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Kinderecke: Experiment

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Kinderecke: Experiment

Auslaufsicher! Luftdruck hält Wasser kopfüber im Glas

Fotos (3): SPREE-PR/Hultzsch

Glaubst du nicht? Hier kommt der Beweis:

Das brauchst du:

  • 1 Glas, randvoll mit Wasser gefüllt
  • 1 Stück feste Folie
  • eine Schüssel oder ein Handtuch als Unterlage – sicher ist sicher!

So geht’s:

Wenn das Glas bis zum Rand voll Wasser ist, legst du die Folie oben drauf. Sie sollte vollständig auf dem Wasser liegen und es sollte keine Lücken zu sehen sein . Drehe nun das Glas vorsichtig, dann kannst du loslassen. Luft anhalten und … puh! Alles bleibt dicht!

Aber warum?

Die Lösung liegt hier nicht im Wasser, sondern in der Luft. Diese ist nämlich gar nicht so leicht, wie sie aussieht, sondern ist ein Gegengewicht für alles, was sich auf der Erde befindet: der sogenannte Luftdruck.

Immerhin „stapelt“ sich unsere Luft, die wir atmen, in der Atmosphäre fast 10 Kilometer hoch und drückt entsprechend auf uns hinunter. Auch auf die Folie, die deshalb das Wasser zurückhält. Am stärksten ist dieser Druck genau auf der Höhe des Meeresspiegels. Auf hohen Bergen aber nimmt er zum Beispiel ab.

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Das ist (ja wohl) die Höhe!

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Rätsel

Das ist (ja wohl) die Höhe!

Die durchschnittliche Höhe im Land Brandenburg beträgt 68 Meter. Die Mark überragt damit die Hauptstadt immerhin um ganze 21 Meter. Zu einem „Bergvolk“ macht sie das natürlich noch lange nicht.

Dennoch kann Brandenburg höchst interessante Rekorde vorweisen. Wir bringen Sie auf die Höhe kleiner Bestmarken im Land Brandenburg!
Beantworten Sie unsere Frage und gewinnen Sie attraktive Geldpreise:

2 x 20 Euro,
2 x 30 Euro.

Das ist wahre Größe! Der Kutschenberg bei Großkmehlen (Oberspreewald-Lausitz). Erst eine Höhenmessung im Jahr 2000 verlieh ihm den Titel zum „höchsten Berg Brandenburgs“. Dafür reichten seine 201 Meter aus. Und das, obwohl die Heidehöhe in Gröden (Elbe-Elster) ganze 40 Zentimeter höher in den Himmel ragt. Sie zählt aber streng genommen zum Heidegipfel – und der befindet sich nun mal in Sachsen.

Seit 2011 steht auf dem Gipfel eine Granit-Stele, welche die Höhe ausweist.

Foto: Wikimedia Commons/Stefan Kühn (CC BY-SA 4.0)

Wer den Kutschenberg „erklimmen“ will, startet am besten den Rundweg in Großkmehlen. Auf 175 Metern Höhe steht sogar eine Skihütte, die von den Skifreunden der DDR-Zeit bis 2009 für Winterveranstaltungen genutzt wurde. Der letzte Anstieg von hier ist ziemlich steil. Schließlich gelangt man auf 201 Metern zu einer kleinen Stele, in der Brandenburgs Gipfelrekord im wahrsten Sinne des Wortes in Granit gemeißelt ist: „KUTSCHENBERG 201 m ü. NHN“.

  • Schicken Sie die Antwort bis zum 29. September 2025 an:

    SPREE-PR
    Kennwort: Berg

    Zehdenicker Str. 21
    10119 Berlin
    oder per Mail an:
    swz@spree-pr.com

    Viel Glück!

    Die Gewinner des Sommerrätsels

    Genau 240 Zuschriften mit dem richtigen Lösungswort „Fünfhundertelf“ haben uns erreicht. Gewonnen haben je 50 Euro I. Schmidt aus Perleberg, M. Nehlen aus Premnitz, I. Bogner aus Zehdenick; je 30 Euro A. Jahnke aus Luckau, I. Gehlen aus Forst; je 20 Euro S. Böse aus Schwedt/O. und I. Jahn aus Guben.

    Herzlichen Glückwunsch!

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    Der Schäfer und seine wolligen Weltverbesserer

    STADTWERKE ZEITUNG


    Die Letzten ihrer Zunft: Wanderschäfer

    Der Schäfer und seine wolligen Weltverbesserer

    Von Jana Krone,
    Redakteurin der SWZ

    Er weiß, was die Welt im Innersten zusammenhält, denn Jonas Scholz hat Chemie studiert. Doch als er vor sechs Jahren lernen wollte, wie er seine drei Schafe scheren kann, hat er seine wirkliche Berufung im Leben gefunden.

