Skip to main content

Meine kleine Farm

Ein tolles Team: Bianca Nehrmann mit Esel Fridolin, einem Brahmahuhn und einem Küken.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Die Hobbys unserer Mitarbeiter

Meine kleine Farm

Tagsüber sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Forst für eine sichere Versorgung der Stadt mit Strom, Gas, Fernwärme und Trinkwasser. Doch was treiben sie in ihrer Freizeit? Stadtwerke-Zeitung hat Bianca Nehrmann, Teamleiterin Abrechnung/Wechselmanagement, gefragt.

Ein Stups fürs Kaninchen.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Bianca Nehrmann ist die Zahlenfrau bei den Stadtwerken. Sie ist für die Preise und Tarife verantwortlich, die Erstellung von Rechnungen, die Erfassung von Zählerständen und den Datenaustausch mit Marktpartnern. Nach acht Stunden fährt sie ihren Rechner runter. Wenig später biegt sie mit ihrem Auto auf das ehemalige Gut in Eulo, eine völlig andere Welt. Das Eselpärchen Lotta und Fridolin IA-t zur Begrüßung, die 40 Hühner mit den lustigen Federfüßen gackern fröhlich, die vier Laufenten watscheln über die Wiese, die Katze schleicht über den Hof und von Weitem ist ein kuhles Muhen von den 30 Rindern zu hören. Nur die Kaninchen mümmeln unbekümmert weiter an ihren Möhren, Äpfeln und Heustängeln. Bianca Nehrmann lebt mit Mann, vier Kindern und Schwiegereltern auf einer Hobbyfarm mit fast 200 Tieren.

Behütet hält Bianca Nehrmann den Kaninchen-Nachwuchs in der Hand.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Sympathischer Nebenerwerb

„Begonnen hat alles mit ein paar Kaninchen und den Sattelschweinen Anna und Elsa“, erzählt Bianca Nehrmann. Dann schickte mir mein Mann ein Foto von vier Kühen. Ich habe mich sofort in ihre Kulleraugen verliebt.“ Im Laufe der Jahre wurde aus dem kleinen Streichelzoo für die Kinder eine Landwirtschaft im Nebengewerbe. Kälber werden verkauft, Tiere geschlachtet. Während Bianca sich um den Haushalt kümmert, versorgt ihr Ehemann die Tiere. „Unsere jüngste Tochter ist vernarrt in die Hühner. Sobald sie nach Hause kommt, ist sie den ganzen Tag nicht mehr zu sehen. Sie übernimmt freiwillig viele Aufgaben bei den Hühnern.“

Eine tierisch nette Gesellschaft

Doch zum Leben auf dem Hof gehören auch traurige Momente. „Wir mussten erleben, dass Fuchs und Marder unsere Hühner gerissen, Wölfe die Schafe gefressen haben und wir die Schweine wegen der Afrikanischen Schweinepest schlachten mussten. Schwere Stunden für die ganze Familie.“

Trotzdem möchte niemand die Tiere missen. „Sie wirken beruhigend, zaubern mit ihrem Wesen immer wieder ein Lächeln in unsere Gesichter. Auf dem Hof verfliegt der Stress des Tages. Eine tierisch nette Gesellschaft.“

Continue reading

Was genau macht Erdgas billiger oder teuer?

Aufgeschlüsselt: Die Grafik zeigt, wie sich der Gaspreis für private Haushalte zusammensetzt. Beschaffung und Ver- trieb machen nur einen Teil aus – rund ein Drittel des Preises entfällt auf Steuern und Abgaben. Allein die Mehrwerteuer (19 %) macht 16 % vom Gaspreis aus.
Grafik: SPREE-PR/Schulze, pixabay, SPREE-PR/Archiv

Die Zusammensetzung des Preises

Was genau macht Erdgas billiger oder teuer?

Die Gasheizung ist in Deutschland aktuell noch die Nummer eins: Fast jede zweite Wohnung wird mit Erdgas beheizt, und in den Jahren 2023 und 2024 gab es sogar einen regelrechten Run auf neue Gasheizungen. Das war zum Teil auch eine Folge des Heizungsgesetzes (GEG) der vorherigen Ampelkoalition, das für viel Unruhe und Verunsicherung sorgte. Die neue Bundesregierung aus Union und SPD will das GEG in der jetzigen Form reformieren.

Trotzdem werden wohl Gas- und auch Ölheizung langfristig keine Lösung und bald nicht mehr so gebräuchlich sein. Das liegt an mehreren Dingen. Bis 2045 soll Deutschland CO₂-neutral sein – das ist nun auch im Grundgesetz verankert. Die neue schwarz-rote Koalition hat sich dem Klimaschutz verpflichtet. Neben „technologieoffener“ Förderung umweltfreundlicher Heizungen soll zentraler Hebel dabei der CO₂-Preis sein. Nur eine von mehreren Komponenten, aus denen der Gaspreis für Endverbraucher besteht. So setzt sich genau der Gaspreis zusammen:

Beschaffung und Vertrieb

Ein großer Teil des Preises entfällt auf den Einkauf des Gases selbst. Dieser hängt von globalen Märkten ab – etwa von Angebot und Nachfrage, politischen Entwicklungen oder Lieferverträgen. Da Deutschland seit dem Wegfall russischer Lieferungen mehr Flüssiggas (LNG) importiert, ist der Preis sprunghafter geworden.

Netzentgelte

Diese Gebühren decken die Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung der Gasnetze. Die Fixkosten für das Netz bleiben ähnlich hoch, selbst wenn immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen umsteigen. Aber: Wenn weniger Menschen Gas beziehen, könnte der Anteil der Netzentgelte pro Haushalt steigen.

