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Neuer Zweck statt einfach weg

Stadtwerke reichen mehr als 100 Notebooks weiter

Neuer Zweck statt einfach weg

Aktuell werden bei den Stadtwerken mehr als 100 Notebooks ausgetauscht, die nicht mehr alle technischen Anforderungen an Support und Sicherheit erfüllen. Die Stadtwerke entsorgen sie aber nicht, sondern ermöglichen eine neue Verwendung. Unter anderem zur Ausbildung von angehenden IT-Spezialisten in der Region.

IT-Azubi Joshua Mrohs richtet die ausrangierten Notebooks neu ein.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Diese Idee hatte IT-Azubi Joshua Mrohs, der im Sommer 2024 seine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker im Unternehmensverbund begann: „Die Notebooks meiner Berufsschule sind 15 Jahre alt. Da habe ich bei den Stadtwerken nachgefragt: Wie sieht es aus, können 20 der alten Geräte für das Oberstufenzentrum (OSZ) Teltow genutzt werden?“ Daraus wurde sein erstes eigenes kleines Projekt. Modalitäten mussten ausgehandelt, die Geräte für den Austausch nach sicherheitstechnischen Vorgaben auf Werkszustand zurückgesetzt und neu eingerichtet werden. „Pro Notebook nahm das allein eine Stunde in Anspruch“, so Joshua Mrohs. Für den Auszubildenen ist das Projekt eine Win-Win-Situation in zweifacher Hinsicht. Bei den Stadtwerken sammelte er erste wertvolle Erfahrung in Projektarbeit, an der Berufsschule kann er sich mit dem 2. Ausbildungsjahr auf ein schnelleres und produktiveres Arbeiten freuen. „Die technische Ausstattung am OSZ wird damit deutlich verbessert“, freut sich der IT-Azubi. An den Notebooks lernen die Auszubildenen etwa Geräte neu aufzusetzen, zu installieren und zu konfigurieren.

Neben der Berufsschule profitieren viele weitere Vereine, von Angelverein bis Kindertagesstätten, von den „recycelten“ Notebooks. „Wir haben immer wieder Anfragen von Vereinen, Institutionen und öffentlichen Einrichtungen erhalten, ob wir bei der technischen Ausstattung helfen würden. Nun konnten wir Unterstützung leisten und freuen uns für die glücklichen Empfänger“, berichtet Heino Häusgen, der IT-Leiter des Unternehmensverbundes Stadtwerke Schwedt.

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Mach die Schwalbe!

Simsonwerkstatt für Jugendliche

Mach die Schwalbe!

Jeden Dienstag ab 14:30 Uhr treffen sich Jette, Joyce, Lucas, Florian, Hannes und Vinzent in einer Werkstatt in Schwedt, um gemeinsam alte Simson-Mopeds wieder flott zu machen. Sie sind der harte Kern einer Moped-AG, die im Januar an den Start ging.

Florian, Jette, Joyce, Hannes und Vinzent (v. li.) an der Simson SR 50, bei der die Zündung repariert wird.
Foto: SPREE-PR/Petsch

Das Herzensprojekt geht auf die Initiative von Hans-Joachim Bliefert (72) zurück. Der frühere PCK-Ingenieur engagierte sich schon lange in einer Modellbau-AG der Talsand-Gesamtschule und stellte fest: „Viele Jungs und Mädels wissen gar nicht, dass man eine Schraube rechts rum festmacht und links rum löst.“ Da kam die Idee zur Simson-Schrauberwerkstatt. „Wir wollen hier den Jugendlichen ganz praktisch handwerkliche Fähigkeiten beibringen.“

Zunächst wurden drei alte Simsons gekauft. Denn an den Mopeds gäbe es nichts, „was man nicht reparieren kann“. Und sie haben Kultstatus – das begeistert. Hier lernen Mädchen und Jungen zwischen 12 und 16 Jahren, wie man eine Simson flottmacht oder neue Felgen einbaut. Oder es wird einfach mal gemeinsam über „Moped-Probleme“ geschwatzt.

Der harte Kern: Die Jugendlichen der Simsonwerkstatt.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Gerade steht eine SR 50 auf der kleinen grünen Hebebühne. „Da wird gerade die Zündung repariert“, erklärt Hans-Joachim Bliefert. „Es ist cool, dass man hier nicht nur zuguckt, sondern richtig was lernt“, sagt Jette (15). Wer will, bringt sein eigenes Moped mit und schraubt mit den anderen daran. Und: „Es ist ja auch ein Zusammenkommen mit Freunden. Man kann hier über alles mit den Leuten quatschen“, so Jette. Und so wird hier mehr als Technik vermittelt: Zusammenhalt, Eigenverantwortung und Begeisterung für Handwerk stehen im Mittelpunkt.

Unterstützt werden die jungen Simson-Schrauber von erfahrenen Ehrenamtlichen – und von den Stadtwerken Schwedt. Sämtliches Werkzeug, ein Koffer voller Maulschlüssel bekamen sie gesponsert, inklusive Unterstützung bei regelmäßigen Unkosten.