    Fleißige Mitarbeiter auf vier Klauen: Die Schafe von Jonas Scholz pflegen die Wiese unter dem Solarpark an der südlichen A10. Er checkt, ob alle Tiere gesund sind. Die drei Monate alte Hirtenhündin Fee wird schon bald die Aufgabe des Treibens übernehmen. Sie ist ein “Working Kelpie”, eine australische Hirtenhundrasse.

    Foto: SPREE-PR/Krone

    „Ella, her!“ Jonas Stimme schallt über die Platten des Solarparks am Rande der A 10 zwischen Ludwigsfelde und Dreieck Nuthetal. Mit heraushängender Zunge jagt die dreijährige Border-Collie-Hündin die wolkenweißen Bentheimer Schafe mit den schwarzen Sprenkeln im Gesicht zum Schäfer. Wenig später gucken ihn 400 Augenpaare fragend an. „Fototermin!“ erklärt Jonas Scholz den Tieren, warum er sie beim Grasen gestört hat.

    Trinkwasser ist Lebensmittel Nr. 1 – auch bei Schafen.
    Foto: SPREE-PR/Krone

    Vom Ernährer zum Gärtner

    Seit sechs Jahren übt Jonas Scholz einen der ältesten Berufe der Welt aus, er ist Wanderschäfer und Schafzüchter in Ludwigsfelde südlich von Berlin. Schon vor etwa 10.000 Jahren haben Menschen angefangen, Schafe zu halten. „Damals nutzten sie vor allem das Fleisch, die Milch und die Wolle der Tiere“, erzählt der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg. „Heute sind sie vor allem Landschaftspfleger.“

    Landschaftspfleger mit goldenem Tritt

    Der Sandboden an der A 10 ist mager. Nur mit viel Dünger und Wasser könnte man ihm landwirtschaftliche Erträge abringen. Deshalb ist es schlau, hier die Energie der Sonne zu ernten. Die Wiese unter den riesigen Solarflächen bearbeiten die Gärtner mit vier Klauen. Sie mähen das Grünzeug, Gräser, Kräuter. Jedes Schaf verzehrt täglich etwa fünf Kilo davon. Mit eisernem Biss kürzt es auch die Triebe von Bäumen und Sträuchern. So werden die Paneele nicht überwuchert. In ihrem Fell transportieren die Wolltiere Samen, tragen das wertvolle Gut von Wiese zu Wiese. Die Hinterlassenschaften, etwa 75 Kilogramm Dung pro Monat und Schaf, sind ein Festmahl für Insekten. Mit goldenem Tritt arbeiten die Tiere den Dung gleich in den Boden ein. Durch die Schafe wurde die Wiese im Solarpark ein vielfältiges Ökosystem.

    Ein 365-Tage-Job

    Auf den ersten Blick wirkt die Arbeit des jungen Schäfers idyllisch. „Ich muss jeden Tag raus, nach den Tieren sehen und mit ihnen weiterziehen. Egal, ob es 30 Grad im Schatten sind oder aus Eimern regnet, ob Weihnachten ist oder Geburtstag.“ Wenn ein Tier krank oder verletzt ist, kümmert er sich. Der Schäfer checkt täglich alle Zäune, um dem Wolf keine Chance zu bieten. Vor allem aber muss er Wasser auf die Weiden bringen, im Sommer sogar sehr viel Wasser. „Die Wiesen sind dieses Jahr nicht saftig, sondern eher Heu. Entsprechend groß ist der Durst der Tiere.” Statt einem Kubikmeter Trinkwasser bringt Jonas Scholz an trockenen Tagen bis zu drei Kubikmeter. Das heißt, bis zu drei Mal Nachschub holen. Da die dürren Weiden weniger nahrhaft sind, müssen die Schafe öfter umziehen. Das heißt, ständig neue Koppeln einrichten.