Abgaben und Steuern

CO₂-Preis: Seit 2021 wird der Ausstoß von CO₂ bepreist. Die Abgabe stieg zuletzt von 45 Euro pro Tonne (2024) auf 55 Euro pro Tonne (2025) und wird weiter schrittweise erhöht (2026 bis 65 Euro/t). Der nationale CO₂-Preis läuft bis Ende 2026, wird dann in das neue EU-System überführt. Dieses sieht vor, dass der CO₂-Preis nicht mehr politisch festgelegt wird, sondern sich anhand von Angebot und Nachfrage frei am Markt bildet (EU-Emissionshandel ETS II) – je mehr CO₂ ausgestoßen wird, desto teurer wird die Abgabe. Damit soll ein Anreiz zum Wechsel auf fossilfreie Möglichkeiten entstehen. Stattdessen sollen laut Koa-litionsvertrag von Union und SPD Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung zur Senkung der Strompreise verwendet werden. Experten erwarten bis 2030 CO₂-Preise von bis zu 275 Euro pro Tonne. Vorausgesetzt, der CO₂-Preis steigt bis 2030 wirklich so hoch, könnten für ein erdgasbeheiztes Einfamilienhaus grob geschätzt jedes Jahr 1.200 Euro allein dafür fällig werden.

KANU 2.0: Mit der Umlage regelt die Bundesnetzagentur, wie Gasnetzbetreiber ihre Investitionen bis zur Stilllegung oder Umrüstung auf Wasserstoff abschreiben dürfen. Ziel ist ein gerechter Umbau des Gasnetzes. Kurzfristig kann das die Gaspreise leicht steigen lassen, langfristig sorgt es für mehr Planungssicherheit.

Mehrwertsteuer: Sie macht mit 19 % einen erheblichen Teil des Gaspreises aus.

Fazit

Wie genau sich künftig Gaspreise entwickeln, hängt von vielen Komponenten ab. Auch Netzbetreiber wie kommunale Stadtwerke, die Gas einkaufen und verteilen, haben nur begrenzten Einfluss auf den Weltmarktpreis. Theoretisch kann auch ein sinkender Gasverbrauch zu niedrigen Großhandelspreisen führen. Fest steht aber: Für viele Haushalte ist die Gasheizung noch immer die praktikabelste Lösung. Gas bleibt daher relevant, wird langfristig aber eher teurer. Wer auf lange Sicht plant, muss mit steigenden CO₂-Kosten und höheren Netzgebühren durch den Rückgang der Nutzer rechnen.
Die Bedeutung von Gas wird abnehmen. Der nächste Heizungswechsel muss wohlüberlegt sein.

Continue reading

Hommage an unsere Lausitz

Die jungen Tischler: Meister Pascal Lachmann
und Fitness-Ökonom Florian Malke (rechts).

Foto: Carsten Schmollius

Sie tischlern Heimatstücke

Hommage an unsere Lausitz

Ein Tisch aus Omas altem Kirschbaum, ein Regal aus der knorrigen Kiefer im Vorgarten, Schneidbretter aus Nachbars Pflaumenbaum – am Ende eines Baumlebens schenken Kalle und Flori in ihrer Forster Tischlerei Holz ein zweites Leben.

Im Holz des Esstischs sind deutlich die Spuren des Lebens als Nussbaum zu sehen.

Foto: Carsten Schmollius

Jahrzehnte, manchmal sogar Jahrhunderte haben die Bäume ihren Besitzern Freude bereitet. Sie trugen Früchte, spendeten Schatten, schmückten den Garten. Doch am letzten Tag droht ihnen eine düstere Zukunft als Brennholz. Genauso ein Scheit entfachte in Pascal Lachmann die Leidenschaft fürs Tischlerhandwerk. „Ich schnappte mir eine Axt, einen Bohrer, Hammer und Nägel und baute daraus ein kleines Tischchen“, erzählt er. „Nach der Schule begann ich eine Tischlerlehre, verschlang Bücher über Holz und seine Verarbeitung.“ Er macht den Meister und träumt davon, seine Ideen zu verwirklichen. Ein echter Holzfachmann. Was ihm fehlte? Das Unternehmerwissen. Bis er eines Tages seinen Sandkastenfreund Flori wiedertraf.

Nicht nur sehr schön, sondern auch lange haltbar: Schneidebretter aus Stirnholz eines Forster Nussbaums.

Foto: Carsten Schmollius

Individuelle Messlatte für das Kinderzimmer.

Foto: Carsten Schmollius

Glänzende Aufarbeitung der alten Kiefer-Dielen.
Foto: Carsten Schmollius

Ein Hoch auf heimisches Holz

Florian Malke studiert in Berlin Fitnessökonomie, macht gerade seinen Master im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Er liebt Zahlen, Listen, plant und organisiert gerne. „Nach vielen Jahren trafen wir uns bei Freunden wieder. Später zeigte Kalle mir seine Werkstatt, seine einzigartigen Holzprodukte.“ Das ist der Moment, an dem die alte Freundschaft nicht nur auflebt, sondern einen neuen Inhalt bekommt. „Wir gründeten am 1. Januar 2025 das ,Stilwerk.Forst‘, lassen in unserer Tischlerei heimisches Holz mit spannenden, individuellen Designs hochleben.“

