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Spannend war es jeden Tag

Seit 35 Jahren dabei

Spannend war es jeden Tag

Diethard Heinze, Technischer Leiter und Prokurist der Stadtwerke Forst, schaut auf sein spannendes Arbeitsleben zurück.

Das Geschäftsgebäude am Wasserwerk von 1903.

Foto: Archiv Stadtwerke Forst

Es ist das Jahr 1990. Wie überall in den neuen Bundesländern herrscht auch in Forst Aufbruchstimmung. Zu dieser Zeit fassen die Stadtverordneten einen mutigen Entschluss: In Forst soll es wieder Stadtwerke geben. Die Tradition reicht in die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts zurück. Schon damals versorgen städtische Werke die Tuchmacherstadt mit Wasser, Strom und Dampf für die Maschinen.

Der Krimi gegen die Treuhand

An diesen Erfolg wollen die Stadtverordneten nach der Wende anknüpfen. Die Stadt soll wieder die Verantwortung für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme übernehmen. Bereits im Dezember 1990 wird Klaus-Dieter Krahl als Dezernatsleiter eingestellt. Kurz darauf kommen ein weiterer Mitarbeiter und ich hinzu. Unsere Aufgabe: „Holt uns unser Eigentum zurück!“ Doch die Treuhandanstalt hat andere Pläne. Frisch gegründete Gesellschaften mit „erfahrenen“ Chefs übernehmen die Kontrolle über die ostdeutschen Netze. Das lässt sich Forst nicht gefallen. Gemeinsam mit mehr als 180 anderen Kommunen zieht die Stadt vor Gericht. Das Wunder geschieht: Die Kommunen gewinnen.

Zwischen Risiko und Neuanfang

In den nächsten Jahren starten die Stadtwerke durch. Wir übernehmen alle Versorgungsleistungen, bauen vieles neu auf und investieren stark. Fast alles müssen wir mit Krediten finanzieren. Das ist riskant, aber alternativlos. Besonders schwierig wird es, als 1998 das neue Energiewirtschaftsgesetz den Markt auf den Kopf stellt. Die Gaspreise steigen, die Stromerlöse brechen ein. In dieser Zeit kommen zusätzliche Kosten für den Betrieb der Schwimmhalle dazu – ein echter Geldfresser. Wir als junges Unternehmen haben keine Rücklagen, nur Verpflichtungen. Diese enormen Probleme bereiten uns viele schlaflose Nächte. Erst der Einstieg der GASAG im Jahr 2007 bringt die Wende. Wir als Stadtwerke müssen zwar Vertrieb und Netzbetrieb trennen, profitieren fortan aber von der Stärke des Konzerns.

Stark für die Zukunft

Wir haben uns immer wieder auf die Beine gestellt und neue Sparten wie die Photovoltaik vorangetrieben. Heute sind die Stadtwerke wirtschaftlich so stark wie noch nie. Ich habe als junger Mitarbeiter angefangen, bin bis heute geblieben. Das zeigt, wie eng mein eigener Weg mit der Entwicklung der Stadtwerke verbunden ist. Das Auf und Ab und die ständigen Veränderungen haben meine Arbeit so einzigartig und spannend gemacht.

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Eine starke Partnerschaft für unsere Bürger

Stadt und Stadtwerke:

Eine starke Partnerschaft für unsere Bürger

Mit der Gründung der Stadtwerke Forst GmbH am 23. April 1991 wurde in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen ein entscheidender Grundstein für die moderne Daseinsvorsorge gelegt.

Tragende Säule der Stadt

Die Stadtwerke tragen seitdem Verantwortung für eine sichere, leistungsfähige und zukunftsorientierte Versorgung mit Strom, Gas und Fernwärme, sind eine tragende Säule der kommunalen Infrastruktur. Als ein Symbol für Verlässlichkeit, Innovationskraft und ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber unserer Stadt und ihren Menschen sind sie ein unverzichtbarer Partner für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und öffentliche Einrichtungen.

Erfolgsgeschichte geht weiter

Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen maßgeblich dazu bei, die Stadtwerke Forst zukunftssicher aufzustellen. Für das bisher Erreichte spreche ich Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung aus. Zugleich wünsche ich Ihnen weiterhin eine glückliche Hand für die kommenden Jahre.

Simone Taubenek

Foto: Christian Swiekatowski

Feiern wir gemeinsam

Ich freue mich sehr, dass wir dieses besondere Jubiläum im Rahmen der Rosengartenfesttage 2026 gemeinsam begehen werden, ein Ausdruck der engen Verbundenheit der Stadtwerke mit unserer Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 35. Jubiläum und eine glückliche Hand für die kommenden Jahre.

Simone Taubenek,
Bürgermeisterin Stadt Forst

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Sie machen es möglich!