    Vom Frieden grasender Schafe

    Etwa 500 Schafe hat Jonas Scholz, die meisten von ihnen sind ehemalige Mutterschafe. „Solange sie noch Zähne haben, dürfen sie auf Deponien und auf wertvollen ökologischen Flächen im Naturpark Nuthe-Nieplitz grasen oder Brandschutzschneisen in Wäldern freifressen.“ Für seine Umweltarbeit bekommt der Schäfer Gelder aus verschiedenen Förderprogrammen von Brandenburg, in die auch Mittel der Europäischen Union und des Bundes fließen. Diese Gelder machen es möglich, dass es in Brandenburg über 300 Schäfer, darunter 70 hauptberufliche, mit 80.000 Schafen und Ziegen gibt. Seit 2024 ist Jonas Scholz Vorsitzender des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg e.V. Gerade macht er eine Ausbildung zum Schäfermeister. Neben der Landschaftspflege züchtet er Gotländische Pelzschafe. „Wenn ich mein Tagwerk geschafft habe und die Tiere friedlich fressen, dann bin ich zufrieden. Deshalb bin ich so gerne Schäfer.“

    Modellprojekt bekommt Innovationspreis

    Foto: Eduard Fischer

    Der Schafzuchtverband ist Mitglied von reffiSchaf, einem Modellprojekt zur Verarbeitung und Vermarktung von Lamm- und Schaffleisch. Es wurde mit dem Brandenburger Innovationspreis 2025 ausgezeichnet.

    Mehr Infos

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    Expedition zu Armleuchtern und Hüpferlingen

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    Unterwegs mit dem Forschungsschiff Solar-Explorer

    Expedition zu Armleuchtern und Hüpferlingen

    Von Jana Krone, Redakteurin der SWZ

    Lautlos gleitet der schnittige Katamaran über das Wasser des Werbellinsees. Es ist ein schwimmendes Labor, auf dem jedermann in die Tiefen des Eiszeitgewässers eintauchen kann.

    Redakteurin Jana Krone staunt mit Enkelin Cleo was alles in einem Wassertropfen lebt.

    Foto: SPREE-PR/Krone

    „Da zappelt was“, jubelt die vierjährige Cleo. Neugierig schaut sie noch einmal durch das Mikroskop. Wenig später begutachtet Biologin Anne Wolf den 400-fach vergrößerten Wassertropfen. „Das ist ein Hüpferling“, erklärt sie. Anne Wolf von Kulturlandschaft Uckermark e. V. aus Angermünde leitet an diesem Freitag im August die Mini-Expedition mit dem Forschungsschiff Solar-Explorer.

    Ein Katamaran ohne Segel

    Das Forschungsschiff schippert seit 2012 über einen der schönsten und tiefsten Seen des UNESCO-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Ein 18 Meter langer Katamaran, der nicht vom Wind in Segeln angetrieben wird, sondern von der Sonne, deren Energie von riesigen Photovoltaikzellen auf dem Dach und an den Seiten eingefangen wird. Das 14-Tonnen-schwere Schiff soll Lust aufs Forschen wecken. Unter dem Motto „Fische, Fernglas, Fotosynthese“ sticht es jedes Jahr zwischen Mai und Oktober bis zu 75-mal zu einem Abenteuer in See.

    Mit einem Kescher wird im See gefischt.
    Foto: SPREE-PR/Krone

    Mitmachen, entdecken, staunen

    Cleo lässt zuerst eine weiße Scheibe an einer langen Schnur mit Knoten ins Wasser. „Ich sehe sie nicht mehr“, ruft sie plötzlich. Fünf Knoten zählt sie. „Fünf Meter Sichttiefe, das ist super“, erklärt Expeditionsleiterin Anne. „Das Wasser im Werbellinsee ist sehr sauber.“ Doch was ist das? Im Boden des Keschers eines anderen Expeditionsteilnehmers schwimmt grüne Brühe.

    „Das ist Plankton“, weiß ein Hobbyforscher. Einen Tropfen davon untersucht Cleo im Mikroskop und entdeckt Wasserflöhe, Schwebesternchen, Rädertierchen und die zappelnden Hüpferlinge. „Der See ist nicht nur großartig zum Baden, sondern auch ein wertvoller Lebensraum“, erzählt die Referentin für Umweltbildung. „Dieses Plankton ist Futter für Fische. Diese locken Eisvogel, Kranich und Haubentaucher an. Sogar der Seeadler nistet hier.“ Spontan greifen wir eins der bereitstehenden Ferngläser und suchen den See ab. Schade, an diesem Tag hält der Vogel mit den mehr als zwei Meter breiten Schwingen sich versteckt.