Die Moped-AG ist offen für Jugendliche ab 12 Jahre und trifft sich Di von 14:30 – 18:00 Uhr in der Steinstraße 10.

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Neue Wasserkurse und Veranstaltungen im AquariUM

Mehr Schwimmen, mehr Bewegung

Neue Wasserkurse und Veranstaltungen im AquariUM

Für die kommende Herbst- und Wintersaison plant das Freizeitbad neue Kurse für Kita-Kinder und mehr Schwimmkurse für Kinder ab 5 Jahren. Der Leiter Freizeiteinrichtungen beim Unternehmensverbund Stadtwerke Schwedt, Martin Grunert, gibt einen Überblick.

Der Wasserparcours beim „Splash&Smile“-Familienfest im Juni kam besonders gut an.

Foto: SWS

Schwimmkurse für Kinder ab 5: „Der Bedarf ist enorm. Deshalb schaffen wir ein eigenes Kursangebot“, so Grunert. „Die Warteliste an kleinen Schwimmanwärtern beim SSV PCK 90 e. V. reicht aktuell über zwei Jahre.“ Das neue Kursformat soll Entlastung bringen und mehr Kindern den Zugang zum Schwimmen ermöglichen. Dafür ließ das AquariUM eigene Mitarbeitende zu Schwimmausbildern qualifizieren.
Start: Ende September, nachmittags, wöchentlich mehrere Einheiten. Anmeldung: aquarium@stadtwerke-schwedt.de

Frühschwimmer-Kurse für Kitas: „Angelehnt an das Schulschwimmen, möchten wir auch für Kitagruppen ein Kursangebot wiederbeleben. Vorschulkinder im Alter von 4 bis 6 Jahren sollen hier spielerisch und ohne Angst den ersten Kontakt mit tiefem Wasser erleben“, erklärt Martin Grunert. Ziel: Wassergewöhnung als Vorstufe zum Schwimmenlernen. Drei AquariUM-Kollegen wurden dafür speziell geschult.

Aquakurse: „Dank Zusatzqualifikationen bieten wir zukünftig mehr Aqua-Fitness- und Rehasport-Kurse an“, berichtet Grunert. Reha-Kurse, die ärztlich verordnet und von Krankenkassen übernommen werden, sind besonders beliebt. Geplant ist eine spätere Startzeit (ab 16.30 Uhr), um Berufstätigen die Teilnahme zu erleichtern. Zudem soll noch in diesem Jahr ein Kurs „Aqua-Cycling“ starten.

Babyschwimmen: startet nach der Sommerpause wieder am 11. September. Es sind immer zwei erfahrende Babyschwimmtrainer anwesend. Donnerstags von 14.30 – 16.30 Uhr, offener Kurs, ohne Voranmeldung, flexibles Kommen.

Unser Tipp – Frühschwimmen: Ab dem 8. September erhalten Frühschwimmer bis 10 Uhr wieder 10 % Rabatt. „Auch wer 9.50 Uhr kommt, kann zwei Stunden günstiger schwimmen“, so Grunert.

Ausblick: „Im November wird das Sportbad zum Kino. Die mobile Leinwand des FilmforUM wird am Beckenrand aufgebaut, geschaut wird vom Schlauchboot oder Liegestuhl. Außerdem planen wir auch für 2026 wieder ein Familienfest“, sagt Grunert. Das „Splash&Smile“ im Juni mit fast 400 Besuchern war ein voller Erfolg – besonders der Wasser-parcours kam hervorragend an. „Ein großes Dankeschön an Badleiter Kai Kurpiuhn, der das Geschehen vor Ort wunderbar koordiniert hat, und alle Partner, die sich mit bunten Aktionen beteiligt haben.“

Aktuelle Informationen jederzeit unter: www.aquarium-schwedt.de

8 Gründe, warum Schwimmen so gesund ist

Schon zwei Mal pro Woche 30 – 60 Minuten Schwimmen:

• schont Gelenke
• stärkt Herz & Kreislauf
• verbessert Ausdauer
• fördert Muskeln
• reduziert Stress
• unterstützt den Rücken
• verbessert die Haltung
• hebt die Stimmung

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Studien-, Ausbildungs- und Wirtschaftsmesse

Studien-, Ausbildungs- und Wirtschaftsmesse

Auf die Plätze, fertig – los geht’s zu sam und INKONTAKT

Sie vertreiben Energie, vermarkten Telekommunikationsprodukte, betreiben ein Freizeitbad, sorgen für eine flimmernde Kinoleinwand und Wohlfühlatmosphäre am Campingplatz…und sie planen den Messeauftritt des Unternehmensverbundes Stadtwerke Schwedt auf der diesjährigen Verbundmesse „sam meets INKONTAKT“. Gemeint sind Susanne Häusgen, Leiterin Kundenservice und Vertrieb und Martin Grunert, Leiter der Freizeiteinrichtungen im Unternehmensverbund.