Ein Hoch auf eine Freundschaft

Ihr erstes Projekt: Holz sammeln. Winterzeit ist Fällzeit! „Wir kauften uns einen Hänger, holten an den Wochenenden von morgens bis abends von Bekannten, Freunden und Nachbarn Kirschen, Robinien, Eichen, Eschen, Pflaumen- und Nussbäume. Teilweise riesige Stämme.“ Das Fundament der Tischlerei. Unterdessen haben sie schon große und kleine Aufträge ausgeführt, kreierten einen Nischenschrank und urige Esstische, richteten ein Badezimmer ein, verlegten Dielen und Fensterbretter, bauten eine Treppe. „Der Kunde hat eine Idee, ein Projekt. Wir setzen es gemeinsam mit ihm um, mit Liebe zum Detail und höchster Präzision.“

Momentane Lieblinge der Kunden sind die exklusiven Schneidebretter aus Hirnholz. „Dazu schneiden wir Harthölzer wie Ulme, Eiche oder Walnuss in Stäbe und leimen sie so zusammen, dass die Jahresringe faszinierende Ornamente bilden“, beschreibt Flori die Besonderheit. „Diese Stirnholzbretter sehen nicht nur wunderschön aus, sie schonen auch die Messer und halten sehr lange.“

Diese Baumscheibe eines Forster Ahorns wurde mit Epoxidharz bearbeitet.
Foto: Carsten Schmollius

Ein Hoch auf die Zukunft

Zwei Forster Jungs mit einer Vision: „Wir möchten hier, in unserer Region mit unseren Ideen und Produkten etwas bewegen. Viele junge Leute, Kumpels und Freunde von uns, haben seit dem nahenden Kohleausstieg die Zuversicht in eine erfolgreiche Zukunft verloren. Wir wollen zeigen, dass wir trotzdem in unserer Heimat etwas aufbauen können.“

Hier erreichen Sie Stilwerk Forst:

www.stilwerk-forst.de

Continue reading

Mit dem Golfstrom Solarmietkauf

Sonne tanken ohne Eigenkapital

Mit dem Golfstrom Solarmietkauf

Photovoltaikanlagen lohnen sich, doch die hohe Anfangsinvestition stellt für viele Haushalte eine Hürde dar. Daher bieten die Stadtwerke Forst in Kooperation mit dem Finanzierungspartner Golfstrom Energy nun ein Mietkaufmodell für Solaranlagen an.

So funktioniert der Mietkauf: Wir als Stadtwerke Forst machen Ihnen ein Kauf-Angebot für Ihre PV-Anlage. Auf dieser Grundlage erstellen wir Ihnen zusätzlich mit unserem Kooperationspartner Golfstrom Energy ein Mietkaufangebot. Entscheiden Sie sich für den Mietkauf, zahlen Sie nach der Installation eine monatlich festgelegte Rate. Das Mietkaufangebot beinhaltet im Gegensatz zu einer reinen Finanzierung eine 20-jährige Vollgarantie auf Speicher, Wechselrichter, Module und Wallbox– inklusive Wartungsarbeiten alle vier Jahre. Weiterhin kann die Anlage jederzeit zum Restwert abgelöst werden. In Zukunft können Sie als Kunde somit entscheiden, ob Sie die Anlage direkt kaufen oder über das Golfstrom Mietkauf-Modell beziehen wollen. Besonders attraktiv: Die Finanzierungszusage erfolgt in wenigen Minuten – unbürokratisch und digital.

Golfstrom bietet Mietkauflösungen.

Broschüre: Golfstrom

Infos bei Herrn Schmidt unter Tel.: 03562 950 200

Continue reading

Wir bleiben am Netz

Die Mitarbeitenden der NBB des Standortes Forst (Lausitz) stehen für eine sichere und verlässliche Versorgung unserer Anschlussnehmer und
-nutzer mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Partner der Stadtwerke Forst: NBB Netzgesellschaft Berlin Brandenburg

Wir bleiben am Netz

Egal ob Strom, Wasser, Erdgas oder Fernwärme – ohne uns fließt nichts. Für die Stadtwerke Forst und die Netzgesellschaft Forst (Lausitz) sorgen die Mitarbeitenden am Standort Forst (Lausitz) der NBB im Rahmen der technischen Betriebsführung für die Wartung, Instandsetzung und den Neubau der Netze und technischen Anlagen einschließlich der Vorhaltung eines 24-Stunden-Bereitschaftsdienstes für das Versorgungsgebiet Forst. Darüber hinaus gewährleisten sie die Betriebsführung für die Netze und Anlagen Gas des Versorgungsgebietes Spree-Niederlausitz Region Ost, welches sich bis ins nördliche Sachsen erstreckt.

Zwei der insgesamt fünf Kollegen, die das Stromnetz der Stadt instandhalten.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Bereich Strom

Technische Daten: 347,5 km Leitungen (Mittel-/Niederspannung und Freileitung), 6.049 Hausanschlüsse, 13.272 installierte Stromzähler, 1 Umspannwerk, 106 Ortsnetzstationen und 41 Kundenstationen

Geplante Vorhaben 2025: Erweiterung der Netzkapazität der Deponie Forst. In der Hermann-Standtke-Straße und in der Paul-Decker-Straße werden ungefähr 300 Meter Freileitung durch Erdkabel abgelöst.

Investitionsvolumen 2025: ca. 1 Mio. €

Bereich Gas

Gas/Wasser/Fernwärme:

Mitarbeitende: 10 und ein Auszubildender

Technische Daten: 127 km Netz in den drei Stufen Hochdruck (HD), Mitteldruck (MD) und Niederdruck (ND), 3.881 Hausanschlüsse, 4.758 installierte Gaszähler, 14 Gasdruckregelanlagen und eine Übernahmestation.

Vorhaben 2025: Im Zuge der Sanierung der Eisenbahnbrücke Euloer Straße müssen die Gas-HD und Gas-ND-Leitungen umverlegt werden. Die Herausforderung hierbei ist die Unterquerung des Bahndammes während des rollenden Bahnverkehrs.
Außerdem erfolgt in der Muskauer Straße im Zusammenhang mit dem Straßenbau der Stadt Forst (Lausitz) die Erneuerung der Gasleitung.