    Cleo staunt: Das Wasser ist ja ganz grün.
    Foto: SPREE-PR/Krone

    Die Teilnehmer der Schnuppertour mikroskopieren.
    Foto: SPREE-PR/Krone

    Spannende Gruppenpakete

    In der einstündigen Schnupperfahrt erleben wir nur einen kleinen Ausschnitt der möglichen Forschungsthemen an Bord. Mit Hilfe eines Krans am Heck könnten wir noch Boden- und Pflanzenproben einholen und analysieren. Vielleicht hätten wir eine der ganz seltenen Armleuchteralgen herausgefischt, die es im Werbellinsee noch gibt. Wir könnten uns die Solartechnik des Schiffs erklären und die Zusammenhänge von Biodiversität und menschlichem Handeln verdeutlichen lassen. „Wir bieten verschiedene Pakete für Kitakinder, Schüler, Studenten und Erwachsene an. Die Fahrten dauern dann 2,5 Stunden.“ Das Projekt „Fische, Fernglas, Fotosynthese“ der „Solar Explorer“ des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin ist so vielfältig und interessant, dass es sogar von einem Gremium der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde.

    Nach einer Stunde legt der Katamaran wieder am Steg des Wassersportclubs Altenhof e.V. an. „Das war toll“, schwärmt die vierjährige Cleo und winkt zum Abschied Anne, der Expeditionsleiterin, zu.

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    Historische Aufmachung in der Friedrich-Engels-Strasse

    STADTWERKE ZEITUNG


    Gubener Maßanfertigung für Lichtmasten

    Historische Aufmachung in der Friedrich-Engels-Strasse

    Seit DDR-Zeiten gehörten sie selbstverständlich zum Straßenbild in Rostock, Berlin, Leipzig und auch Guben: die Rostocker Straßenleuchte, auch als Rundscheibenleuchte bezeichnet, kurz: RSL.

    Moderne Beleuchtung im historischen Gewand: Für das Gebäudeensemble in der Friedrich-Engels-Straße aus den 1950er Jahren hat die Gubener Metallbaufirma Arno Schmidtchen die Masten nach den Vorgaben des Denkmalschutzes nachgebaut.

    Foto: EVG /Dressler

    Seit den 1960er Jahren war sie in der Neißestadt für die Ausleuchtung von Straßen und Gehwegen verantwortlich. Doch inzwischen ist sie in die Jahre gekommen, wie in der Friedrich-Engels-Straße. „In vielen Lampen sorgt nur noch ein von zwei Leuchtmitteln für schummriges Licht“, heißt es im Energiebericht der Stadt Guben (Erhebungszeitraum 2021 bis 2023). Erschwerend kam hinzu, dass der Beton der Masten bröckelte und der Bewehrungsstahl frei lag. „Die Standsicherheit und die technische Sicherheit waren nicht mehr gegeben. Außerdem haben die verwendeten Natriumdampflampen zu viel Energie verbraucht und sind nicht mehr zeitgemäß“, ergänzt Matthias Krause von den Gubener Stadtwerken. Eine RSL 1 hat eine Leistung von 153 Watt, die neuen optisch ähnlichen LED-Leuchten benötigen bei besserer Ausleuchtung nur noch 46 Watt, also zwei Drittel weniger.

    Matthias Krause von den Stadtwerken ist der Experte für die Gubener Straßenbeleuchtung.

    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Allerdings war eine Umrüstung auf moderne Laternen an die Auflage des Denkmalschutzes gebunden. Ein Erhalt war wegen des maroden Zustands der sechseckigen Betonmasten aus DDR-Zeiten nicht mehr möglich. Um dem Stil dennoch gerecht zu werden, sollten sie aus Stahl nachgebaut werden. Übernommen hat diesen Auftrag die Gubener Metallbaufirma Arno Schmidtchen. Sie hat die Masten nach den Anforderungen des Denkmalschutzes angefertigt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wer sich davon überzeugen will, dem sei ein Ausflug in die Friedrich-Engels-Straße empfohlen. Hier stehen die in den 1950er Jahren errichteten Wohngebäude sowie die Schule samt Turnhalle unter Denkmalschutz. Auch in der Hegelstraße sind die Straßenlaternen der RSL 1 nachempfunden, damit sie in das Gebäudeensemble passen. „Anders als in den vergangenen Jahren haben wir jetzt wieder beidseitig Lichtpunkte gesetzt, so dass die Ausleuchtung optimiert werden konnte“, sagt Matthias Krause. Der Fachmann ist ein passionierter Sammler von Straßenlaternen. Die Betriebswerkstatt der Stadtwerke hat so auch musealen Charakter. Ausgewählte Exemplare der Leuchten, Lampen und Laternen, die in den vergangenen Jahrzehnten für Licht in Guben und Umgebung gesorgt haben, zieren dort die Wände. Natürlich ist auch die RSL 1 dabei.