Susanne Häusgen, Leiterin Kundenservice/Vertrieb und Martin Grunert, Leiter Freizeiteinrichtungen in Startposition zur INKONTAKT.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Beide stehen in den Startlöchern für INKONTAKT und sam. Die größte Wirtschafts- und Kontaktmesse der Region findet gemeinsam mit der Bildungsmesse vom 11. bis 13. September an den Uckermärkischen Bühnen statt. Und der Unternehmensverbund Stadtwerke Schwedt ist dabei – mit seinen vielfältigen Sparten und attraktiven Angeboten.

Susanne Häusgen und Martin Grunert mit dem Plakat zur das INKONTAKT.

Foto: SPREE-PR/Petsch

Vielfalt auf einen Blick

Auf der Rasenfläche hinter dem Bühneneingang der ubs entsteht das kleine ‚Stadtwerke-Dorf‘, in dem jeder seinen Platz hat und alle mit anpacken, fürs große Ganze: „Jede Sparte hat ihren eigenen Stand – mit Mitarbeitenden, die ihre Einrichtungen, ihre Kunden und Besucher bestens kennen, beraten und informieren können. Mit dabei sind die Stadtwerke Schwedt, das AquariUM, das FilmforUM und das StroamCamp“, sagt Unternehmenssprecherin Jana Jähnke.

Energie & Internet

Das große Infomobil der Stadtwerke dient vor Ort nicht nur als Blickfang, sondern auch als mobiles Kundenzentrum. Hier können sich Besucher zu Energie und Telekommunikation beraten lassen. Besonders für Gäste aus dem Umland ist die Messe eine gute Gelegenheit, die Stadtwerke als regionalen Versorger kennenzulernen – mit persönlichen Ansprechpartnern, attraktiven Konditionen und Nähe zur Region.

Die Stadtwerke bringen zwei besondere Angebote mit:

•    Neukundenbonus für neue Energielieferverträge
•    Empfehlungsprogramm „Kunden werben Kunden“ 

Mitmachen & Ausprobieren

Am Fahrrad-Simulator kann jeder Pedalritter an einer Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen sind verschiedene Gutscheine – unter anderem von UckerTanne, denn der nächste Weihnachtsbaum kommt bestimmt. Wer in die Pedale tritt, engagiert sich außerdem für die Umwelt: Die Stadtwerke pflanzen für erradelte Kilometer Laubbäume in der Nationalparkstadt – mit professioneller Umsetzung durch die Revierförsterei und UckerTanne. So geht nachhaltiges Miteinander – für Kunden und Natur.

Fitbleiben & Feiern

Am AquariUM-Stand geht’s sportlich zu: Spikeball und Entenangeln sorgen für Bewegung und kleine Gewinne. Bad- und Fitnessbereich bringen Messeangebote mit: Wer vor Ort einen Fitnessvertrag abschließt, trainiert zwei Monate beitragsfrei. Für regelmäßige Besucher bietet sich die Premium-Mitgliedschaft für 990 € für ein ganzes Jahr an – im Paket: Fitnesstraining und -kurse*, Eintritt in Spaß- und Sportbad, Sauna und Badminton. Für ein sportliches, erfrischendes und entspanntes Jahr.

Kino & Kanus

Das FilmforUM-Team lädt mit Glücksrad zum Filmstart von „Die Schule der magischen Tiere 4“ ein und informiert über Familienangebote wie Familiensonntag (ab 5,30 €), Ferienkino (4,80 €) und Geburtstagsaktionen. Am Messeabend läuft auf der mobilen Kinoleinwand „Das Kanu des Manitu“ im kostenfreien Open-Air-Kino.

Das StroamCamp bringt Urlaubsstimmung ins Stadtwerke-Dorf – mit Infos zu Kanutouren, den Verleih von Wassersportgeräten jeglicher Couleur, regionalem Frühstück des Restaurants „Anker&Platz“ und einem XXL-Liegestuhl.

Ein starker Arbeitgeber

Natürlich präsentieren sich die Stadtwerke auf der Bildungsmesse sam auch als Ausbildungsbetrieb – mit Angeboten für das Ausbildungsjahr 2026/27. Vor Ort geben Azubis und Studenten Einblicke und konkrete Infos zu offenen Stellen und Ausbildungsplätzen.

Neugierig? „sam meets INKONTAKT“ vom 11.–13. September 2025

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Highspeed für das Zuhause auf Zeit

Stadtwerke-Giganetz: Glasfaser-Lösungen für alle Kunden

Highspeed für das Zuhause auf Zeit

Seit 2019 haben die Stadtwerke Schwedt im Rahmen der Bundesförderung Glasfaser ihr Netz für Gigabitgeschwindigkeiten gerüstet. Seitdem wird das Giganetz mit eigenen Mitteln weiter ausgebaut – mit passenden Lösungen für alle Kunden. Das zeigt auch das Beispiel vom Mutter-Vater-Kind-Wohnen in Schwedt.

Pädagogischer Mitarbeiter Toni Pinkpank, pädagogische Mitarbeiterin Nadine Wendt (li.) und therapeutische Mitarbeiterin Nadja Stodtmeister (re.) mit einer Bewohnerin der EJF-Wohngruppe (2. v. re.) freuen sich auf den neuen Glasfaseranschluss und schnellere Internetverbindungen.