Investitionsvolumen 2025: ca. 1 Mio. €

In den Bereichen Gas, Trinkwasser und Fernwärme arbeiten zehn Kollegen und ein Auszubildender.
Foto: SPREE-PR/Petsch

Bereich Wasser

Technische Daten: ein Wasserwerk zur Aufbereitung von Grundwasser mit einer max. Aufbereitungskapazität von 500 m³/h und einer Speicherungskapazität von 1.800 m³ Trinkwasser, eine Druckerhöhungsstation, 169 km Leitungen, 5.525 Hausanschlüsse.

Im Winter liegt der Tagesbedarf bei etwa 2.300 m³, an heißen Sommertagen kann er auf bis zu 5.000 m³ steigen. Die Jahresnetzabgabe Trinkwasser liegt aktuell bei ca. 1 Mio. m³.

Vorhaben 2025: Im Zuge der Sanierung der Eisenbahnbrücke Euloer Straße müssen die Trinkwasserleitungen umverlegt werden. Dies erfolgt auf die gleiche Bauart wie beim Gas. Zudem erfolgt in der Muskauer Straße im Zusammenhang mit dem Straßenbau der Stadt Forst (Lausitz) die Erneuerung der Trinkwasserleitung.

Investitionsvolumen 2025: ca. 0,5  Mio. €

Die drei Kollegen überwachen die Anlagen der NBB.
Foto: SPREE-PR/Petsch

Bereich Fernwärme

Technische Daten: drei Heizhäuser mit kombiniertem Kessel- und BHKW-Betrieb auf Erdgasbasis, 20 Kilometer langes Leitungsnetz, 32 Schächte/-Bauwerke, 68 Hausanschlüsse
Versorgung wichtiger Objekte wie Schwimmhalle, Pflegeheim, Krankenhaus, Gymnasium einschließlich Mehrzweckhalle sowie zahlreicher Wohnungen im Stadtkern.

Vorhaben 2025: Neubau der Fernwärmeleitung Mühlenstraße/Lindenstraße/Lindenplatz, Anschluss des alten Kaufhauses Lindenstraße 2–4 an die Fernwärme.

Investitionsvolumen 2025: ca. 0,5 Mio. €

Bildbeschreibung
Thomas Winkler, Leiter Region Ost der NBB.
Foto: SPREE-PR/Petsch

Über die NBB

Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG wurde 2006 gegründet. Sie betreibt eines der größten örtlichen Gasverteilnetze in Berlin und Brandenburg sowie Teilen Sachsens und Sachsen-Anhalts und übernimmt damit den Gastransport für alle Händler. Daneben gehören die Wartung und der Ausbau der Leitungsnetzinfrastruktur sowie die Durchführung und Gewährleistung des technisch sicheren Betriebes zu ihren Kernaufgaben. Die NBB übernimmt auch die Betriebsführung weiterer Strom-, Wasser- und Fernwärmenetze für verschiedene Stadtwerke und Netzbetreiber. Die NBB ist Teil der GASAG-Gruppe und hatte Ende vergangenen Jahres 742 Mitarbeitende.

Kontakt:

Telefon: +49 3562 69756 104
Entstörungsdienst (24h): +49 3562 7190
E-Mail: regionalcenter-forst@nbb-netzgesellschaft.de

Foto: SPREE-PR/Petsch

Continue reading

Strom im Voraus ummelden

Melden Sie 14 Tage vor dem Umzug den Strom um.

Foto: SPREE-PR/Archiv

ACHTUNG bei Umzug!

Strom im Voraus ummelden

Ab dem 6. Juni 2025 sind keine rückwirkenden Strom-Umzüge mehr möglich. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat beschlossen, dass der Wechsel eines Energieversorgers zukünftig schneller und einfacher erfolgen soll. Ein Strom-Lieferantenwechsel muss innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Melden Sie bereits 14 Tage vor dem Umzug den Strom an und ab.
  • Ohne vorherige Abmeldung bleibt der Stromanschluss auf Ihren Namen angemeldet. Sie müssen anfallende Stromkosten weiterhin tragen.
  • Notieren Sie sich bitte am Tag Ihres Umzugs den Zählerstand und teilen uns diesen telefonisch unter 03562 950295 oder per E-Mail an kundenservice@stadtwerke-forst.de mit. Nutzen Sie auch gern unser Online-Portal.
  • Nutzen Sie Ihr Übergabeprotokoll als Nachweis für den Zählerstand.
  • Vereinbarte Laufzeiten und Kündigungsfristen bleiben unverändert. Die neuen Regelungen erleichtern den Datenaustausch zwischen Energielieferanten, Netz-, Messstellen- sowie Übertragungsnetzbetreibern.
  • Für den reibungslosen 24-Stunden-Lieferantenwechsel benötigen Sie die sogenannte Marktlokations-Identifikationsnummer (kurz: MaLo-ID). Diese finden Sie auf Ihrer Jahresrechnung.
  • Die neuen Prozesse ermöglichen einen schnelleren und zuverlässigeren Wechsel. Der automatisierte Datenaustausch zwischen allen Beteiligten sorgt dafür, dass Ihre An- und Abmeldungen sowie Umzüge effizient abgewickelt werden.

Unseren Kundenservice erreichen Sie unter
Tel. 03562 950 295 oder per E-Mail.