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    E-Ladestrom boomt bei SÜLL – plus 31 Prozent

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    Öffentliche Ladesäulen

    E-Ladestrom boomt bei SÜLL – plus 31 Prozent

    Der Absatz von E-Ladestrom an den öffentlichen Ladesäulen der Stadt- und Überlandwerke GmbH Luckau-Lübbenau (SÜLL) ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beachtliche 31 Prozent gestiegen.

    Auch auf dem Betriebshof der SÜLL und der DAHME-NUTHE Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH (DNWAB) in Luckau stehen für betriebseigene und Fahrzeuge der Mitarbeiter bis zu 8 Ladepunkte bereit.

    Foto: SPREE-PR/Friedel

    Sowohl die geladene Strommenge als auch die Zahl der abgerechneten Ladevorgänge wachsen rasant. Ein Grund dafür: Der Zugang zu den Ladesäulen wird immer kundenfreundlicher und somit einfacher.

    Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, plant und realisiert die SÜLL kontinuierlich neue Ladeinfrastrukturprojekte – gemeinsam mit Vermietern, Kommunen und Gewerbetreibenden. „Besonders gefragt sind dezentrale Lademöglichkeiten direkt bei Unternehmen aus Gewerbe und Industrie“, weiß Hannes Schliebner, Leiter Energiewirtschaft. „Denn dort können Kunden, Mitarbeitende und Besucher rund um die Uhr laden – ohne die Kapazitäten im öffentlichen Raum zu belasten.“
    Für Arbeitgeber ist das Angebot eigener Ladepunkte ein Pluspunkt in mehrfacher Hinsicht: Sie steigern die Attraktivität für Fachkräfte, unterstützen klimafreundliche Mobilität und leisten einen aktiven Beitrag zur Verkehrswende.

    Mit dem wachsenden Angebot an E-Fahrzeugen auf dem Markt, wird der Bedarf an Ladepunkten weiter steigen. Die SÜLL geht daher diesen Weg mit Partnern in der Region konsequent weiter – für eine saubere und zukunftsfähige Mobilität.

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    Auskunft vor dem Baustart schützt vor bösen Überraschungen

    STADTWERKE ZEITUNG


    Gewusst wo – Leitungen im Untergrund

    Auskunft vor dem Baustart schützt vor bösen Überraschungen

    Auch bei Aufgrabungen oder Bohrungen im Erdreich kann einiges schieflaufen, im schlimmsten Fall drohen sogar die Gefährdung der Gesundheit oder aber eine Unterbrechung der Versorgung. Wer bei Bauarbeiten Leitungen beschädigt, ohne vorher eine Auskunft zum unterirdischen Netz eingeholt zu haben, haftet meist in vollem Umfang für entstandene Schäden. Wir sprachen dazu mit Antje Roeschmann von der Städtischen Werke Guben GmbH (SWG).

    Antje Roeschmann ist die GIS-Expertin bei der SWG. Die Abkürzung GIS steht für Geoinformationssystem. In dieser Datenbank werden Geodaten, also raumbezogene Daten wie Leitungen und Kanäle, digital erfasst.

    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Wozu braucht man Leitungsauskünfte?

    Sie sind wichtig, um möglichen Schaden von unseren Leitungen bei Tiefbauarbeiten fernzuhalten. Die Bauherren bekommen einen Überblick über den vorhandenen Leitungsbestand im Baugebiet und wissen so, wo sie besonders vorsichtig sein müssen. Hinweise zum Arbeiten im Bereich der Leitungen übergeben wir mit der Leitungsauskunft.

    Wann sollten Bauherren Auskünfte über die Leitungen einholen?

    Informationen von jetzt auf gleich sind nicht immer möglich. Ein paar Tage Vorlauf sind sehr hilfreich für uns. Bauherren sollten die Leitungsauskunft also mehrere Tage vor dem Baubeginn anfordern. Das ist unkompliziert möglich, beispielsweise über das Online-Formular auf den EVG-Webseiten unter www.ev-guben.de.

    Wenn trotz der Auskunft irgendetwas unklar bleibt, erfolgt durch unsere Mitarbeiter eine Einweisung vor Ort, um Schäden zu vermeiden.

    Wie lange dauert es in der Regel bis zur Antwort?

    In der Regel erhalten die Bauherren innerhalb von ein bis drei Werktagen die Auskunft zu den Leitungen in digitaler Form. Sie können auch in Papierform abgeholt werden.

    Woher haben Sie Ihre Informationen?