Fotos: SPREE-PR/Petsch

In der Berliner Straße befinden sich die Wohnprojekte „Marlene“ und „Pauline“ des EJF Kinder- und Jugendhilfeverbunds Uckermark. Hier finden minderjährige Schwangere, alleinerziehende Elternteile oder Familien mit Kindern in schwierigen Lebenssituationen nicht nur ein Zuhause auf Zeit, sondern auch funktionierende Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe.

Schnelles Internet

Derzeit wird das Wohnprojekt an das Glasfasernetz der Stadtwerke Schwedt angeschlossen. „Die Zugänge sind gelegt“, freut sich EJF-Bereichsleiterin Sabine Radtke. „Die Corona-Pandemie und der Bedarf an Videokonferenzen haben Schwächen aufgezeigt. Eine schnelle, verlässliche Internetverbindung ist für unsere Arbeit und den Austausch mit Jugendämtern enorm wichtig. Unsere Familien kommen nicht nur aus Schwedt, wir werden aus vielen anderen Landkreisen und Bundesländern angefragt, so hatten wir auch schon Aufnahmen aus Bayern.“ Da braucht es gute Verbindungen, menschlich, wie digital.

Das Schwedter Wohnprojekt ist besonders: Mütter und Väter können mit ihren Kindern gemeinsam untergebracht werden. „Familien werden nicht getrennt, auch wenn ein Elternteil Probleme wie Sucht, psychische Erkrankungen oder Traumatisierungen hat. In diesem Fall ist es wichtig, dass die Bereitschaft zur Veränderung oder Behandlung vorhanden ist“, erklärt Fachleiterin Josefine Böwe. „Unser oberstes Ziel ist es, den Kindern Schutz und Sicherheit zu bieten und die Eltern zur Selbstständigkeit zu befähigen.“

Neben 14 Familienzimmern und vier Gemeinschaftsküchen gibt es eine weitere Besonderheit: „Wir haben unsere hausinterne Kinderbetreuung ‚Mitmachstube´ mit drei Mitarbeitenden, die tagsüber die Eltern bei der Förderung und Betreuung einbeziehen sowie unterstützen“, so Josefine Böwe. Im Schnitt leben Familien zwei Jahre hier.

Auch Familien wollen streamen & surfen

Auch beim Glasfaserprodukt wurden die Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt: Die Familien wollen streamen, surfen, Fotos und Videos hochladen. Für Videoportale, Streaming-Dienste, Cloud- und Internetnutzung reichen unter 50 Mbit/s längst nicht mehr aus. 1.000 Mbit/s sind im Glasfaser-Netz kein Problem.

Quelle: SWS

Stadtwerke-Mitarbeiterin Mia Schmidt im Kundenzentrum mit einem Glasfaseranschluss.

Foto: SPREE-PR/Petsch

„Unsere Glasfaserprodukte bieten im Upload und Download gleiche Geschwindigkeiten“, erklärt Grit Haese, Ansprechpartnerin für Geschäftskunden im Bereich Telekommunikation bei den Stadtwerken Schwedt. „Und wir sind vor Ort – beraten Haushalte und Unternehmen individuell.“

Warum verlegen Mitbewerber zusätzlich Glasfaser in Schwedt?

„Dass andere Anbieter ein eigenes Netz aufbauen, ist legitim, Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dirk Sasson. „Es zeigt uns: Wir haben mit unserer vorausschauenden Netzstrategie frühzeitig richtig entschieden.“ Das Stadtwerke-Gigabitnetz ist leistungsfähig, fair, transparent – und konkurrenzfähig.

Fragen zur Glasfaser? Die Stadtwerke Schwedt beraten persönlich im Kundenzentrum im CKS, unter 03332 449-449, kundenservice@stadtwerke-schwedt.de.

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Das Musik- und Kunstschulfest 2025

Ein Werk aus den Kunstkursen: Porträt in Acrylfarbe auf Papier von Birgit Hennig (57), die ihre künstlerische Stimme trotz einer geistigen Beeinträchtigung mutig zeigt.

Werk: Birgit Hennig, Betreuungsverein Lebenshilfe e.V.

Das Musik- und Kunstschulfest 2025

Zeig Dich! Im Kostüm zum Fest

Ein besonderes Highlight erwartet Musikliebhaber inmitten der Naturidylle des Lenné-Parks in Criewen: Am 12. Juli 2025 findet dort das 6. Parkkonzert statt – eingebettet in die Festwoche zum 30-jährigen Bestehen des Nationalparks Unteres Odertal.

Am 4. Juli 2025 ab 15 Uhr öffnet die Musik- und Kunstschule „J. A. P. Schulz“ der Stadt Schwedt/Oder zum Abschluss des Schuljahres ihre Türen und wird zum Schauplatz eines bunten, kreativen und mitreißenden Fests.