16 Mitarbeiter der Stadtwerke im Kurzporträt

Sie machen es möglich!

Zur Feier des 35. Jubiläums der Stadtwerke Forst stellen wir 16 Mitarbeiter kurz vor, denn sie machen die jahrelange Erfolgsgeschichte der Stadtwerke erst möglich.

Fotos: SPREE-PR/Krone (13), Stadtwerke Forst (3)

  • Diethard Heinze

    Aufgabe: Technischer Leiter
    Bei den Stadtwerken: seit März 1991
    Hobby: kreuzfahrender Schachspieler

  • Silke Goldschmidt

    Aufgabe: Vertriebsleiterin
    Bei den Stadtwerken: seit April 2000
    Hobby: neugierige Reisende mit großer Naturverbundenheit

  • Jörg Makowski

    Aufgabe: Geschäftsführer
    Bei den Stadtwerken: seit April 2011
    Hobby: Tennisspieler und Fußballbegeisterter

  • Daniel Schmidt

    Aufgabe: Fachmann für Energielösungen und Vertriebler
    Bei den Stadtwerken: seit Juni 2002
    Hobby: Garten- und Wasserfreund

  • Christian Hain

    Aufgabe: Mitarbeiter Abrechnung/Wechselmanagement
    Bei den Stadtwerken: seit Sept. 2005
    Hobby: Gamingliebhaber und Football-Fan

  • Thomas Legler

    Aufgabe: Mitarbeiter Kundenservice
    Bei den Stadtwerken: seit März 1995
    Hobby: Motorradfahrer und Bootsliebhaber

  • Petra Woschack

    Aufgabe: Mitarbeiterin Kundenservice
    Bei den Stadtwerken: seit April 1993
    Hobby: Selbstversorgerin mit Liebe zum Backen und Kochen

  • Klaudia Kasper

    Aufgabe: Teamleiterin Kundenservice
    Bei den Stadtwerken: seit August 2003
    Hobby: Familienmensch mit grünem Daumen

  • Nicole Paulick

    Aufgabe: Mitarbeiterin Unternehmensmanagement/Marketing
    Bei den Stadtwerken: seit Sept. 2007
    Hobby: unternehmungslustige Feuerwehrsportlerin

  • Gaby Hartmann

    Aufgabe: Mitarbeiterin Kundenservice
    Bei den Stadtwerken: seit Januar 2012
    Hobby: Lieblingsoma mit Händchen für Pflanzen und Kreuzworträtsel

  • Diana Loichen

    Aufgabe: Teamleiterin Unternehmensmanagement/Marketing
    Bei den Stadtwerken: seit Februar 2008
    Hobby: kreativer Wintersportfan

  • Bianca Nehrmann

    Aufgabe: Teamleiterin Abrechnung/Wechselmanagement
    Bei den Stadtwerken: seit Januar 2002
    Hobby: sportliche Powerfrau mit viel Liebe zur Familie und Natur

  • André Konrad

    Aufgabe: Monteur PV-Anlagen
    Bei den Stadtwerken: seit Februar 2023
    Hobby: leidenschaftlicher Zimmerer

  • Romana Dietrich

    Aufgabe: Mitarbeiterin Abrechnung/Wechselmanagement
    Bei den Stadtwerken: seit Januar 2026
    Hobby: DIY-Mama und Gartengestalterin

  • Thomas Krüger

    Aufgabe: Monteur PV-Anlagen
    Bei den Stadtwerken: seit Juni 2025
    Hobby: guter Zuhörer

  • Maria Weiß

    Aufgabe: Mitarbeiterin Abrechnung/Wechselmanagement
    Bei den Stadtwerken: seit April 2026
    Hobby: begeisterte Bergwanderin

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Rosengartenfesttage 2026

Die Stadtwerke Forst feiern mit! Ein Fest für die Sinne vom 12. bis 14. Juni

Rosengartenfesttage 2026

Drei Tage lang verwandelt sich der Ostdeutsche Rosengarten in eine große Bühne unter freiem Himmel mit Schnittrosenschau, Gartenmusik im Rosenpark, Romantiknacht, faszinierender Kleinkunst, Nacht der 1.000 Lichter, beeindruckender Musik-Lasershow sowie kulinarischen Angeboten und faszinierenden Illuminationen.

Ein blühender Geburtstagsgarten – die Stadtwerke Forst feiern mit den Besuchern der beliebten Rosentage ihr 35. Firmenjubiläum.