    Bei neuverlegten Leitungen erhalten wir die Daten von den Vermessungs- bzw. Ingenieursbüros. Diese werden dann in unser Geographisches Informationssystem (GIS) eingepflegt. Den Altbestand der Leitungen haben wir nach den vorhandenen Unterlagen ins GIS übernommen.

    Wie groß ist das unterirdische Leitungsnetz, zu dem Sie Auskunft geben müssen?

    Unser Netzbetrieb erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet der Stadt Guben. Hier betreiben wir 168 km Netze der Stadtbeleuchtung und die EVG, 232 km Niederspannungsnetze, 87,5 Mittelspannungsnetze, 62,3 km Niederdrucknetze und 78,9 km Mitteldrucknetze. Darüber hinaus werden 20 km Wärmenetze in der Stadt betrieben.

    Wie verbindlich sind die Aussagen zu den Leitungen im Erdreich?

    Von den älteren Leitungen sind die genauen Lagen und Verlegetiefen nicht immer bekannt. Besonders Leitungen, die zu DDR-Zeiten verlegt wurden, liegen schon mal auf privaten Grundstücken und nicht im öffentlichen Raum. Das erfordert dann ein noch vorsichtigeres Agieren auf der Baustelle. Deshalb ist es sicherer, die Tiefbauarbeiten von einer Fachfirma ausführen zu lassen. Möchte der Bauherr die Tiefbauleistungen lieber in Eigenleistung erbringen, sollten die eingeholten Leitungsauskünfte besonders aufmerksam beachtet und im Bereich der Leitungen zur Handschachtung gegriffen werden, also der Freilegung der Rohre per Handaushub und nicht mit dem Bagger.

    Direkt zum Onlineformular für die Leitungsauskunft

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    Bleibt Gaskunden mehr im Portemonnaie?

    STADTWERKE ZEITUNG


    Gasspeicherumlage fällt weg

    Bleibt Gaskunden mehr im Portemonnaie?

    Neben den Bau von neuen Gaskraftwerken zur Stabilisierung und Erhöhung der Versorgungssicherheit der deutschen Stromversorgung, will die Bundesregierung ab 2026 die sogenannte Gasspeicherumlage abschaffen.

    Die Absetzung der Umlage ab 2026 soll Kunden Entlastung bringen.

    Grafik: SPREE-PR

    Sie soll künftig aus Bundesmitteln finanziert werden – und nicht mehr von den Gaskunden. „Die SÜLL begrüßt diese geplante Entscheidung ausdrücklich“, sagt Hannes Schliebner, Leiter Energiewirtschaft bei den Stadt- und Überlandwerken GmbH Luckau-Lübbenau. „Selbstverständlich geben wir von der SÜLL diese Entlastung direkt an unsere Kunden weiter. Ab Absetzung der Umlage werden wir diese Umlagekosten weder erheben, noch gegenüber den eigenen Kunden abrechnen.“

    Doch wie genau wirkt sich die Entlastung auf den Geldbeutel aus? Hannes Schliebner bremst zugleich zu hohe Erwartungen und Auswirkung auf den zukünftigen Endkundenpreis. „Die Gasspeicherumlage macht aktuell ca. 2,9 % des Brutto-Endkundenpreises aus“, rechnet er vor. „Bei einem typischen Haushaltskunden entspricht dies rund 52 € im Jahr.“ Aber: Diese Ersparnis wird von den voraussichtlichen Mehrkosten aus den steigenden CO2-Preisen im Rahmen des Brennstoffhandelsgesetzes wieder „aufgefressen“. Das heißt, der Gaspreis wird sich wohl für den Kunden unterm Strich am Ende kaum ändern.

    Der Energiedienstleister aus dem Spreewald fordert von der Regierung: Politisches Ziel müsse es sein, konstante Endkundenpreise den Verbrauchern garantieren zu können, indem verlässliche Rahmenbedingungen für die Gaslieferanten gesetzt werden. Und nicht: eine minimale Kostenbelastung zu streichen, nur um andere Preiskomponenten zu erhöhen.

    Planungssicherheit bei den Energiekosten ist für Familien entscheidend. „Deshalb setzen wir auf Verlässlichkeit“, sagt der Leiter Energiewirtschaft. „Mit unserer Beschaffungsstrategie verfolgen wir das Ziel die zukünftigen Erdgaspreise konstant auf dem aktuellen Niveau zu halten trotz der weiter steigenden CO2-Preise, Netznutzungsentgelten und den allgemeinen Inflationskosten.“

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    Was hat sich schon bewegt?