Continue reading

E-Power-Vielfalt made by Stadtwerke Forst

PV-Anlagen auf Ferienhäusern, Carports oder dem Balkon – die Stadtwerke Forst machen für jede Variante ein lohnendes Angebot.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Sonnenenergie

E-Power-Vielfalt made by Stadtwerke Forst

In Forst scheint die Sonne rund 2.000 Stunden im Jahr. Pro Quadratmeter kann sie so bis zu 225 kWh Strom im Jahr produzieren. Es lohnt sich also, eine Solaranlage zu installieren. Die Stadtwerke Forst bieten verschiedene Varianten an.

Unternehmer und Hausbesitzer:

Solardächer

PV-Anlagen auf schwimmenden Ferienhäusern generieren Strom für die Urlauber.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Einst wurde in Gräbendorf Braunkohle abgebaut. Heute wird hier die Energie der Sonne auf den Dächern von schwimmenden Ferienhäusern in Laasow eingefangen. Das geflutete Tagebau-Restloch ist ein Naturparadies. „Nachhaltigkeit spielt bei unseren Gästen eine wichtige Rolle“, erzählt Frank Storm, Leiter der Anlage. „Berechnungen ergaben, dass im Sommer der Strom für Kühlschrank, Warmwasseraufbereitung und Klimaanlage komplett mit PV-Anlagen auf dem Dach erzeugt werden kann.“ Unter verschiedenen Anbietern entschied sich der Unternehmer für die Stadtwerke Forst. „Ein seriöses, heimisches Unternehmen, das es auch in den nächsten Jahren noch geben wird. Damit ist der Service abgesichert.“

Angebot der Stadtwerke: Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam ein Gesamtkonzept.

Mieter:

Balkonkraftwerk

PV-Module für den Balkon.
Foto: SPREE-PR/Petsch

Ihr Balkon hat Südseite? Dann lohnt sich die Anschaffung einer PV-Anlage. Aber auch mit einer Ost- oder West-Ausrichtung lassen sich noch gute Erträge erzielen. Die Installation ist relativ einfach. Die Module werden am Geländer befestigt und per Stecker mit dem Stromnetz verbunden. Für 800-Watt Wechselrichterleistung und bis zu zwei kWp, das sind bis zu vier PV-Module, ist keine Genehmigung erforderlich, sie müssen lediglich im Marktstammdatenregister erfasst werden.

Angebot der Stadtwerke: Wir montieren Ihre Anlage und bringen sie auch gleich mit.

Grundstücksbesitzer:

Carport mit PV


Das Dach schützt das Auto vor Witterung und produziert Strom, das gleich der Stromer tanken kann.
Fotos: SPREE-PR/Petsch

Ein Carport schützt das Auto vor Witterungseinflüssen, die ungehinderte Luftzirkulation lässt weniger Feuchtigkeit und Rost entstehen. Und nicht zuletzt ist der Bau eines Carports deutlich preisgünstiger als eine Garage. Mit einer PV-Anlage auf dem Dach können Sie gleich Sonnenenergie für Ihr E-Auto tanken oder Stromkosten sparen. Mit einem kleinen Speicher kann der Strom auch in den Abendstunden genutzt werden.

Angebot der Stadtwerke: Wir bauen Ihren Carport, installieren eine PV-Anlage und auf Wunsch auch die passende Wallbox.

Eine Ladesäule der SW Forst.
Foto: SW Forst

Stadt:

E-Ladesäulen

„Bisher haben wir elf Ladesäulen in unserer Stadt und sieben außerhalb von Forst errichtet“, sagt Daniel Schmidt von den Stadtwerken. Demnächst werden eine weitere Schnelllade- und zwei Normalladestationen errichtet.

Angebot der Stadtwerke: Wir installieren auch Ihre Ladestation im Privat-, Gewerbe- oder Mietwohnbereich, auch mit Lösungen für Mieter.

Interessiert?

solarpower-forst.de

Continue reading

Das ist (ja wohl) die Höhe!

Rätsel

Das ist (ja wohl) die Höhe!

Die durchschnittliche Höhe im Land Brandenburg beträgt 68 Meter. Die Märker überragen damit die Hauptstädter immerhin um ganze 21 Meter. Zu einem „Bergvolk“ macht sie das natürlich noch lange nicht.

Dennoch kann Brandenburg höchst interessante Rekorde vorweisen. Wir bringen Sie auf die Höhe kleiner Bestmarken im Land Brandenburg! Beantworten Sie unsere Frage und gewinnen Sie attraktive Geldpreise à

1 x 20 Euro,
1 x 30 Euro
und 1 x 50 Euro.

Was für Kerle! Vor 350 Jahren stellte Kurfürst Friedrich Wilhelm angesichts des Einfalls der Schweden in die Mark Brandenburg das Altpreußische Infanterieregiment No. 6 auf. Die Grenadiere des Königsregiments mussten mindestens 6 rheinische Fuß (ca. 1,88 m) messen. Eine damals eher ungewöhnliche Durchschnittsgröße. Und so waren Spezialbeauftragte des Preußenkönigs europaweit unterwegs, um großgewachsene Männer durch hohe Handgeldzahlungen zum Dienst in Preußen zu bewegen. Diese Art der Rekrutenwerbung und auch der Unterhalt der hoch besoldeten Eliteeinheit verschlangen horrende Geldsummen. Aufgrund der hohen Unterhaltskosten löste König Friedrich II. im Zuge seiner Thronbesteigung dann auch das alte Garderegiment auf und behielt nur noch ein Bataillon – 1806 wurde auch diese Truppe aufgelöst. Die volkstümliche Bezeichnung für die Soldaten ist aber bis heute in aller Munde: „Lange Kerls“.