Foto: PatLografie/Patrick Lucia

Die Highlights

  • Freitag, 12. Juni 2026: Tom Gaebel & His Orchestra

    Tom Gaebel
    Foto: Marcel Brell

    Einer der renommiertesten deutschen Entertainer im Rosengarten begeistert mit „Kleiner Junge, Große Reise“ mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Big-Band-Power, Easy-Listening-Eleganz und charismatischem Swing.
  • Samstag, 13. Juni 2026: Tim Bendzko – großes Jubiläumsgeschenk der Stadtwerke Forst

    Tim Bendzko
    Foto: Lanza

    Der deutsche Popstar ist mit seinem neuen Studioalbum „Alles, nur nicht zurück“ auf Tour. Seit seinem Durchbruch 2011 mit „Nur noch kurz die Welt retten“ zählt Tim Bendzko zu den prägendsten Stimmen des deutschsprachigen Pop. Seine Songs, seine Nähe zum Publikum und seine eindrucksvolle Live-Präsenz machen diesen Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ein musikalisches Dankeschön der Stadtwerke Forst an die Forsterinnen und Forster für 35 Jahre Erfolgsgeschichte.
  • Sonntag, 14. Juni 2026: Olaf Berger

    Olaf Berger
    Foto: Andreas Reiter

    Der Sonntag gehört der Familie und den Fans des Schlagers. Auch Olaf Berger feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Sein erster, vergoldeter Kulthit „Es brennt wie Feuer“ wird 40 Jahre alt. Er präsentiert den Titel in neuem musikalischem Gewand, eine emotionale Hommage an seine Anfänge, seine Leidenschaft und seine treuen Fans.
  • Stimmungsvolle Abende
    Foto: Jolanta Imbierska

    Karten gibt es unter www.rosengarten-forst.de

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Weggefährten und Partner gratulieren

Gemeinsam stark

Weggefährten und Partner gratulieren

Zum runden Jubiläum senden langjährige Wegbegleiter, Kunden und Partner aus Wirtschaft und Wohnungswirtschaft herzliche Glückwünsche für die energievolle Arbeit.

  • Danke für die Stärke unserer Familie

    Kathrin Jung, Geschäftsführerin der EMB / Vorsitzende der Gesellschafterversammlung

    Als Teil unserer GASAG-Gruppe in Brandenburg zeigen die Stadtwerke Forst eindrucksvoll, was wir in einem starken Netzwerk erreichen können: Wir bündeln Wissen und Kräfte, um die Energie- und Wärmewende der Region sicher und nachhaltig zu gestalten. Bewahren Sie sich Ihre Innovationskraft und Ihren Mut für neue Wege! Ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen Meilensteine in unserer brandenburgischen Familie!

    Foto: Karoline Wolf

  • Danke für das Engagement

    Georg Friedrichs, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Forst und Vorstandsvorsitzender der GASAG AG

    Besonders beeindruckt mich das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Tag für Tag Verantwortung für eine sichere und nachhaltige Energie- und Daseinsvorsorge übernehmen. Gerade vor dem Hintergrund der Energiewende zeigt sich, wie wichtig regionale Unternehmen mit hoher Kompetenz sind. Die enge Partnerschaft zwischen den Stadtwerken Forst und der GASAG-Gruppe ist dabei ein starkes Fundament für gemeinsames Handeln.

    Foto: GASAG

  • Danke für Verlässlichkeit

    Forster Wohnungsbau GmbH:

    Die Mieterinnen und Mieter unserer 2.519 Wohnungen, aber auch unsere Geschäftsräume werden im Winter mit Wärme aus den modernen Blockheizkraftwerken der Stadtwerke Forst versorgt. Darüber hinaus beziehen wir auch Strom von den Stadtwerken. Sie sind ein regional verwurzelter Partner an unserer Seite, auf den wir uns jederzeit verlassen können. Deshalb gratulieren wir den Stadtwerken herzlich zum 35. Jubiläum.

    Foto: FWG

  • Danke für fachkundige Zusammenarbeit

    Bauunternehmen MATTIG & LINDNER GmbH:

    Wir sind ein mittelständisches Forster Bauunternehmen in vierter Generation mit ca. 160 Mitarbeitern. Seit ihrer Gründung arbeiten wir mit den Stadtwerken Forst zusammen. Sie beliefern unser Unternehmen zuverlässig und preiswert mit Strom und Gas, und das nicht nur im Forster Stadtgebiet, sondern auch auf unseren Baustellen. Besonders schätzen wir die vertrauensvolle und fachkundige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Stadtwerke.

    Foto: Mattig & Lindner

  • Danke für gemeinsame Jahre

    FORwerk GmbH:

    Im gleichen Jahr gegründet, können wir gemeinsam auf 35 erfolgreiche Jahre zurückschauen. Wir schätzen die Zusammenarbeit vor allem wegen der verlässlichen, vertrauensvollen Kommunikation auf Augenhöhe und der tiefen regionalen Verbundenheit, die unser Handeln prägt. Gemeinsam engagieren wir uns im Forster Gewerbeverein für ein schöneres Leben in unserer Stadt.