    STADTWERKE ZEITUNG


    Energiepolitik im Wandel

    Was hat sich schon bewegt?

    Die neue Bundesregierung ist nun über 100 Tage im Amt. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag über zwei Dutzend Energievorhaben vereinbart – aber was davon wurde schon umgesetzt? Und was ist in der Pipeline?

    Der Status der wichtigsten Energievorhaben der Bundesregierung. In der Tabelle: Grün – Vorhaben wurde final beschlossen. Gelb – Entwurf wurde innerhalb der Regierung beschlossen. Rot – Anfangsphase, es liegt noch kein Entwurf der Regierung vor.

    Grafik: SPREE-PR/Uftring

    Senkung Strompreise

    Das war das größte Versprechen im Koalitionsvertrag. Die Rede war von einer Strompreisentlastung von mindestens 5 Cent pro kWh durch Stromsteuersenkung und Umlagenkürzung. Inzwischen wurde die angekündigte Steuer-Senkung für Haushalte aber gestrichen – sie bleibt nur für Industrie in Aussicht. Die Strompreise für Haushalte sollen rein über einen Zuschuss zu den Netzentgelten über das bisherige Maß hinaus sinken, das geht aus dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2026 hervor, der nach der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden soll. Für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) bleiben diese „Entlastungen hinter den Erwartungen zurück“. BDEW-Chefin Kerstin Andreae: „Insbesondere die seit Jahren vom BDEW geforderte Reduzierung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle lässt weiter auf sich warten.“ Dabei sind günstige Strompreise ein wichtiger Hebel für die Energiewende und für mehr private Investitionen: Wärmepumpen lohnen sich um so mehr bei niedrigen Stromkosten und auch der Umstieg auf E-Fahrzeuge wird attraktiver, wenn der Strompreis sinkt.“

    Und auch die Zeit drängt: Denn Stromversorger und Netzbetreiber, die die Zuschüsse in ihre Entgelte einpreisen und so Entlastungen an die Stromkunden weitergeben, müssen ihre Netzentgelte bis zum 15. Oktober veröffentlichen. „Auch die Energieversorger haben feste Fristen für die Einbeziehung der Entlastung in die Energiepreise”, mahnt Kerstin Andreae. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) forderte ebenso rasches Handeln: „Damit die Entlastung planmäßig erfolgen kann, müssen die erforderlichen gesetzlichen Beschlüsse im September gefasst werden.” Die Bundesregierung will, dass die Energieentlastungen ab 1. Januar 2026 greifen. Bundestag und Bundesrat müssen aber noch zustimmen.

    Entlastung Gaskunden

    Gaskunden sollen ab 1. Januar 2026 spürbar entlastet werden, beschloss das Bundeskabinett am 6. August. Künftig soll die Gasspeicherumlage entfallen, die 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eingeführt wurde. Die Umlage soll künftig vom Bund übernommen werden – für einen 4-Personen-Haushalt bedeutet das eine Ersparnis von bis zu 60 Euro im Jahr. Der entsprechende Gesetzentwurf zur Abschaffung der Gasspeicherumlage geht jetzt in das parlamentarische Verfahren.

    Ausbau Erneuerbarer Energie

    Erledigt ist das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie für Erneuerbare Energien (RED III). Es wurde am 11. Juli 2025 vom Bundesrat gebilligt. Damit wächst Planungssicherheit, die Bebauung von Windflächen wird beschleunigt. Stadtwerke können leichter in Projekte investieren. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßte daher die Zustimmung des Bundesrats. Das Gesetz bringe wichtige Verbesserungen für Stadtwerke, die in Windenergie, erneuerbare Wärme und Geothermie investieren. „Kommunale Unternehmen brauchen schnelle und verlässliche Genehmigungen, um ihre Projekte zügig umsetzen zu können“, so VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

    Gebäudeenergiegesetz (GEG)

    Union und SPD wollen das sogenannte Heizungsgesetz durch ein technologieoffeneres Gebäudeenergiegesetz ersetzen. Ziel: flexiblere Regeln zur Nutzung erneuerbarer Wärme und längere Umsetzungsfristen. Ein entsprechender Entwurf soll noch vor Herbst ins Kabinett, das Gebäudeenergiegesetz bis Ende 2025 reformiert sein.