Grenadier vom „Roten“ (1.) Bataillon des Königsregiments Friedrich Wilhelm I. auf dem Gemälde von Johann Christof Merck.
Quelle: Johann Christof Merck (1718)/Wikimedia-Commons

  • Schicken Sie die Antwort
    bis zum 7. April 2025 an:
    SPREE-PR
    Kennwort: Höhe

    Zehdenicker Str. 21
    10119 Berlin
    oder per Mail an:
    swz@spree-pr.com

    Viel Glück!

    Die Gewinner des Kreuzworträtsels zum Jahresende:

    Rund 400 Zuschriften mit dem richtigen Lösungswort „Kerzenflackern“ haben uns erreicht. Gewonnen haben je 100 Euro: S. Schulz aus Lübbenau, E. Gattermann aus Guben, W. Specht aus Zehdenick, M. Kulke aus Forst, W. Brückner aus Premnitz, J. Fleischmann aus Schwedt/Oder und E. Mattick aus Perleberg.

    Herzlichen Glückwunsch!

    Continue reading

    Hier blüht uns was

    Ein Radweg in frühlingshafter Kulisse: Viele Obst-Alleen in Brandenburg tragen im April ihr Blütenkleid.

    Foto: TMB-Tourismus-Marketing-Brandenburg-GmbH/Steffen-Lehmann

    Natur erwacht aus Winterschlaf

    Hier blüht uns was

    Winter ade! Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und länger werdenden Tage lassen die Natur so langsam aus dem Winterschlaf erwachen. Die ersten Pflanzen melden sich in Wäldern, Parks und Gärten zurück und kündigen mit ihrer bunten Blütenpracht den Frühling an. Wir haben uns auf die Suche nach Orten im Land Brandenburg begeben, wo die Natur nun besonders überschwänglich die Vorboten des Frühlings zur Schau stellt.

    Februar/März

    Der Schneeglöckchenpark

    Bis Mitte März blühen im Park Uebigau (Elbe-Elster) abertausende Schneeglöckchen im Schneeglöckchenpark. Irgendwann in den 90er-Jahren wurde hier begonnen, Schneeglöckchen zu pflanzen. Mittlerweile gibt es hier Tausende aus ganz Europa zu bewundern. Zum Winterende lassen sich regelrechte weiße Wiesen bestaunen. Falls auch Schneeglöckchen aus Ihrer Heimat in Uebigau wachsen sollen, so bringen Sie doch einfach ein paar mit und geben sie in der benachbarten Gärtnerei ab.

    Schneeglöckchen im Schlosspark Uebigau.

    Foto: Klaus-Peter Manig/Parkaktiv Uebigau.

    Anfang April – Mitte Mai

    Adonisblüte an Oderhängen

    Ab Ende März bis Mitte Mai legt Mutter Natur wieder am östlichsten Zipfel Brandenburgs einen sonnengelben Blütenteppich aus. In Deutschland wachsen die Frühlings-Adonisröschen heute nur noch in einigen isolierten Gebieten wie an den Oderhängen. An drei Hotspots kann man gut das Naturschauspiel erleben:

    ● Naturschutzgebiet „Oderberge“ Lebus: Wer sich die Adonisröschen ansehen möchte, fährt auf der B 112 bis
    zur Abfahrt Unterkrug südlich von Lebus und dort bis zum ausgeschilderten Parkplatz. Von hier führt der Adonisröschen-Themenpfad zu den Oderbergen. Der Rundweg, dauert etwa 1,5 Stunden.

    ● Oderhänge Mallnow: Die gesamten Hänge sind dann mit einem goldgelben Blütenteppich bedeckt. Der Adonisröschenwanderweg über die Oderhänge beginnt am Parkplatz in Mallnow und unterteilt sich in einen kleinen und einen großen Rundweg, die beide als Naturlehrpfade angelegt sind.

    ● „Priesterschlucht” bei Podelzig (zwischen Manschnow und Lebus an der B 112): Der Rundweg im Naturschutzgebiet umfasst 800 Meter. Guter Ausgangsort ist der alte Bahnhof Podelzig.

    Das seltene Adonisröschen ist an den Oderhängen zu finden.
    Foto: TMB-Tourismus-Marketing-Brandenburg-GmbH/Steffen-Lehmann

    Mitte April

    Kirschblüte in Teltow

    Hier brauchen Sie keine rosarote Brille: Wandeln inmitten von 1.000 blühenden Kirschblütenbäumen. Die TV-Asahi-Kirschblütenallee blüht jährlich etwa ab Mitte April. Voraussichtlich 3 Wochen lang kann man auf dem etwa 1,5 Kilometern die vielen Japanischen Kirschbäume vom Aufblühen über die volle Blüte bis hin zum Herabrieseln der rosa Blütenblätter erleben.

    Die wohl schönste Kirschblüte in Brandenburg liegt in Teltow (Potsdam-Mittelmark). Wobei, genau genommen teilen sich die Berliner und Brandenburger diesen Hotspot der Kirschblüte im Frühjahr– schließlich liegt er auf dem ehemaligen Grenzstreifen, der einst Deutschland teilte. Die Bäume wurden zur Wiedervereinigung durch eine Spende der Zuschauer des japanischen Fernsehsenders TV-Asahi gepflanzt.

    Kirschblütenallee in Teltow
    Foto: TMB-Tourismus-Marketing-Brandenburg-GmbH/Steffen-Lehmann

    Termine & geführte Touren

    • 19. März 2025, 15 Uhr

      Führung zu den ersten Frühblühern im Paradiesgarten (Botanischer Garten, Maulbeerallee 2, 14469 Potsdam). Dr. Michael Burkart zeigt Besuchern, wie sich mit Zwiebelpflanzen auch in kleinen Gärten erstaunliche Effekte erzielen lassen.

      Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €.

    • 22. März 2025, 10 – 13 Uhr

      RangerTour: im Gartzer Schrey im Nationalpark Unteres Odertal (Uckermark) lassen sich Blütenpracht von Anemonen, Lederblümchen und anderen Frühjahrsblühern erleben. Dauer 3 Std. (6 km Wanderung), Anmeldung bis Do. 20.03., (5–20 Teilnehmende).

      unteresodertal@naturwacht.de

      Tel.: 03332 267711.

      Treffpunkt: Parkplatz „Kanonenschuppen Gartz/ Oder“, Alter Sportpl. 6, 16307 Gartz (Oder).

    • 13. April 2025 ab 10:30 Uhr

      Tulpenfest in Luckau.
      Foto: Laga Luckau 2000 gGmbH

      Tulpenfest in Luckau (Dahme-Spreewald) – Frühlingserwachen in Nordeuropa im LAGA-Park (Südpromenade, 15926 Luckau).

      Eintritt 10 €, Schüler 6 – 14 Jahre 5 €, Kinder bis 5 Jahre frei.

    • 27. April 2025 ab 10 Uhr

      Frühlingfest zur Adonisblüte in Lebus (Märkisch-Oderland). Mit Adoniswanderung 11 – 14 Uhr.

      Treffpunkt: Lebus Gewerbe-gebiet Kirschallee.

    • 26. April – 4. Mai 2025

      146. Baumblütenfest in Werder

      (Havel): am 26. April Traditionsfest in den geöffneten Obsthöfen und Gärten der Kernstadt und der Plantagen, begleitet durch die beliebten Blütenrundfahrten. Am Mittwoch, 30. April, startet der Rummel auf dem Hartplatz. Ab 1. Mai Volksfest mit Bühnen und Attraktionen.

    Continue reading

    Wenn Solarparks baden gehen

    Deutschlands größte Floating-PV-Anlage auf dem Cottbuser Ostsee soll in der 1. Jahreshälfte ans Netz gehen. Im Foto sieht man die finale Kontur, alle Solarmodule sind montiert.
    Foto: Andreas Franke – www.lausitzbilder.de

    Trend Floating-PV

    Wenn Solarparks baden gehen

    Nanu, was schwimmt denn da? Auf Deutschlands größtem Bergbaufolgesee, dem Cottbuser Ostsee, sind auf etwa 16 Hektar (entspricht 22 Fußballfeldern) 51.000 Solarmodule montiert. Deutschlands größte Floating-Photovoltaik-Anlage des Energiekonzerns LEAG soll noch im 1. Halbjahr 2025 an den Start gehen, jährlich 29.000 MWh Strom erzeugen und somit den Jahresverbrauch von rund 8.250 Haushalten abdecken. Die schwimmende Photovoltaik, ein Trend mit Zukunft?

    Von Brita Friedel,

    Projektleiterin Energie

    Das Fraunhofer-Institut hat jüngst in einer Studie mit RWE die Möglichkeiten der schwimmenden Solaranlagen auf künstlichen Seen ausgelotet. Das Ergebnis: Deutschland hat ein erhebliches Potenzial. Wir sprachen darüber mit Dr. Karolina Baltins, der Studienautorin und Leiterin Themenfeld Schwimmende Photovoltaik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.

    Floating-PV-Expertin Dr. Karolina Baltins vom Fraunhofer SE.

    Foto: Fraunhofer SE

    Zunächst einmal, was erklärt den Trend Floating-PV? Spielen Verfügbarkeit von Freiflächen und Landnutzungskonflikte in der Landwirtschaft eine Rolle?

    Dr. Karolina Baltins: Also das ist tatsächlich so. Die Ausbauziele hinsichtlich der Solarenergie sind ganz klar definiert. In Deutschland sollen bis 2030 etwa 215 Gigawatt Peak installiert werden. Das ist das Fünffache von dem, was bis Ende 2023 installiert wurde. Schauen wir bis 2040; bis dahin soll die PV-Leistung von 215 auf 400 Gigawatt-Peak steigen. Das sind beeindruckende Zahlen und Flächen. Wir werden nicht umhin kommen, weiterhin große Solarparks zu installieren, um unsere Ziele zu erreichen. Technologien wie Floating-PV (FPV) unterstützen letztendlich diese Pläne und können einen wichtigen Baustein im Gesamtkonzept für die Energiewende darstellen. Im Gegensatz zu Solaranlagen auf dem Festland beansprucht FPV keine Flächen, die für die Lebensmittelproduktion genutzt werden könnten. Zudem ermöglicht diese Technologie eine sinnvolle Nutzung der zahlreichen Seen, die durch den Kohleabbau oder die Kiesgewinnung entstanden sind und weiterhin entstehen.

    In der Potenzialanalyse wurde untersucht, wo schwimmende Solarparks in Deutschland möglich seien. Wie sind Sie da herangegangen?

    Die Potenzialabschätzung dient als Grundlage, um mögliche Einsatzgebiete für FPV-Systeme in Deutschland zu identifizieren und erste Einschätzungen zur Nutzbarkeit zu liefern. Wir haben für die GIS-Analyse die künstlichen Seen in Deutschland betrachtet. Zunächst haben wir aus den Geoportalen der verschiedenen Bundesländer sowie hauptsächlich aus OpenStreetMap die Informationen zu Gewässerflächen zusammengesucht und nur diese mit mindestens einem Hektar Größe für weitere Analysen betrachtet.