    Foto: SWF

  • Danke für regionale Unterstützung

    ALUFOR® – Schildersysteme:

    Wir danken für 35 Jahre partnerschaftliche Präsenz in der Stadt Forst. Als wichtiger regionaler Unterstützer und Förderer vieler Vereine, Projekte und Aktivitäten machen Sie unsere Stadt lebenswert(er). Bitte weiter so!

    Foto: ALUFOR

  • Danke für kontinuierliche Partnerschaft

    Vebego:

    Gemeinsam haben wir stürmische Zeiten gemeistert, sind gewachsen und haben uns verändert. Eines ist unerschütterlich geblieben: unser gemeinsames Wertefundament und unsere Verbundenheit mit der Region. Diese Kontinuität im Wandel ist das, was unsere Partnerschaft so besonders macht. Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Kapitel in unserer Erfolgsgeschichte.

    Foto: Vebego

  • Danke an das sympathische Team

    gebhardt werbung:

    Wir haben die Stadtwerke all die Jahre begleitet und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre mit dem engagierten, sympathischen Team. Weiterhin viel Erfolg dabei, die „Energie“ in die richtigen Bahnen zu lenken.

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Eine Geschichte voller Energie

35 Jahre Stadtwerke Forst:

Eine Geschichte voller Energie

Manchmal beginnt Geschichte mit einem einzigen Datum. Der 23. April 1991 ist so ein Datum für die Stadtwerke Forst. In einer Zeit des Umbruchs, geprägt von der gesellschaftspolitischen Wende, wird das Unternehmen notariell als hundertprozentiges kommunales Unternehmen gegründet, um die Versorgung der Stadt in die eigenen Hände zu nehmen.

Ein Team voller Power, Leidenschaft und Fachwissen, das den Erfolg der Stadtwerke prägt.

Foto: SPREE-PR/Krone

Was mit einer Vision beginnt, entwickelt sich in den Folgejahren zu einem Rundum-Versorger für die Bürgerinnen und Bürger. Bereits im Januar 1992 übernehmen die Stadtwerke die Fernwärmeversorgung, gefolgt von der Wasser- und Gasversorgung sowie der Abwasserentsorgung im Jahr 1993. Mit der Übernahme der Stromversorgung am 20. März 1995 ist der Ausbau der zentralen Versorgungsbereiche komplett. Ein symbolträchtiger Moment folgt schon im September 1995: Das alte Kohle-Heizkraftwerk wird stillgelegt. Damit endet das eine Kapitel und ein neues, modernes beginnt.

Wachstum braucht Veränderung

Über viele Jahre wachsen die Stadtwerke Forst mit ihren Aufgaben. Doch die Energiewelt wandelt sich und mit ihr die Anforderungen an das Unternehmen. Deshalb entscheidet sich die Stadtverordnetenversammlung 2008 für eine strategische Partnerschaft mit der GSASG. 25,1 Prozent bleiben in kommunaler Hand. Ein Schritt, der Stabilität und neue Entwicklungsmöglichkeiten sichert.

Mit der neuen Konzernstruktur verändern sich auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen: Der Netzbetrieb muss 2009 organisatorisch von Handel und Vertrieb getrennt werden. Die Netze werden in die neu gegründete Netzgesellschaft Forst ausgegliedert. Rund 40 Mitarbeitende der Stadtwerke wechseln in die neue Gesellschaft und sorgen dafür, dass das technische Rückgrat der Versorgung zuverlässig funktioniert.

Effizienz als Zukunftsstrategie

Parallel dazu setzt ein neues Denken ein: Nicht die Versorgung allein, sondern auch Effizienz und Nachhaltigkeit sind wichtig. Da sich der Wärmebedarf in der Stadt verändert, wird ab 2009 ein umfassendes Energieeffizienzkonzept entwickelt. In der Folge werden 2012 und 2013 drei moderne Blockheizkraftwerke, darunter eins für den Betrieb mit Bioerdgas, sowie fünf Brennwertkessel installiert. Die Stadtwerke Forst sind nicht nur Verwalter des Bestands, sondern aktive Gestalter der Zukunft. Inzwischen generieren die Stadtwerke mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes im Strom- und Erdgasvertrieb außerhalb von Forst.

Klimaschutz beginnt vor Ort

Einen weiteren Meilenstein setzen die Stadtwerke Forst 2017, als die ersten drei öffentlich zugänglichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes in Betrieb gehen. Im Mai 2023 realisieren die Stadtwerke mit der ersten Photovoltaik-Anlage auf dem Gut Branitz ein neues Leuchtturmprojekt. Wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung gehören für das Unternehmen untrennbar zusammen.