Alle sind herzlich eingeladen. Dieses Jahr steht das Fest unter dem Motto „Zeig Dich!“ – und das kann wörtlich genommen werden! Ob fantasievoll, ausgefallen oder einfach nur mutig – der Musik- und Kunstschulrat fordert alle Kreativen dazu auf, sich zu verkleiden und ihre fantasievollste Seite zu zeigen. Die originellsten Kostüme werden vom Musik- und Kunstschulrat prämiert!

Einfach vorbeikommen und mitfeiern. Der Eintritt ist frei!

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Kinderecke


Illustration: SPREE-PR

Bastelspaẞ

Glühwürmchen im Glas

Meist ab Mitte oder Ende Juni schwärmen wieder die kleinen Glühwürmchen aus und „schalten“ in lauen Sommernächten etwa ab 22 Uhr ihr grünlich-gelbes Licht an, um auf Partnersuche zu gehen. So locken sich Weibchen und flugfähige Männchen gegenseitig an. Ihr liegt nachts vergeblich auf der Lauer für das besondere Naturschauspiel? Wir basteln uns einfach ein Glas voller Glühwürmchen!

  • Das brauchst du:

    • ein Glas, z. B. Gurkenglas (720 ml) mit Schraubverschluss
    • fluoreszierende, also selbstleuchtende Modelliermasse aus dem Bastelladen
    • weißes Garn, Nähnadel
    • Klebstoff/Klebeband
    • Schere/Pinzette
  • Viele kleine Kügelchen aus selbstleuchtender Modelliermasse werden aufgefädelt.
    Foto: SPREE-PR/Friedel

  • So geht’s:

    Aus der selbstleuchtenden Modelliermasse 2 bis 4  mm große Kügelchen formen – später eure “Glühwürmchen”. Ihr braucht etwa 120 Kügelchen – je zehn davon werden auf einen etwa 15 cm langen Faden aufgefädelt und festgedrückt. Diese „Leuchtfäden“ – eure „Glühwürmchen“ – werden nun am Deckelrand mit Klebeband festgeklebt. Die restlichen Kügelchen am Rand und Boden vom Glas mit Klebstoff festkleben, bevor ihr das Glas vorsichtig mit den hängenden „Glühwürmchen” verschließt.

    Bei Nacht gibt das Glas Licht im Zimmer ab, wie bei kleinen Glühwürmchen in der Natur.

  • Im Dunkeln leuchten die „Glühwürmchen“ im Glas.
    Foto: SPREE-PR/Friedel

  • Warum leuchten Glühwürmchen?

    Hinter diesem Phänomen steckt Chemie. Denn der kleine Leuchtkäfer setzt dank einer chemischen Reaktion in seinem Körper Energie frei, die er in Form von Licht
    abstrahlt.
  • 40 %

    der aufgenommenen Energie verwandelt das Glühwürmchen in Licht – das ist ähnlich effizient wie Leuchtdioden (LEDs). Bei Glühbirnen hingegen geht die meiste Energie als Wärme verloren, nur fünf Prozent bleiben für das Leuchten.

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Das ist (ja wohl) die Höhe!

Der Oderturm in Frankfurt (Oder) – modernes Wahrzeichen der Stadt.
Foto: SPREE-PR/Klaus Arbeit

Rätsel

Das ist (ja wohl) die Höhe!

Die durchschnittliche Höhe im Land Brandenburg beträgt 68 Meter. Die Mark überragt damit die Hauptstadt immerhin um ganze 21 Meter. Zu einem „Bergvolk“ macht sie das natürlich noch lange nicht.

Dennoch kann Brandenburg höchst interessante Rekorde vorweisen. Wir bringen Sie auf die Höhe kleiner Bestmarken im Land Brandenburg!

Beantworten Sie unsere Frage und gewinnen Sie attraktive Geldpreise:

2 x 20 Euro,
2 x 30 Euro
und 3 x 50 Euro.

Was für eine Aussicht! Mit seinen 88,95 Metern ist der Oderturm das höchste Gebäude im Land Brandenburg. Er kündigt bereits aus der Ferne am Himmel als modernes Wahrzeichen die Stadt Frankfurt an der Oder an. Erbaut wurde das 25-stöckige Gebäude von 1968 bis 1976 als Bürogebäude. Nach Umbau und Sanierung wurde der Turm mit einem Einkaufszentrum in den unteren Etagen 1996 wiedereröffnet. Rund 40 Geschäfte, jede Menge Restaurants und Cafés, Büros, Arztpraxen bieten Arbeitsplätze für 1.300 Beschäftigte – und von den oberen Stockwerken einen unvergleichlichen Ausblick über Stadt, Land, Fluss. Einmal im Jahr wird der Oderturm zur Sportstätte – dann findet in dem Gebäude der Oderturmlauf statt. Der nächste Lauf ist voraussichtlich am 30. August 2025.

  • Schicken Sie die Antwort bis zum 7. Juli 2025 an:
    SPREE-PR
    Kennwort: Stufen

    Zehdenicker Str. 21
    10119 Berlin
    oder per Mail an:
    swz@spree-pr.com

    Viel Glück!

    Die Gewinner des Frühlingsrätsels:

    Rund 330 Zuschriften mit dem richtigen Lösungswort „Potsdamer Riesengarde“ haben uns erreicht.

