Seil in der Reeperbahn.
Foto: SPREE-PR/Krone

Quasten in allen Farben und Mustern werden in Forst produziert.
Foto: SPREE-PR/Krone

Quasten für Kristallleuchter

„Im ,Kleinen Ballsaal‘ des Dresdener Residenzschlosses hängen die prunkvollen Kristallleuchter an Quasten aus unserer Manufaktur“, erzählt Unternehmerin Maren Jende stolz. „Auch für das Schloss Branitz haben wir die Posamenten nach historischen Vorlagen hergestellt.“ Natürlich gibt es längst Hersteller in Fernost, die zumindest einen Teil des textilen Schmucks mit vollautomatischen Maschinen viel billiger für den Massenbedarf herstellen. „Aber originalgetreue Nachbildungen von historischen Einzelstücken, ungewöhnliche Borten, die farblich genau zu den Stoffen passen, solche oder andere Sonderwünsche können nur in Handarbeit hergestellt werden. Manchmal haben wir als Vorlage nur ein vergilbtes Foto, müssen uns dann mit den Trends vergangener Stilepochen beschäftigen. Gerade das macht den Reiz unserer Arbeit aus.“ Der ungewöhnlichste Auftrag der Manufaktur Jende: zwei 1,25 Meter große Quasten mit 80 Zentimeter langen Fransen. „Es macht Spaß, schöne Dinge aus hochwertigen Materialien zu produzieren, die vielen Menschen Freude machen“, sagt Christian Jende.

Besuchen Sie die Posamenten-Manufaktur Jende

Führungen sind nach Voranmeldung möglich.

Tel.: 03562-694742

E-Mail: info@jende-manufaktur.de

jende-manufaktur.de

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