Heute blicken die Stadtwerke Forst auf 35 Jahre zurück, in denen sie sich vom klassischen Versorger zum innovativen Motor einer grünen Zukunft entwickeln. Verlässlichkeit im Wandel, Innovation mit Verantwortung und Energie für Forst – das macht die Geschichte der Stadtwerke Forst aus.

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Stadtwerke Forst feiern: 35 Jahre

Stadtwerke Forst feiern: 35 Jahre

Ein paar der schönsten Bilder aus den vergangenen Jahren sind hier zum großen Jubiläum zu sehen.

Fotos: Stadtwerke Forst, SPREE-PR/Petsch

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

ein Rückblick auf 35 Jahre Stadtwerke Forst lässt mich persönlich staunen: Was haben wir alles erlebt, umgebaut und neu gedacht! Was haben wir uns mit Gesetzen, Krisen und neuen Richtlinien herumgeschlagen, Erfolge gefeiert und Rückschläge überwunden. Seit 15 Jahren präge ich die Stadtwerke mit – und ich kann Ihnen sagen: Kein Tag war langweilig.

Wir sind uns jeden Tag bewusst, welche Verantwortung wir für Sie, unsere Kundinnen und Kunden, für unsere Stadt und unsere Region tragen. Das macht manchmal schlaflos, meistens spornt es an, aber immer ist es eine Arbeit mit dem guten Gefühl, dass wir uns auf Sie verlassen können. Und Sie sich auf uns. Ob beim Strom, Gas, Wärme oder Trinkwasser, dass Sie uns als Ihrem lokalen Partner seit 35 Jahren die Treue halten, ist für uns nicht selbstverständlich. Dafür möchte ich Ihnen von Herzen Danke sagen: für Ihr Vertrauen, Ihre Geduld bei Baustellen und Ihre Treue zu unserer Rosenstadt.

Ihr Jörg Makowski,
Geschäftsführer
der Stadtwerke Forst

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Himmlische Adventszeit

Adventsrätsel

Himmlische Adventszeit

Liebe Leserinnen und Leser,

der letzte Vollmond des Jahres steht vor der Tür. Der Dezembervollmond leuchtet am 5. Dezember 2025 besonders hell und groß am Himmel. Er ist der letzte Supermond bis November 2026 und der extremste Vollmond bis 2042 – er erscheint 7,9 % größer und 15 % heller als sonst. Der nächste Dezember-Vollmond fällt im kommenden Jahr 2026 sogar auf den 24. Dezember und macht dann seinem Namen als Julmond alle Ehre: Er ist nach dem germanischen Fest zur Wintersonnenwende – Julfest – benannt. Je nach Kultur heißt er aber auch Bitterer Mond (China), Schneemond (Cherokee) oder Trauermond (heidnische Tradition), weil es an der Zeit ist, alte Dinge loszulassen und Neues anzufangen. Bei unserem diesjährigen großen Adventsrätsel gilt es aber ein ganz anderes Lösungswort zu knacken. Dieses Mal gibt es 8 x 100€ zu gewinnen!


Hinweis ansehen: Tippe ein Feld an, um den passenden Hinweis unten anzuzeigen.



1. vorweihnachtliches rundes Gesteck mit vier Kerzen
2. Gerät oder Technik zur Aufbewahrung von Strom oder Wärme
3. Gastgeber Brandenburg-Tag 2025
4. festliche Beleuchtung
5. Abgabe zur Finanzierung der Gasbevorratung (ab 1. Januar 2026 abgeschafft)
6. ofenfertiges Obst
7. Energiegewinnung aus der Wärme im Erdinneren
8. am 4. Dezember geschnittener Zweig, der zu Weihnachten blüht
9. Anschluss für elektrische Geräte
10. Kosten für die Nutzung von Strom- oder Gasleitungen
11. brennendes Licht aus Wachs, auch in der Adventszeit
12. Umbau der Wärmeversorgung hin zu erneuerbaren Energien
13. Ruhezeit von Tieren
14. Anlage, die Räume warm macht
15. Gewürz aus getrockneter Baumrinde
16. Gerät, das den Stromverbrauch anzeigt
17. süßes Weihnachtsgebäck mit Rosinen
18. Nr.1-Heißgetränk auf dem Weihnachtsmarkt

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  • Schicken Sie die Antwort bis zum 12. Januar 2026 an:
    SPREE-PR
    Kennwort: Adventsrätsel

    Zehdenicker Str. 21
    10119 Berlin
    oder per Mail an:
    swz@spree-pr.com

    Viel Glück!

    Der gesuchte Begriff des Rätsels aus der vergangenen Ausgabe lautete ganz richtig „Kmehlener Berge“. Gewonnen haben: I. Ring aus Guben (20 Euro), H. Heisler aus Luckau (20 Euro), J. Becker aus Prenzlau (30 Euro) und D. Dlab aus Schwedt (30 Euro). Herzlichen Glückwunsch!