    Fazit:

    Das für Energievorhaben zuständige Bundeswirtschaftsministerium um Ministerin Katherina Reiche hat in der parlamentarischen Sommerpause kaum Zeit verloren – so konnte sich das Bundeskabinett mehrmals im Juli und August mit weiteren Energievorhaben befassen und Beschlüsse verabschieden. Darunter z. Bsp. Geothermie-Beschleunigungsgesetz, EnWG-Novelle, Energy Sharing, Messstellenbetriebsgesetz. Es wird also ein heißer Herbst im Parlament.

    Zwei starke Stimmen für Brandenburg

    • Katherina Reiche

      Bundeswirtschaftsministerin

      Am 6. Mai 2025 wurde die Brandenburger CDU-Politikerin Katherina Reiche zur Bundesministerin für Wirtschaft und Energie ernannt. Sie hat Tempo vorgelegt. Ihre To-do-Liste ist lang: Reform des Gebäudeenergiegesetzes, Ausbau von Geothermie, Wind- und Solarkraft… Katharina Reiche stammt aus Luckenwalde, ist gut vernetzt in Politik und Wirtschaft. Sie war Bundestagsabgeordnete, Staatssekretärin und Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Zudem leitete sie den Energieversorger Westenergie. Diese Erfahrung wurde in der Branche als Vorteil angesehen, da sie die Herausforderungen der Stadtwerke kennt und kein Neuland betritt.

      Foto: BMWE/Chaperon

    • Dirk Sasson

      Landesgruppenchef des BDEW

      Er ist die neue starke Stimme für die Energie- und Wasserwirtschaft in Berlin und Brandenburg: Der Geschäftsführer des Unternehmensverbundes Stadtwerke Schwedt wurde Mitte Mai zum Vorsitzenden der BDEW Landesgruppe Berlin-Brandenburg gewählt. Mit diesem Mandat wird er künftig auch im Bundesvorstand des BDEW mitwirken. Der BDEW bringt die Anliegen der Energie- und Wasserwirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit ein – auf Landes- und Bundesebene sowie in Europa. Mit über 1.900 Mitgliedsunternehmen spricht der BDEW für einen großen Teil der Versorgungswirtschaft in Deutschland.

      Foto: Stadtwerke Schwedt

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    Blumen beim Trinken zuschauen

    STADTWERKE ZEITUNG


    Zwischen diesen beiden Bildern liegen 5 Stunden.

    Foto: SPREE-PR/Friedel, Petsch

    Das Färbe-Experiment

    Blumen beim Trinken zuschauen

    Schnittblumen sind ganz schön durstig! Ein einfaches Färbe-Experiment macht den Trinkvorgang der Blumen richtig sichtbar.

    So geht’s: Die Farbe mit etwas Wasser in die Gefäße geben. Tulpen schräg angeschnitten – so können sie besser Wasser aufnehmen – hineinstellen. Ein Tipp: Je kürzer der Stiel, desto schneller siehst du die Ergebnisse. Nun heißt es beobachten und warten…

    Das brauchst du für das Experiment.
    Foto: SPREE-PR/Friedel

    Wir haben die besten Ergebnisse mit kalten Ostereierfarben erreicht. Bereits nach zwei Stunden zeigte sich deutlich die Färbung in den Blütenblättern, die von Stunde zu Stunde intensiver wurde. Besonders die filigranen Kapillare waren bei Tulpen gut zu erkennen. Mit Lebensmittelfarbe dauerte der Färbeprozess einen Tag länger. Wenn du genau wissen willst, wie viel deine Blume trinkt, markiere am Wasserglas einfach den Wasserstand.

    Was passiert genau?

    An der Pflanzenoberfläche, vor allem an den Blättern, verdunstet viel Wasser. Dadurch entsteht ein Sog, der sich durch die ganze Pflanze fortsetzt. Wenn oben etwas verdunstet, wird Wasser – unterstützt durch den Kapillareffekt – wie in einem sehr dünnen Strohhalm nach oben nachgesaugt (Transpirationssog). Und das entgegen der Schwerkraft. Das Wasser und die darin gelösten Nährstoffe, oder in diesem Falle die gelöste Farbe, werden so nach oben bis in die Blüte transportiert. Die Blüte färbt sich.

    Mit dem Wasser saugen die Blumen die Farbe in die Blüten.

    Foto: SPREE-PR/Petsch

    Wie kam die Tulpe zu ihrem Namen?

    Grafik: SPREE-PR

    Als im 16. Jahrhundert ein Teil von Kasachstan vom osmanischen Reich erobert wurde, entdeckten die Türken in den Bergen des Landes eine faszinierende Blume. Da die Form der Blüten dem traditionellen türkischen Turban ähnelte, erhielt die Neuheit den Namen „Tulipan”.

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