    Das waren über 6.000 künstliche Gewässer in Deutschland mit einer Fläche von über 90.000 Hektar. Herausgerechnet wurden ebenfalls Wasserflächen mit Schutzgebieten wie Naturschutzgebieten und zur Wasserversorgung. Dann wurden die technischen Potenziale und technischen Einschränkungen betrachtet. Das sind die Mindesttiefverschattung oder der Abstand zum Ufer. Gesetzliche Vorgaben wie durch das Wasserhaushaltsgesetz schreiben eine maximale 15-prozentige Gewässerbelegung und 20 Meter Abstand zum Ufer vor. Anhand der Kriterien wurde die mögliche zu gewinnende Energie nach verschiedenen Ausrichtungen der Anlage berechnet. Dann sind wir einen Schritt weitergegangen als die bisherigen gesetzlichen Vorgaben und haben auch eine Gewässerbelegung von 25 % und 35 % angeschaut.

    Was waren die Ergebnisse?

    Deutschland hat ein großes Potenzial für schwimmende Photovoltaik. Von bisher 21 Megawatt Peak (MWp) installierter und 62 MWp in Genehmigung oder Konstruktion befindlicher PV-Leistung sind weitere 1,8 Gigawatt Peak (1 Gigawatt entspricht 1.000 Megawatt) in Südausrichtung möglich beziehungsweise 2,5 Gigawatt Peak (Ost-Westausrichtung) PV-Leistung, die auf Deutschlands künstlichen Seen installiert werden könnte. Um noch mehr Gewässerfläche für Solar zu nutzen, müsste die 15 -Prozent-Regelung gelockert werden.

    Welches Potenzial hat denn Brandenburg?

    Was die Anzahl der Gewässer (theoretisches Potenzial) betrifft, steht Brandenburg hinter Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen an fünfter Stelle bundesweit. In Brandenburg handelt es sich dabei überwiegend um viele kleinere Flächen. In Bezug auf die Anzahl der Wasserflächen belegt Brandenburg den 3. Platz. Hinsichtlich der Fläche in Hektar, den 5. Platz. Bezüglich einer zu erwartenden PV-Leistung rangieren Sachsen und Brandenburg unter den Bundesländern mit den höchsten Potenzialen.

    Wie sieht es mit der Akzeptanz bei Floating-PV aus?

    In Regionen, die sehr lange in der Historie schon ihre Ressourcen zur Energiegewinnung zur Verfügung gestellt haben, wird auf das Thema natürlich empfindlicher reagiert. Die größten Bedenken sind tatsächlich der Einfluss auf das Gewässer und auf die Gewässerökologie. Wasser ist unser wertvollstes Gut und Deutschland wählt bei der Regulierung neuer Technologien meist den vorsichtigeren Weg und lockert erst bei entsprechendem Wissensstand. Eine schwimmende Solaranlage schattet einerseits den darunterliegenden Teil des Sees ab und verändert andererseits die Windverhältnisse an der Oberfläche. Beides kann die Durchmischung des Gewässers beeinflussen, was wiederum die Nährstoffkonzentrationen im Wasser verändern kann. Bis jetzt konnte aber in diesem Bereich nicht nachgewiesen werden, dass es bei einer PV-Belegung auf Seen, die wir jetzt in Deutschland haben, einen negativen Impakt gibt. Es gibt auch positive Einflüsse von Floating-PV, wie der Schutz vor Wasserverdunstung. Oder Stichwort Algenwachstum, letztendlich kommt es zur Abschirmung von der direkten Sonneneinstrahlung des Gewässers. Das kann auch zum Beispiel helfen, dass das Gewässer sich nicht so stark aufwärmt. Positiv kann sein, dass die Anlage einen Schutz für die Fische im Gewässer bietet. Negativ, dass sich ein Kormoran auf die Anlage setzt. Aber deswegen sagen wir auch, dass in diesem Bereich noch jede Menge Forschung notwendig ist. Und da ist Deutschland wirklich sehr weit vorne.

    Vielen Dank für das Gespräch!

    Die Floating-PV-Montage auf dem Ostsee ist abgeschlossen.
    Foto: Andreas Franke – www.lausitzbilder.de

    Größte Floating-PV-Anlage

    Am Ostufer des Cottbuser Ostsees ist Deutschlands größte schwimmende Solaranlage entstanden. Sie soll bis zum Sommer an den Start gehen und dann jährlich 29.000 MWh Strom erzeugen.

    Das Leuchtturm-Projekt der LEAG nimmt mit 16 Hektar etwa ein Prozent der Seefläche auf dem Bergbaufolgesee ein. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Montage abgeschlossen. Mehr als 51.000 Solarmodule auf rund 1.800 Schwimmkörpern, den sogenannten Solarbooten, sind auf dem Cottbuser Ostsee schwimmend an 34 im Ostseeboden eingebauten Dalben montiert worden. Hinzu kamen 88 Wechselrichter, acht Trafostationen und zwei Mittelspannungssysteme.

    In der letzten Bauphase sollten unter anderem mittels Spülbohrung auf einer Länge von 420 Metern zwei Rohre in einer Tiefe von bis zu sechs Metern unter dem Seeboden zwischen PV-Anlage und Seeufer verlegt werden – für die 30-kV-Mittelspannungs- und das Glasfaserkabel als Kommunikationsverbindung.

    „Unser Ziel ist eine planmäßige Inbetriebnahme im 1. Halbjahr“, erklärt LEAG-Sprecherin Kathi Gerstner gegenüber der SWZ. Die sei vor allem abhängig von der Umsetzung des Solarpakets 1. „Für das seit Mai 2024 geltende Gesetz fehlen für einige wesentliche Änderungen nach wie vor die erforderlichen Genehmigungen der EU-Kommission. Das betrifft unter anderem die Vergütung und das Ausschreibungssegment für besondere Solaranlagen wie Floating-PV.“

    Continue reading