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    Die Lausitz im Rampenlicht – Europas erstes Net Zero Valley

    Unterwegs in Brandenburg

    Die Lausitz im Rampenlicht – Europas erstes Net Zero Valley

    Die Spannung steigt: Noch im Dezember, wird die Ausweisung der Lausitz – dem ehemaligen Braunkohlerevier in Brandenburg und Sachsen – als Europas erstes „Net Zero Valley“ erwartet. Dahinter verbirgt sich nichts Geringeres als eine Modellregion für Produktionsstätten klimafreundlicher und nachhaltiger Technologien. Gelingt der Lausitz der Wandel von der Braunkohleregion zum Hotspot „grüner Industrie“ und damit auch der Strukturwandel? Das interessiert längst auch andere Regionen, nicht nur in Deutschland. Viele schauen gebannt auf die Lausitz. Aber was verbirgt sich eigentlich genau hinter diesem „Netto Null Tal Lausitz“? Darüber sprachen wir mit Dr. Maria Marquardt, Projektkoordinatorin der Stadt Cottbus.

    Das Ziel vom Net Zero Valley: politische, bürokratische und regulatorische Hürden reduzieren und Ansiedelung von Firmen, die Technologien für Netto-Null-Produktion herstellen.

    Foto: Net Zero Valley Lausitz

    Dr. Maria Marquardt, Projektkoordinatorin der Stadt Cottbus.
    Foto: Kristin Suckau

    Frau Dr. Marquardt, was genau passiert, wenn die Zusage für das Net Zero Valley kommt?

    Sobald die Ausweisung offiziell erfolgt, bekommen wir zunächst den offiziellen „Stempel“ als Europas erstes Net Zero Valley. Das bedeutet, dass Unternehmen, die hier klimaneutrale Technologien produzieren, bevorzugt behandelt werden. Dafür bekommen wir in Brandenburg und Sachsen je einen Single Point of Contact, also eine Anlaufstelle, benannt. Das erleichtert den Firmen die Ansiedlung erheblich, weil sie einen einzigen Ansprechpartner für alle erforderlichen Genehmigungen erhalten. Weiterhin gilt bei Abwägungsentscheidungen das übergeordnete öffentliche Interesse und solche Anträge müssen prioritär und nicht chronologisch bearbeitet werden. Aber wir sind auch dabei, noch deutlich mehr Vorteile eines Net Zero Valleys mit den Ländern, dem Bund und auch der EU zu besprechen, die dann zu einem späteren Zeitpunkt erst Gesetzeslage werden. Gleichzeitig ist es ein Signal: Die Region ist bereit für den Wandel. Natürlich heißt das nicht, dass sofort Großinvestoren aus aller Welt anrücken, aber die strukturellen Voraussetzungen, die wir geschaffen haben, machen die Lausitz attraktiv und bereiten den Boden für zukünftige Investitionen.

    Was ist genau ein Net Zero Valley?

    Das Net Zero Valley ist kein Ort, an dem Strom erzeugt wird, sondern ein geographischer Raum, in dem Unternehmen Technologien entwickeln und herstellen, die für eine klimaneutrale Wirtschaft wichtig sind. Das Ziel ist, die Produktion dieser Technologien in der Lausitz attraktiv zu gestalten, bürokratische Hürden zu verringern und den Unternehmen schnellere Verfahren anzubieten. So entsteht ein Hotspot für nachhaltige Industrie, von dem nicht nur die Unternehmen profitieren, sondern auch die gesamte Region – durch Arbeitsplätze, Forschung und wirtschaftliche Impulse. Wir wollen mit diesen attraktiven Standortbedingungen in Net Zero Valleys erreichen, dass diese Produktionsstätten, in die pro Jahr weltweit hunderte von Milliarden Euros investiert werden, (auch) in der Lausitz entstehen – und nicht wie derzeit vorwiegend in Asien und Nordamerika.

    Können Sie ein Beispiel für ein beschleunigtes Verfahren nennen?

    Die Verfahren unterscheiden sich je nach Projekt, aber das Prinzip ist es immer dasselbe: alles geht schneller und effizienter. Normalerweise dauern Genehmigungen für Industrieprojekte zwei bis fünf Jahre. Mit dem Net Zero Valley wollen wir diese Zeit deutlich verkürzen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Fördermittel vorab ausgezahlt werden, bevor ein Antrag offiziell bewilligt ist, oder dass Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen flexibler gestaltet können – bis zu zehn Jahre später und in einem weiten Umkreis. Außerdem wollen wir Reallabore schaffen, sogenannte „regulatory Sandboxes“, in denen Unternehmen neue Technologien erproben können, ohne dass sofort alle bestehenden Regeln greifen. So können Innovationen schneller getestet und in die Praxis gebracht werden.