    Gewonnen haben 20 Euro B. Rabenstein aus Schwedt/O., 30 Euro A. Selka aus Heideblick und 50 Euro M. Dresler aus Guben.

    Herzlichen Glückwunsch!

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    Verführerische Wege um unsere zehn größten Seen

    Der Brodowiner See mit Schilfgürtel

    Foto: SPREE-PR/Petsch

    So nah, so schön

    Verführerische Wege um unsere zehn größten Seen

    3.000 Seen – was will man an einem heißen Sommertag mehr, als die wohlverdiente Freizeit an einem der zahlreichen Seen Brandenburgs zu verbringen. Die Top 10 der größten Seen des Bundeslands überraschen durch ihre Vielfalt an Aktivitäten und Veranstaltungen. Zum Beispiel der Weltrekordversuch der größten Wasserbombenschlacht am Unteruckersee oder das Hafenfest am Senftenberger See lassen Langeweile schnell in Vergessenheit geraten. Auch die Wander-App Komoot kann bei der Planung von Rad- und Wandertouren helfen. An den zehn größten Seen Brandenburgs gibt es immer etwas zu entdecken und zu erleben.

    • 1. Cottbuser Ostsee

      Der Cottbuser Ostsee.
      Foto: SPREE-PR/Petsch

      Von der Plattform des 34 m hohen Aussichtsturms Merzdorf lassen sich die Ausmaße des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord am besten überblicken. Ganze fünf Jahre vor dem geplanten Abschluss wurde die Flutung nun schon am Anfang dieses Jahres beendet. Trotzdem ist der Uferzugang bis zum Ende der Bauarbeiten weiterhin eingeschränkt. Die gesamte Region Lausitz hofft auf einen touristischen Hotspot mit attraktiven Sport- und Freizeitangeboten.

      www.cottbuser-ostsee.de

    • 2. Schwielochsee

      Der Schwielochsee.
      Foto: Florian Läufer

      Der größte natürliche (!) See Brandenburgs begrenzt den Spreewald in seinem Nordosten, die Spree durchfließt ihn. Mit der „Schwielochsee-Tour“ (51 km) ist ein Radweg bestens ausgewiesen. Auch die 3. Etappe vom „Spreeradweg“ führt hier vorbei. Ganz in der Nähe, in Leißnitz, holt Sie die einzige Seilzugfähre Deutschlands über die Spree. Anfang August (1./2.8.) sorgt das „Jenseits von Millionen Festival“ in Friedland für Musik und gute Laune.

      www.jenseitsvonmillionen.de

    • 3. Sedlitzer See

      Der Sedlitzer See.
      Foto: Steffen Rasche

      Vielleicht verschaffen Sie sich vom Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ zunächst einen Überblick über die bevorstehenden Kilometer um den See, der aufgrund der anhaltenden Flutung wassertouristisch noch nicht nutzbar ist. Wer anschließend noch Kraft in den Knochen hat, möge den nahen Kletterfelsen „Landmarke Sedlitzer Turm“ besteigen. Oder sich mit dem Fahrrad auf der Seenland-Route (mit 16 Seen!) durch die Lausitz zum nächsten Gewässer bewegen.
    • 4. Senftenberger See

      Der Senftenberger See.
      Foto: Steffen Rasche

      Auch im 51. Jahr seiner Existenz dürfte das Prachtexemplar im Süden Brandenburgs vor den sprichwörtlichen Toren der Kreisstadt neue Fans finden. Wer den See zu Fuß erleben will, kann sich am Seerundweg (18 km) für Radfahrer orientieren. Am Senftenberger See (Familienpark) startet übrigens auch die Wanderung „Vier-Teiche-Tour“ (9 km). Unser Tipp: Am 2. und 3. August veranstaltet Senftenberg sein jährliches Hafenfest.

      www.hafenfest.info

    • 5. Scharmützelsee

      Der Scharmützelsee.
      Foto: Florian Läufer

      Der zweitgrößte natürliche See der Mark ist häufig prämiert – etwa 2024 zum vierten Mal als Lieblingssee Deutschlands beim Seen.de-Voting. Bequem entdecken lässt sich der Scharmützelsee südlich von Fürstenwalde auf einer Uferwanderung oder einer Radtour um den See. Im Sommer wird hier ausgiebig gefeiert: das Kanalfest in Wendisch Rietz (26. 7.), das „Sommerfest am See‘‘ (4.–6. 7.) oder der ,,Flammende Scharmützelsee‘‘ (12.–14. 9.).

      www.scharmuetzelsee.de

    • 6. Parsteiner See

      Der Parsteiner See.
      Foto: Johanna Henschel

      Den Parsteiner See, bekannt für sein sauberes Wasser und die unberührte Natur, „teilen sich“ der Barnim und die Uckermark (Nord-ufer). Für Camper gibt es mit dem Naturcampingplatz ein überaus lauschiges Plätzchen in unmittelbarer Wassernähe. Etwas weiter entfernt, aber unbedingt beim Abstecher hierher zu berücksichtigen, sind die Orte Chorin (Klosterruine) und das Ökodorf Brodowin, u. a. mit Hofladen. Mögliche Touren finden Sie auf www.barnimerland.de.

      www.barnimerland.de

    • 7. Unteruckersee

      Der Unteruckersee.
      Foto: A Lang BY-NC-SA

      Das Motto „Stadt küsst See“ hat sich als Werbespruch seit der Landesgartenschau 2013 in Prenzlau (Uckermark) gehalten, der heutige Seepark ist eine beliebte Flaniermeile für Besucher wie Einheimische. Die „SeenTour“ führt Sie als Radrundweg (Markierung: weißes Quadrat mit blauen Wellen) um den See, ebenfalls der Wanderweg „Prenzlau-Seehausen“ (Markierung: blauer Balken). Kurios: Am 31. August findet in Prenzlau der Rekordversuch für die größte Wasserbombenschlacht der Welt mit 2.010 Teilnehmern statt.

    • 8. Beetzsee

      Der Beetzsee.
      Foto: Steven Ritzer

      Der durch den unglückseligen Fritze Bollmann bestens bekannte See im Westen Brandenburgs lässt sich hervorragend erkunden: per pedes auf dem Storchenwanderweg und per Bike auf dem Storchenradweg. Wem abseits der aktiven Bewegung noch nach Sport-Zuschauen ist, dem sei die Drachenboot-WM vom 14. bis 20. Juli empfohlen. Auch die Mondscheinregatta mit Nachmittagskonzert am 6. Juli um 17:30 Uhr legen wir wärmstens ans Herz.
    • 9. Talsperre Spremberg

      Die Talsperre Spremberg.
      Foto: Gemeinde Neuhausen Spree

      Bei den jährlichen Wasserfestspielen herrscht vom 13. bis 14. Juni großer Trubel am Spremberger Stausee, inklusive atemberaubendem Feuerwerk. Der 25 km lange Seerundweg eignet sich neben dem Wandern auch zum Radfahren und Skaten. Sport wird an Brandenburgs einziger Talsperre im Landkreis Spree-Neiße – gebaut 1958 bis 1965 – groß geschrieben. Campingplätze für Aktiv-Natur-Urlauber gibt es in Bagenz und Klein Döbbern. Mit gemieteten Flößen oder Tretbooten können Sie hier in See stechen.
    • 10. Altdöberner See

      Der Altdöberner See.
      Foto: SPREE-PR/Arbeit

      Auch die Nummer 10 gehört zu den „neuen“ Brandenburger Seen. Aus dem ehemaligen Tagebau Greifenhain im Lausitzer Seenland hervorgegangen, ist seine Flutung noch nicht abgeschlossen. Dennoch zieht es schon heute Dutzende Aktive hierher: Die waldgeprägte, nahezu verkehrsfreie Gegend rund um den See ist ein Paradies für Radfahrer. Zusätzlich sorgen diverse Objekte in freier Natur für Überraschungen, die in den 1990er Jahren internationale Künstler erschufen.

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    Die Letzten ihrer Zunft

    Rohrweberin Jenny Wagner verknotet jeden Stab per Hand.

    Fotos: SPREE-PR/Petsch

    Die Letzten ihrer Zunft

    Die Rohrweber von Pritzerbe

    Faszination traditionelles Handwerk! Vor der industriellen Revolution bestimmten die Zünfte das Wirtschaftsleben – heute sind viele Handwerksberufe so gut wie ausgestorben. Die STADTWERKE ZEITUNG hat „Die Letzten ihrer Zunft” besucht. Diesmal: die Rohrweberei Pritzerbe (Potsdam-Mittelmark). Das Weben von Schilfrohren zu Rohrmatten ist eine jahrhundertealte Handwerkstradition in Brandenburg. Im Ortsteil Pritzerbe der Stadt Havelsee wird sie noch gepflegt – in Handarbeit.

    Wir sind die letzte Rohrweberei in Deutschland. Wenn wir schließen, stirbt auch dieses traditionelle Handwerk aus“, sagt Wolfgang Wagner. Seit fast 30 Jahren leitet der 64-Jährige nun die Manufaktur, die Schilfmatten herstellt und heute auch Museum und Bildungsstätte zugleich ist. Über eine Projektleitung ABM war der einstige Vollmatrose der DDR-Fischfangflotte 1998 gekommen und ist hier gewissermaßen „gestrandet“. Sein Ziel: Das Wissen für künftige Generationen bewahren.

    Wer die Rohrweberei erreicht, weiß warum sie sich hier 1946 im früheren Schützenhaus angesiedelt hat. Sie liegt in der wasserreichen Gegend idyllisch eingebettet von Feldern am Pritzerber See, mit dem Rohstoff direkt vor der Tür. Damals waren Schilf-Dämmmatten als wichtiger Bau- und Isolierstoff oder als Abdeckmatten für Gärtnereien gefragt. Heute entstehen Sichtschutzelemente, Balkonverkleidungen, Rollos und sogar Sonnenschirme. Architekten bestellen Putzträgermatten für die Denkmalpflege, denn Originalmaterial ist rar.