    Welche Technologien stehen besonders im Fokus?

    Nach einem umfangreichen Stakeholder-Prozess haben wir uns auf vier Hauptbereiche konzentriert: Batterie- und Energiespeichertechnologien, Stromtechnologien, Wasserstofftechnologien und Power-to-X. Davon profitieren die Unternehmen, die diese Technologien herstellen, direkt von den erleichterten Verfahren und Förderungen. Genauso profitieren aber auch von Anfang an Zulieferer und kleinere Firmen, die in der Wertschöpfungskette beteiligt sind. So entsteht ein Netzwerk, das die gesamte Region stärkt und die Lausitz zu einem echten Innovationszentrum für Produktionsstätten klimaneutraler Technologien macht.

    Wie groß ist das Interesse anderer Regionen an diesem Projekt?

    Sehr groß, sowohl national als auch international. Viele Besucher und Delegationen zeigen großes Interesse an dem Net Zero Valley. Die Delegation mit der weitesten Anreise kam dabei aus Australien. Wir sind in engem Austausch mit der GTAI (Germany Trade & Invest) bei der internationalen Vermarktung des Valleys. Aber auch die EU bietet uns regelmäßige Plattformen. So waren wir zum Beispiel zum Beispiel bei den EU Industry Days in Polen und in Brüssel auf verschiedenen Veranstaltungen. Auch andere Regionen in Europa wollen lernen, welche Rahmenbedingungen für ein Valley nötig sind, wie man z.B. Flächen und Technologien auswählt und welche politischen Unterstützungen sinnvoll sind. Dabei unterstützen wir gerne. Wir fungieren als First Mover, also als Vorreiter – und zeigen, wie Strukturwandel und Klimaschutz Hand in Hand gehen können.

    Und wie stellen Sie sich die Lausitz in ein oder zwei Jahren vor?

    Ich hoffe, dass das Valley so attraktiv gestaltet wird, dass Unternehmen, die die ausgewählten Technologien produzieren, sich hier ansiedeln möchten – und nicht im außereuropäischen Ausland. Dadurch profitieren nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch unsere Forschungseinrichtungen, Zulieferer und die Region insgesamt. Wir wollen, dass die Lausitz ein Paradebeispiel für zukunftsgerichtete, klimaneutrale Industrie wird – ein Ort, an dem Innovation und nachhaltige Produktion Zuhause sind. Ziel ist, dass wir bereits in kurzer Zeit erste Unternehmen erfolgreich ansiedeln und sich mittelfristig ein Industriecluster mit internationaler Strahlkraft herausbildet.

    Vielen Dank für das Gespräch!

    Bewerbung zum Net Zero Valley

    5. September 2024: Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Diemtar Woidke und der EU-Abgeordnete Dr. Christian Ehler bekommen beim Jahresempfang der IHK Cottbus von den Geschäftsführern der Kammern, Vertretern der Landkreise sowie der Kommunen Tafeln mit dem „Lausitzer Weg“ überreicht.
    Foto: Thomas Goethe

    6. November 2024: Vertreter der Region Lausitz präsentierten auf dem „Lausitzforum 2038“ die Initiativbewerbung für ein Net Zero Valley (NZV) Lausitz und übergaben diese an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und die Bundesländer Sachsen und Brandenburg.

    18. März 2025: Symbolische Übergabe des offiziellen Antrags in Brüssel. Dabei überreichten Vertreter der Lausitz gemeinsam mit Staatssekretären aus Brandenburg und Sachsen den Antrag an EU-Kommissar Stéphane Séjourné – ein symbolischer Akt um die Unterstützung des Antrags auf europäischer Ebene sichtbar zu machen.

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    Schreiben mit Stil

    Land und Leute

    Schreiben mit Stil

    Ein exaktes Auge, eine ruhige Hand und einen Faible fürs Filigrane – in der Galvanik prüfen Mitarbeitende jede Feder einzeln auf Qualität.

    Fotos (6): Cleo Skribent

    Golden schimmert die Feder, als sie über das Papier gleitet. Für die Kladde eines künftigen Bestsellers, der auf der Leipziger Buchmesser vorgestellt wird. Für Mitschriften von Journalisten oder Studierenden. Autoren und Handschrift-Liebhaber weltweit schreiben mit Füllfederhaltern und Kugelschreibern aus der Werkstatt von „Cleo Skribent“ in Bad Wilsnack. Und das Unternehmen aus der Prignitz schreibt mittlerweile 80 Jahre Firmen- und Familiengeschichte.

    An der Schwabbel werden die exklusiven Hüllen der Schreibgeräte gefertigt.

    Anja Weber und Mathias Weiß führen das Unternehmen in 2. Generation.