    Nach der Ernte Ende Februar wird das gebündelte Schilf (Schocks) zur Trocknung zu Zelten aufgestellt.
    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Biennale-Auftrag

    Ende April herrscht hier emsiges Treiben. Ein Großauftrag ist eingetrudelt. 60 Quadratmeter Rohrmatten werden für eine Ausstellung der 13. Berlin Biennale (14. Juni bis 14. September) gewebt. Das vierköpfige Team hat alle Hände voll zu tun. Mitarbeiter Stefan Brauer sortiert die Halme nach Länge und Durchmesser. Aus Naturschutzgründen wird nicht mehr Schilf aus dem See verwendet – es dient als Brutstätte vieler Vogelarten. „Wir nutzen jetzt Miscanthus, eine bambusähnliche Pflanze“, erklärt Chef Wolfgang Wagner. „Wir bauen sie selber auf knapp 3.000 Quadratmeter an. Miscanthus ist robust, braucht keinen Dünger und kann 25 Jahre lang geerntet werden.“ Die vollkernigen Halme sind besonders langlebig: Unsere Matten halten im Freien bis zu zehn Jahre – Baumarktware zerfällt oft schon nach zwei.“

    Stefan Bauer und Jenny Wagner zeigen ein fertiges Produkt: Diese Rohrmatte wurde für die 13. Berlin Biennale gewebt.
    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Präzision und Handarbeit

    Rohrweberin Jenny Wagner legt einen Halm in die Vorrichtung eines über 100 Jahre alten Webstuhls. Dieser wurde schon zur Gründung gebraucht angeschafft. Sie schnappt sich einen der fünf versetzten Fäden, zieht unter Spannung eine Schlinge und verknotet alles doppelt. „Ich fange in der Mitte an, damit sich nichts verzieht“, erklärt sie. Sitzen die Knoten, werden die Enden auf gleiche Länge geschnitten. Danach folgt der nächste Halm.
    „Durch den Doppelknoten trennt sich – anders als bei Baumarktware – der Faden und somit die Matte nicht auf“, erklärt die Rohrweberin. „Und der Kunde kann seine Matte auch beliebig zuschneiden.“ Für die Berlin Biennale werden Matten von bis zu 4,20 Meter Länge gefertigt. Dafür benötigt Jenny Wagner etwa sechs Stunden.

    Material ist genug da. „Eine Ernte reicht immer für ein Produktionsjahr“, sagt Leiter Wolfgang Wagner. Die diesjährige Ernte – immer von Anfang Januar bis Ende Februar – steht gerade zum Trocknen zu Zelten aufgebaut auf dem Gelände der Rohrweberei. Sie bestehen aus vielen „Schocks“, also 60 Zentimeter dicken Bündeln. „Würde man das Material grün verarbeiten, würde es in den Matten nachtrocknen und aus der Schlingung später rausrutschen.“

    Glücksfall Nachlass

    In Zukunft wird auch ein Teil der Arbeit maschinell unterstützt werden. Grund ist ein unerwarteter Glücksfall. Die Witwe eines Rohrwebers aus Hennigsdorf hatte kürzlich Wolfgang Wagner zwei mechanische Webstühle aus dem Nachlass überlassen: „Bevor die auf dem Schrott landen – das war ihr Wunsch“, so Wolfgang Wagner.

    Besucher sind in der Rohrweberei Pritzerbe jederzeit willkommen. Seit 2015 ist der Standort auch Museum und Lernort für Schulklassen.

    Der Schilferlebnissteg führt 43 Meter durch den Schilfgürtel und gibt besondere Einblicke in das Leben der Schilfbewohner.
    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Besuchen Sie die Rohrweberei Pritzerbe

    An der Marzahner Chaussee 6
    14798 Havelsee

    Geöffnet: Mo – Mi  9 – 15 Uhr,
    Do/Fr 9 – 18 Uhr, Sa 14 – 18 Uhr,
    So 14 – 17 Uhr, Gruppenführungen am Wochenende nach Vereinbarung
    Eintritt: 3 €, ermäßigt 1,50 €,
    Kinder unter sechs Jahren frei.
    Tel. 033834 50236

    www.rohrweberei.de

    Kinder können im Museum an Handwebrahmen selber kleine Matten fertigen.
    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Museum und Erlebnissteg

    Die Stadt Havelsee unterstützt die Rohrweberei. Das Museum bietet Gruppenführungen (nach Voranmeldung) durch Werkstatt und Trockenscheune. Kinder können hier selbst eine kleine Matte am Handrahmen anfertigen oder Nistkästen bauen und lernen die Tiere im Schilf kennen. Mit etwas Glück können sie die vom angrenzenden 43 Meter langen Erlebnissteg durch das Schilf dann selbst beobachten. Links ist der Biberbau, rechts brüten die Gänse und gleichzeitig erklingt im Sommer gratis das Froschkonzert. Infotafeln erklären die Artenvielfalt, beim Naturquiz kann jeder sein Wissen testen.

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