    Alles begann unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in einer Berliner Hinterhofgarage. Der Feinmechanikermeister Herbert Wurach fertigt mit einfachen Mitteln und viel Geschick die erste Kollektion der Schreibgeräte „CleoPatra“. Kurz: Cleo. Unterdessen kurbelten Erfindungen wie der Kugelschreiber die Konsumfreude nach Ende des Zweiten Weltkrieges an. Doch in der damaligen DDR wurde das Unternehmen „Herbert Wurach Feinmechanik“ mit 24 Mitarbeitern zum Staatseigentum. 1964 kam das Tuschezeichengerät „Skribent“ für technische Zeichnungen auf den Markt. Es wurde millionenfach im gesamten ehemaligen Ostblock vertrieben.

    Das Ende der DDR veränderte alles. Der Markt brach in Teilen weg. Die Belegschaft schrumpfte. Doch die Fertigkeiten und Erfahrungen sicherten die Marke. Die Wende gelang: Nach mehr als 30 Jahren war „Cleo“ wieder inhabergeführt – von Wolfgang Weiß und Peter Winter.

    „Während wir Teenager waren, überwand unser Vater Wolfgang Weiß mit Mut und Tatendrang zahlreiche Hindernisse“, erzählen Anja Weber und Mathias Weiß. Sie führen das Unternehmen seit 2014 in zweiter Generation. Ihr Vater und ehemaliger Produktionsleiter von „Cleo“ hatte den Betrieb von der Treuhand mit überalterten Gebäuden und Maschinen übernommen.

    Handgefertigte Erfolge

    „Vater setzte wieder auf klassische Schreibgeräte und edle Materialien wie Goldfedern mit 14 oder 18 Karat“, sagt Anja Weber. „Es wurde zwar immer weniger geschrieben, dafür fanden sich immer mehr Liebhaber.“

    Heute exportiert „Cleo Skribent“ in die ganze Welt – etwa nach Korea, Japan, Indien, die Türkei und die USA. „Unsere handgefertigten Schreibgeräte trotzen der Digitalisierung. Selbst YouTuber und Blogger bevorzugen die Haptik eines Füllfederhalters“, sagt Mathias Weiß.

    Nachhaltige Werte

    Besondere Materialien wie echte Hölzer oder kautschukartiges Ebonit ziehen Interessierte auf Messen wie der „Ambiente“ in Frankfurt am Main an den Stand von „Cleo Skribent“. Zum 80. Jubiläum gibt es eine limitierte Edition.

    Das Team gleicht einer Familie. Fast alle Fachkräfte lernten ihr Handwerk bei „Cleo“ – vom Dreher bis zum Fräser. Viele Mitarbeitende sind seit Jahren dabei, vom Werkzeugbau bis zur Galvanik. Materialreste wie Messing werden recycelt und dem Hersteller zurückgeführt.

    In einer Welt voller Touchscreens und Tastaturen halten Anja Weber und Mathias Weiß mit ihrem Team das geschriebene Wort lebendig. Jeder Füllhalter, der Bad Wilsnack verlässt, bringt regionale Geschichte bis in die Notizbücher von Schriftstellern, Denkern und Gestaltern rund um den Globus.

    In der Galvanik bekommen die Federn in Handarbeit ihren individuellen Cleo-Skribent-Look.

    Damals wie heute stellt sich Cleo Skribent auf Messen vor. Hier entstehen Kundenkontakte in die ganze Welt.

    Tradition mit Tinte

    Der Berliner Feinmechanikermeister Herbert Wurach gründete 1945 das Unternehmen in einer Hinterhofwerkstatt und stellte unter dem Namen „CleoPatra“ erste Füllfederhalter her. Der Name „Cleo“ blieb. In den 1950er-Jahren vergrößerte sich die Firma, bis 1956 die Verstaatlichung in der DDR erfolgte. In den 1960er-Jahren entwickelte „Cleo“ das Tuschezeichengerät „Skribent“ für technische Zeichnungen. Millionenfach im gesamten Ostblock verkauft.

    In diesem Jahr feierte das Unternehmen sein 80. Jubiläum.

    Dann kam die deutsche Wiedervereinigung. Nach der Wende übernahm der damalige Produktionsleiter Wolfgang Weiß den Betrieb von der Treuhand – trotz Investitionsstau und veralteter Maschinen. Während Computer die technischen Zeichenhilfen ablösen, setzte Winter auf klassische Schreibgeräte mit edlen Materialien wie Edelholz, Ebonit und Goldfedern.

    Heute führen seine Kinder Anja Weber und Mathias Weiß das Unternehmen in zweiter Generation. „Cleo Skribent“ produziert in einer alten Wassermühle in Bad Wilsnack und liefert von dort in alle Welt: nach Korea, Indien, die USA oder in die Türkei.

    www.cleo-skribent.de

    Von Juliane Fuchs, Redakteurin der SWZ

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